In Euren Smartphones steckt künftig mehr Liquid Metal als im Terminator

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Forscher von IBM haben sich das menschliche Gehirn zum Vorbild genommen und mit Hilfe von Liquid Metal einen besonders effizienten Schaltkreis konstruiert. Insbesondere die Leistungsfähigkeit von Smartphones könnte das sprunghaft erhöhen.

Im Züricher Forschungslabor von IBM lässt man sich derzeit besonders gern von einer der ältesten Konstruktionen der Welt inspirieren – dem menschlichen Gehirn: “Das menschliche Hirn ist 10.000 mal dichter und effizienter als jeder heutige Computer. Es basiert darauf, dass Hitze und Energie gleichzeitig über ein hocheffizientes Netz von Kapillaren und Blutgefäßen transportiert werden”, so IBMs Bruno Michel gegenüber dem New Scientist.

Nun haben die IBM-Ingenieure hunderte Siliziumscheiben übereinander geschichtet, um dreidimensionale Prozessoren zu kreieren. Das ist nichts besonderes – Intels nächstes Jahr in Produktion gehende Ivy Bridge Chips basieren auf der selben Technik.

Allerdings hat IBM Kanäle zwischen den Scheiben eingefügt, durch die Liquid Metal – Vanadium, um genau zu sein – durch den ganzen Prozessor strömen kann. Dank seiner metallischen Eigenschaft kann Liquid Metal geladene Partikel transportieren, die den Chip antreiben. Während das Vanadium seine Ladung abgibt, absorbiert es Hitze und wird so zugleich zum Kühlmittel.

Das Ergebnis? Deutlich effizientere und zugleich kühle Chips mit minimalem Raumbedarf. Da wird selbst HTCs Leistungsmonster Zeta mit seinen 2,5 GHz blass gegen aussehen. [Jamie Condliffe / Tim Kaufmann]

[New Scientist; Bild: williamcho]

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  1. Kommt Ihr eigentlich hierher wegen der Meldungen oder weil Ihr das Staatsexamen als Deutschlehrer nicht gepackt habt und Euch nun langweilt?

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