Kurztest: Victorinox-Taschenmesser mit AES und Fingerabdruckscanner

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Das Victorinox-Taschenmesser Presentation Master ist nicht nur mit klinge, Schere und Feile ausgestattet. Im Inneren schlummern bis zu 32 GByte Flashspeicher, ein Laserpointer, eine Fernsteuerung und ein Fingerabdruckscanner, der den Blick auf eure Daten freigibt. Versucht ein Unbefugter an euere Daten zu kommen, zerstören sie sich selbst.

Das Taschenmesser Victorinox Presentation Master ist eigentlich ein USB-Stick mit Klinge. Die Daten des zwischen 8 und 32 GByte fassenden Geräts sind mit AES verschlüsselt (256 Bit). Der Presentation Master kann auch mit seinen Bedienknöpfen eine PowerPoint- Präsentationen aus der Ferne auf dem Notebook steuern. Dazu ist ein Bluetooth-Modul integriert.

Das Messer ist für alle gedacht, die viel auf Reisen sind und dabei Daten mit sich herumschleppen, die nicht in die falschen Hände fallen sollten. Wer gleichzeitig noch unterwegs präsentiert, ist mit dem Victorinox-Taschenmesser Presentation Master gut bedient.

Der USB-Stick ist abnehmbar und kann auch einzeln verwendet werden. So kann der Flugreisende seinen Datenstick als Bordgepäck mit sich führen, während das Messer in das Aufgabegepäck wandert.

Was uns gefällt

Der Laser der Klasse II ist hell genug, um auch noch in einem größeren Raum aus einer Distanz von 10 Metern sicher die Tafel zu treffen. Die PowerPoint- Steuerung erfolgt mit Hilfe eines Schiebers, der wahlweise vor- oder zurückblättert.

Der biometrische Fingerabdruckscanner gibt nach erfolgreicher Kontrolle den Zugang auf den geschützten Teil des Datenspeichers frei. Dort kann man zum Beispiel Bookmarks, Dokumente und Medien ablegen. Sollte wirklich jemand versuchen, die Hardware-Verschlüsselung zu umgehen, löscht der Stick die Daten automatisch.

Was uns nicht gefällt

Leider kostet das Victorinox-Taschenmesser Presentation Master schon in der 8 GByte-Version rund 130 Euro.

Die Ersteinrichtung der Sicherheitsfuntion ist recht langwierig. Der Anwender muss zunächst die fünf Finger der Hand registrieren, damit er das Gerät in Betrieb nehmen kann. Am Anfang muss man sich erst an die Wischbewegung gewöhnen, die man dazu auf dem Sensor vollziehen muss. Die dafür notwendige Software läuft nur unter Windows – Linux- und Mac-Anwender haben das Nachsehen.

Fazit

Das Taschenmesser Presentation Master von Victorinox braucht nur derjenige, der wirklich Präsentationen durchführt und viel in der Weltgeschichte herumreist. Ansonsten sind die Taschenmesser mit einem geringeren Funktionsumfang und Datenspeicher empfehlenswert, die Victorinox ebenfalls im Angebot hat. Ihnen fehlt allerdings auch die Sicherheitsfunktion.

Übrigens: Die Idee mit dem abgeschnittenen Finger funktioniert hier nicht. Der Sensor prüft die Sauerstoffsättigung des Blutes, das durch den Finger fließt.

[Andrew Tarantola / Andreas Donath]

[Victorinox]

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  1. Fingerabdrucksensoren sind Snake Oil und bieten genau keine Sicherheit in Fall der “Idee”.

    Sicherheit ist immer nur so gut wie das schwächste Glied in der Kette. In diesem Fall ist es die Person, die noch an dem von Blut durchflossenen Finger dranhängt. Hat man die Macht, ihn einerseits abzuschneiden, und nützt einem das nichts, weil der Sensor dann nicht mitspielt …

    … hindert einen andererseits nichts daran, die Person dazu zu “überreden”, ihren lebenden Finger über den Sensor zu führen.

    1. dann könnte man aber auch einfach die Person “überreden” beispielsweise das Passwort zu verraten oder einem die Daten gleich schicken zu lassen..
      Wenn man die gewalt über eine zugriffsbefugte Person hat ist es eigentlich grundsätzlich nicht allzu schwer etwas zu “knacken” :)

  2. Und warum steht dass der USB Stick abnehmbar ist und somit optimal für Flugreisende ist unter “Was uns nicht gefällt”?
    Ganz einfach weil hier wieder einmal fremder Text einfach Kopiert und unsinnig unterteilt wurde >,<

    Urgerberrechtsverletzung vom Feinsten … Wieder einmal.

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