Neue Zielobjekte für militärische Schießübungen

dd2b47c638b177be6f70d27edeee7cdc

Seit Jahren benutzt das Militär beim kampforientierten Schusstraining stationäre oder plötzlich auftauchende Ziele, doch diese simulieren nicht die wirklichen Bewegungen des Feindes. Sie sitzen einfach da und warten darauf, erschossen zu werden.

Die neuen Zielobjekte, die für das amerikanische Marine Corps entwickelt wurden sind anders, sie bewegen sich, verhalten sich und reagieren wie echte Kämpfer. Auf den ersten Blick sehen die Smart Targets aus wie Schaufensterpuppen auf Segways. Aber sie sind auch so viel mehr: autonom, programmierbar und reaktionsschnell. Mit Hilfe eines Laptops und einer eigenentwickelten GUI können bestimmte Übungsszenarien mit vorprogrammierten Bewegungen abgespielt werden.

Den Dummy gibt es in zwei Varianten: den T20 mit zwei und den T40 mit vier Rädern. Aufrecht stehend sind sie ca. 1,80m groß und bewegen sich genauso schnell wie Menschen. Der T20 ist direkt auf ein gepanzertes Segway gebaut worden. Wenn ein tödlicher Schuss registriert wurde, lässt der T20 den Dummy fallen und die anderen T20er reagieren schnell auf die Situation und suchen Deckung.

Der T40 ist die Offroad-Version davon. Er hat doppelt so viele Räder und einen mächtigeren Motor, um Schmutz, Kies, Gebüsch und Gras bezwingen zu können. Ein eingebautes GPS-Gerät und ein Laser-Entfernungsmesser stellen sicher, dass der T40 nicht gegen Hindernisse wie Bäume fährt. Sein Sensor kann auch zwischen Kopf-, Wirbelsäulen- und Körperschüssen unterscheiden.

Acht dieser Geräte wurden jetzt für Schießübungen nach Quantico in Virginia geliefert. Sie wurden von der australischen Firma Marathon Targets entwickelt und vom US Foreign Comparative Testing Programm zugelassen. Der Preis beträgt auch nur 57 Millionen Dollar. [Andrew Tarantola/Helene Gunin]

[via The Register]

Tags :

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising