Kurztest Netgear WNDR4500: Der schnellste WLAN-Router der Welt

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Der neue WLAN-Router Netgear WNDR4500 ist der schnellste Router, die wir je getestet haben. Einige kleine Macken hat er dennoch.

Netgear vermarktet seine WLAN-Router unter zwei verschiedenen Namen. Der WNDR4500 wird auch N900 genannt. Warum das so ist, lässt sich nicht genau sagen. Vielleicht ist es die Tatsache, dass das Gerät drei räumliche Datenströme zu je 150 Mbit/s mit seinen beiden Funkmodulen für den 2,4 GHz und 5 GHz-Bereich aufbauen kann. Drei mal 150 wären 450. Und zweimal 450 macht 900. Das ist natürlich Unsinn, denn die beiden Funkmodule können nicht über einen Client miteinander verbunden werden.

Der WNDR4500 ist erheblich schneller als der ältere WNDR3700 von Netgear, der nur zwei räumlichen Streams auf jeder seiner Frequenzbänder unterstützt. Im Nahbereich erreicht der WNDR4500 einen TCP-Durchsatz von 151 MBit/s auf dem 2,4-GHz-Band und erstaunliche 251 MBit/s auf dem 5-GHz-Band. Der WNDR3700 erreichte 84,3 MBit/s und 175 MBit/s.

Der Gigabit-Router des WNDR3700 ist jedoch schneller als der des WNDR4500. Der alte Router erzielte hier einen Durchsatz von 887 MBit/s im Vergleich zu 876 MBit/s. Die beiden USB-Anschlüsse sind ebenfalls langsamer als beim WNDR3700. Mit einer 500 GB Western Digital My Passport USB 3.0 erreichten wird zwar eine fast doppelt so schnelle Schreibgeschwindigkeit, doch beim Lesen war der alte WNDR3700 war deutlich schneller.

Netgear hat Browser-basierte Benutzeroberfläche vollkommen überarbeitet. Die Standard-SSID und das voreingestellte, individuelle Passwort für das 2,4-GHz-Funkmodul stehen auf der Geräteseite. Unseres war “magicalfire673”. Fügt man “- 5G” hinzu, erreicht man das 5-GHz-Netzwerk. Natürlich kann man die SSIDs und Passwörter ändern. Zudem lässt sich ein Gastzugang mit und ohne Passwort aktivieren, der wahlweise auch Zugriff auf das lokale Netzwerk hat.

Netgear hat mit Netgear Genie auch eine Clientsoftware ähnlich der Software Cisco Network Magic entwickelt, mit der die meisten Router-Einstellungen vorgenommen werden können. Damit lässt sich zum beispiel die Bandbreitennutzung überwachen oder eine Kindersicherung (auf Basis von OpenDNS) einrichten.

Die seltsame langsame USB-Leseleistung und das gegenüber dem Vorgänger etwas langsamere Gigabit-Ethernet sind die Schattenseiten des Routers, der ansonsten unsere uneingeschränkte Empfehlung erhält.

Der Netgear WNDR4500 soll Dezember 2011 für rund 190 Euro in den Handel kommen. [Michael Brown / Andreas Donath]

[Netgear]

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