Höhere Urheberrechtsabgaben auf externe Festplatten gefordert

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Um bis zu 200 Prozent sind die Festplattenpreise durch die Flutkatastrophe in Thailand in den letzten Wochen gestiegen. Nun könnten die Preise, insbesondere für externe Festplatten, bald noch weiter steigen. Die Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ) hat vor kurzem nämlich ihre Tarife zur Pauschalabgabe für externe Festplatten veröffentlicht.

Seit mehreren Jahren bereits erhebt die ZPÜ von Herstellern verschiedener Geräte und Speichermedien eine pauschale Abgabe, welche einen Ausgleich für etwaige Privatkopien von Musik-CDs, Filmen oder Büchern darstellen soll. Betroffene Hersteller legen diese Kosten in den meisten Fällen jedoch eins zu eins auf die Kunden um.

Die aktuellen Forderungen der ZPÜ sehen eine, je nach Platten-Typ unterschiedliche, Abgabe zwischen 5 und 34 Euro pro Gerät vor. Mit geplanten 5 Euro kommen HDDs mit LAN-Anschluss und einer Kapazität von unter einem TeraByte noch relativ günstig weg. Auch die Gebühren für externe Festplatten mit USB-Anschluss, welche, abhängig von ihrem Speichervermögen, zwischen 7 und 9 Euro betragen würden, sind noch verhältnismäßig gering. Teurer wird es bereits für Netzwerk-HDDs mit mehr als einem TerraByte an Speicher. Für sie müssten Hersteller 17 Euro an Abgaben hinlegen. Besonders betroffen von den neuen Tarifen wären jedoch Multimedia-Festplatten, welche direkt an ein TV-Gerät oder eine HiFi-Anlage angeschlossen werden können und über eine integrierte TV-Empfangseinheit verfügen. Ganze 34 Euro beträgt hier die geforderte Urheberrechtsabgabe. Bei fehlender TV-Empfangseinheit sind es immerhin noch 19 Euro

Importeure und Hersteller externer Festplatten wurden mittlerweile auch schriftlich über die fälligen Abgaben informiert. Da aber Verhandlungen zwischen den deutschen Verwertungsgesellschaften und den verschiedenen Branchenverbänden ergebnislos abgebrochen wurden, wird die ZPÜ wohl versuchen ihre Ansprüche über den juristischen Weg durchzusetzen.

[via heise]

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  1. Was ein Witz, man darf Urheberrechtsgebühren abdrücken, aber „eigentlich“ NICHTS auf die Platte kopieren, da ja FAST alles Kopiergeschützt ist und den Kopierschutz zu umgehen ist ja verboten….. nur Geldmacherei…

    Wenn ich dafür Abgaben abdrücken muss, will ich auch den Kopierschutz aushelbeln dürfen.

  2. Ich finde diese Gebühren sind mehr als Fragwürdig, einerseits ists Verboten geschützes Material zu vermehren andererseits dann aber Trotzdem geld dafür abzocken, das ist in Etwa so als würde der Staat den Headshop steuern fürs kiffen auf die Bongs und Papers legen.

    1. „das ist in Etwa so als würde der Staat den Headshop steuern fürs kiffen auf die Bongs und Papers legen.“

      Erhm… Der Staat besteuert das Kiffen bereits indirekt durch Erhebung von Mehrwertsteuern auf Bongs und Papers.

      1. Da hast du recht allerdings wär das ganze noch komischer wenn es eine Offizielle Marihuana steuer geben würde (vergleichbar mit den Pauschalen auf die Festplatten) obwohl es verboten ist.

  3. Ohne Gegenleistung Geld scheffeln am laufenden Band, dann noch gelegentlich die gebühren anheben, und zwar saftig… schon zwingt man die Endkunden regelrecht, die deutschen Händler links liegen zu lassen und seinen Kram im Ausland zu ordern. Aber lasst mich raten: das wird dann bald zwangsversteuert, verschwindet plötzlich auf dem Versandweg oder wird unter Strafe gestellt. Aber Politiker gegen Zahlung von (für diese Person PEANUTS) 20.000 EUR straffrei stellen, keinerlei Eintragung in das Führungszeugnis, keine Vorstrafe, alles bestens in DE… ODER?!

