Pearl USB-Scanner Somikon SC-420: Digitalen Büchernachschub selbermachen

Pearl-Scanner

Wer den Inhalt seines Bücherregals auch auf dem E-Book-Reader nicht missen möchte, musste bisher meist in den sauren Apfel beißen und sich alle Texte via Download neu beschaffen. Der neue Scanner von Pearl will da Abhilfe schaffen.

Anders als herkömmliche Scanner ist der Somikon SC-420 eigens dazu entwickelt worden, Bücher mittels Digitalkameratechnik im Schnellverfahren einzuscannen. Wie zügig das Gerät tatsächlich arbeitet, ist noch nicht bekannt. Laut Hersteller soll es aber „fünf mal schneller“ als herkömmliche Scanner arbeiten. Die im Paket enthaltene Software zaubert aus den Scans anschließend via OCR einen lesbaren Text.

Die maximale Auflösung der gescannten Seite beträgt 1600 x 1200 Pixel.

Der SC-420 USB ist bei Pearl für 69,90 Euro zu haben.

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  1. Ich habe genau dieses Gerät vor kurzem wieder an Pearl zurück gesandt. Die Bildqualität ist äußerst Bescheiden, um es mal mild auszudrücken. Im waagrechten Arm des “Scanners” sitzt eine Lichtschwache Kamera, die von einer Lichtschwachen LED als “BLITZ” unterstützt werden soll. Dies führt zu stark verrauschten “Scan” Ergebnissen und dunkel abgegrenzten Eckbereichen. Nun Ja, ein Handy Photo des zu scannenden Objekts ist die qualitativ Hochwertigere Alternative. Und die Software ist der HIT, da kamen wieder schöne Erinnerungen an die Zeit mit Windows 98 in mir auf.

    Im übrigen gibt es da eine iPhone app Namens Genius Scan.

    Immerhin hat Pearl die Versandkosten der Retour übernommen.

  2. Um fest zustellen ob das Ding von einem Mac unterstützt wird, muss man schon die Treibersoftware runterladen, da in der Beschreibung ja keinerlei Hinweis zu unterstützden OS vorhanden ist. Typisch Pearl….

  3. Das Gerät selbst macht einen gut verarbeiteten Eindruck und wirkt sehr stabil. Die mitgelieferte Matte ist rutschfest und untersützt bei der Ausrichtung von DIN A5, B5 und A4.

    “Scanner” erscheint mir aber nicht als der richtige Begriff für das Gerät. Tatsächlich handelt es sich dabei in der Tat um einen CMOS Sensor, der entsprechend so funktioniert, wie man das von Digital Kameras oder Webcams her kennt. Natürlich ist das Gerät damit deutlich schneller als ein regulärer Flachbettscanner. Während bei dem nämlich eine Abtasteinheit über das Dokument fährt (und dafür halt seine Zeit braucht), wird hier das Dokument als Ganzes auf einen Klick erfasst.

    Die Qualität lässt allerdings zu wünschen übrig. Es gibt keinen Autofocus; die Schärfe der Kamera muss über ein schwergängiges Zahnrad nahe dem Sensor manuell justiert werden. Als Abgleich dient dazu ein Life-Videostream in der Software selbst.

    Dort gibt es auch einen Button mit der Beschriftung “OCR”. Laut Handbuch soll damit der erkannte Text direkt nach Word übertragen werden. Kein Wort davon, dass man Word benötigt. Und in der Tat passiert bei mir gar nichts. Der OCR Vorgang läuft zwar augenscheinlich durch; aber das war’s auch schon. Word 2010 öffnet sich nicht. In der Zwischenablage ist auch nichts. Nirgends anders erscheint irgendein Ergebnis.

    In einem schlecht ausgeleuchteten Raum ist die Bildübertragung gelinde gesagt mies. “Grizzelig”, dunkel, kaum zu erkennen. Fotos lassen sich so schon einmal gar nicht “einscannen”. Bei einer Deckenbeleuchtung kommen zudem starke Reflektionen zum Tragen. Die eingebaute LED hat keine sichtbare Auswirkung; von einer Bildverbesserung mal ganz zu schweigen. Ich kann mir vorstellen, dass sich das Ergebnis positiv beeinflussen lässt, wenn man eine starke Lichtquelle mit einem Diffusor verwendet.

    Bücher einzuscannen halte ich für halbwegs sinnbefreit, da es meistens nicht möglich ist, eine Seite flach aufzuschlagen, ohne dass sie sich in einem Bogen wellt. Leider habe ich keine Vorstellung davon, wie gut die OCR in der Lage ist, diesen Effekt auszugleichen (was einige Programme ja können).

    Fazit:
    Mangels funktionierender OCR bringt mir das Gerät als Dokumentenscanner zunächst einmal gar nichts. Dank schlechter Bildqualität eignet es sich für mich auch nicht, um schnell Fotos “einzuscannen”. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass es sich sehr gut dafür eignet, um z.B. Videos für Youtube aufzuzeichnen, wie man z.B. Origamis faltet oder um Dinge auf einem Beamer einem Publikum zu präsentieren.

    In sofern eignet es sich bestimmt ganz gut für den Unterricht oder bei Präsentationen und wie gesagt für bestimmte Typen von Videos auf Community-Platformen. Aber das war es dann auch schon. Je nachdem, ob man diesen Nutzen für sich erkennt, kann das 69 Euro zzgl. Versand wert sein.

    Will man tatsächlich Dokumente digitalisieren, ist ein Flachbettscanner für einzelne Papiere tausendmal besser geeignet und wenn es um Bücher geht, hält man lieber Ausschau nach einem speziellen Buchscanner.

  4. Wegen den 69 Euro haben wir den SC-420 auch getestet – Hintergrund: Ich habe satte 8x soviel für ein “vergleichbares” Produkt bezahlt! Da wird man unsicher… Fairerweise muss ich zu meinem scanner (sceye) sagen – zwar gleiches Prinzip, aber gute Umsetzung der Idee. Hatte 2007 ein altes sceye Modell mit dem ich (vor allem mit der damaligen SW Version 1punkt irgendwas oder so – AHHHH) nicht wirklich warm geworden bin. Letzes Jahr Mai wurden wir vom Hersteller angeschrieben ob wir nicht das alte Ding in Zahlung geben wollen und “günstig” nen neuen kaufen. Haben wir gemacht – guter Tausch (zu empfehlen) mit vertretbarem Kostenaufwand. Soviel ich weiß macht sceye auch Inzahlungnahme von Geräten anderer Hersteller. Konditionen weiß ich aber nicht. Insges. wegen Preis, Software und dem angebotenen Telefon(!)Support (den ich beim Kauf natürlich mit bezahlen darf…) aber eher ein Pro Gerät.

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