Samsungs Bada 2.0 nun offen für Entwickler

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Der derzeit führende Smartphone-Hersteller Samsung gab bekannt, dass das mobile Betriebsystem Bada in der Version 2.0 vorliegt und für Entwickler frei zugänglich ist. Die nun aktuellste Version beinhaltet laut Samsung zahlreiche neue Features sowie ein aktualisiertes SDK.

Neu hinzugekommen sind unter anderem eine Copy und Paste-Funktion, eine Sprach- und Gesichtserkennungssoftware, Push-Notifications, App-Ads sowie auch ein generell überarbeitetes User Interface. Die größte Neuerung von Bada 2.0 stellt zweifellos Multitasking dar, welches dem Anwender erlaubt, mehrere Applikationen gleichzeitig auszuführen. Anders als bei iOS beschränkt Samsung die Funktionalität der im Hintergrund laufenden Programme jedoch nicht. Dies macht die Plattform für Entwickler mitunter interessanter als iOS. Entwickler von Webapplikationen wiederum erhalten dank dem Support von HTML5 und dem Zugriff auf über 80 verschiedene APIs mehr Möglichkeiten für ihre Apps. Mit Bada 2.0 unterstützt der mobile Browser nun auch Flash-Inhalte mittels einer speziellen Variante des Flash-Players, welcher für Handys optimiert wurde.

„Bada wird im kommenden Jahr ein großer Fokus für das Unternehmen sein“, so Simon Stanford, Leiter der Mobile-Abteilung bei Samsung UK. Der südkoreanische Mischkonzern ruht sich somit nicht auf den kürzlich erarbeiteten Lorbeeren aus, sondern pusht weiterhin in alle Richtungen, um die Rolle als Marktführer zu behalten. So unterstützt Samsung derzeit mit Android, Windows Phone 7 und Bada drei verschiedene mobile Betriebssysteme.

In einem Interview mit der Webseite „The Inquerer“ sagte ein Vertreter von Samung, dass man für das nächste Jahr einige Veränderungen erwartet. „2011 stand Android im Zentrum unserer Aufmerksamkeit.“ Nächstes Jahr wolle man dann nur mehr 66 Prozent der Geräte mit Android ausliefern, während Bada und Windows auf je 17 Prozent der Smartphones zum Einsatz kommen sollen. „Jedes [Betriebsystem] stellt einen vor die Wahl. Bada ist perfekt, da es parallel [zu Samsungs Smartphones] entwickelt wird und Bada für uns eine Strategie repräsentiert, die wir immer hatten.“

Bislang hätte man über 5,3 Millionen Downloads von Bada allein in Großbritannien verzeichnet. Weltweit wurden etwa 8 Millionen Geräte mit Samsungs hauseigenen Betriebssystem verkauft.

[The Inquirer]

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