  4. Durch die richtig krasse Besteuerung für Geräte, die über eine integrierte TV-Empfangseinheit verfügen wird das Ziel doch klar.
    Nach Abzocke durch die GEZ ( mit dem neuen Haushalts-Abzocker-Gesetz ), sowie den Kabelbetreiber will nun auch noch Vater Staat direktemang abkassieren.
    Nach den Zuschlägen fuer Flüge, jetzt die Festplatten, geht der Trend ganz eindeutig ( nach Abzug der MwSt ) in Richtung Drittabgabe.

  5. Mal davon abgesehen, dass der Grundgedanke recht abwegig ist – wenn ich urheberrechtlich geschütztes Material kopiere, z. B. eine Musik-CD, schade ich damit doch vor allem (wie sehr lässt sich natürlich diskutieren, ist aber ein anderes Thema) den Künstlern und deren Plattenfirmen. Wieso soll ich da als Ausgleich dem Staat was zahlen? Überweisen die das dann weiter an Universal, Sony etc.? Korrigiert mich, falls ich falsch liege.

  6. Jedes Kind braucht seinen Namen egal ob GEZ, GEMA oder eben ZPÜ. Alle gleich, nur kassieren und das nicht zu knapp, für den Bau von Palästen und um den Vorständen die den ganzen Tag nichts tun außer uns zu gängeln, die Hosentaschen voll zu stopfen.

  7. Also die GEMA, diese Kopierschutzkacke……dieser Urheberrechtmist, früher hat man einfach auf Rec. bei seiner Kasette gedrückt und schon hatte man eine Kopie der CD die Kopie konnte man mitnehmen und es war nicht schade drum wenn sie kaputt ging, dann hat man nochmal eine Kasette aufgenommen.
    Das was heute passiert ist mehr als Überreglementierung, die Urheberrechtler denken das sie über allem, über allen Gesetzen und schon gar über dem Bürger stehen. Dank EU-Gerichtshof haben sie aber vorerst mal ne Bremse in ihrem Tatendrang bekommen :), wäre ja auch noch schöner wenn die jeden überwacht hätten…….nicht das der unerlaubt mit seinen Kindern ein Kinderlied singt, dieses bei Youtube veröffentlicht und die GEMA dann das Video sperrt und die Familie in den Knast steckt^^

    Wie oben schon geschrieben sind es diese nicht zu verstehenden Zwangsabgaben, die dem Bürger sauer aufstoßen und zu verdrossenheit gegenüber dieser Institutionen führen.

  8. Eines haben die schlauen Kerlchen von ZPÜ übersehen. Wenn ich mir eine interne Festplatte kaufe und sie in ein NAS stecke. Dann hab ich auch eine externe Festplatte mit LAN Anschluss, muss aber keine Gebühren zahlen.
    Oder hab ich da was falsch verstanden?

  9. @anonym
    haben sie doch schon oft genug?! o.O

    @topic
    wie sinnlos ist bitte diese abgabe?
    WTF

    ich bezahle für etwas geld was ich tuen könnte.
    zur hölle?
    das ist wie wenn man mich verhaftet, weil ich ja mal irgendwann einen lolli aus einem laden klauen KÖNNTE.

    wie dumm ist das?
    wie kann sowas legal sein?

  10. Vereinfachen wir das ganze doch und erheben eine einmalige Pauschalsteuer in Höhe von, sagen wir mal 5000€ bei Geburten. Damit sollten im Schnitt alle Urheberrechtsverstöße abgedeckt sein, die der neue Erdenbürger eventuell, vielleicht unwahrscheinlicherweise begehen könnte.
    ;-D

  11. Ich finde es schon schwierig mit dem vermehren von Musik und Filmen. Deswegen sind solche Lösungen wie Spotify eine tolle Lösung für alle. Jeder bekommt etwas ab und alle haben Spaß an der tollen Musik.

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