So geht’s: iTunes Match in Deutschland nutzen

itunes-match

Mit iTunes Match hat Apple vor kurzem einen ganz nützlichen Dienst vorgestellt. Leider ist der Service zumindest offiziell vorerst nur in den USA zu haben. Mit etwas Klickarbeit und einem kleinen Trick können aber auch Nutzer hierzulande iTunes Match schon nutzen. Und das funktioniert so:

Mit iTunes Match könnt ihr eure komplette Musiksammlung auf die Server von Apple laden und diese dann überall dort hören, wo ein Internetanschluss vorhanden ist. Voraussetzung dafür ist aber ein PC/Mac mit installierter iTunes-Software oder ein Gerät mit iOS 5 (iPad, iPhone, iPod Touch). Bis hierhin ist iTunes Match nichts Neues. Das Besondere ist die Matching-Komponente: iTunes scannt den kompletten Bestand eurer digitalen Musik und versucht zu erkennen, um welche Lieder es sich handelt. Gelingt dies (sollte in den meisten Fällen funktionieren), muss der Song nicht zeitraubend hochgeladen werden, sondern wird einfach von Apple bereitgestellt. Das klappt auch wunderbar mit MP3s, die ihr gar nicht im iTunes Store gekauft habt. Böse Zungen behaupten, dass der Dienst dazu missbraucht werden kann, Raubkopien zu legalisieren: Einmal durch iTunes Match gejagt, wird aus dem illegal beschafften Lied ein offizieller Apple-Download. Aber das ist natürlich nicht Sinn und Zweck der Sache. Viel interessanter finde ich, dass man so Songs in schlechter Qualität in AAC-Dateien mit 256kbit/s verwandeln kann.

Offiziell bietet Apple den Service derzeit nur in den USA an. Einem zeitnahen Start in Deutschland stehen mal wieder Lizenzverhandlungen entgegen. Mit zwei kleinen Tricks geht es aber trotzdem auch hierzulande – schon jetzt:

In zwei Schritten zu iTunes Match
Legt euch zunächst ein US-amerikanischen iTunes-Konto an. Das ist relativ simpel: Klickt in iTunes (mindestens Version 10.5.1) auf „iTunes Store“ und scrollt ganz nach unten. Klickt hier auf die Deutschland-Fahne und wählt stattdessen „United States“ aus. Sucht euch nun im App Store eine kostenlose App aus und klickt auf den Button „Free App“ unter dem Icon. Jetzt werdet ihr nach euren Login-Infos gefragt, klickt stattdessen aber auf „Neues Konto erstellen“. Ihr durchlauft den Anmeldeprozess wie gewohnt. Wichtig: Als „Payment Type“ wählt ihr „None“ aus, und die „Billing Address“ muss eine US-Anschrift sein. Eine solche Adresse findet ihr ganz leicht per Google Maps. Auch die Telefonnummer muss dem US-Format entsprechen: Drei Ziffern als Vorwahl, sieben Ziffern als eigentliche Nummer. Klickt abschließend auf „Create Apple ID“ und auf den Link in der Bestätigungs-Mail, die wenig später in eurem Postfach landet.

Für den zweiten Schritt ist eine Kreditkarte aus den USA erforderlich. Ohne US-Karte gibt es derzeit kein iTunes Match. Allerdings haben die wenigsten Leute in Deutschland solch eine Kreditkarte. Die Lösung: Im Web gibt es Anbieter, die so genannte Prepaid-Kreditkarten aus den USA verkaufen. Damit funktioniert das Freischalten von iTunes Match ebenfalls. Ich habe meine Karte unter www.buyfrompowerseller.com/us-prepaid-credit-gift-card gekauft. Die 25-Dollar-Karte für 37,98 Dollar reicht aus, da iTunes Match 24,99 Dollar pro Jahr kostet. Der Anbieter akzeptiert auch PayPal als Zahlungsmethode. Wenige später erhält man seine Kreditkartendaten (Kreditkartennummer, Ablaufdatum, Sicherheitscode) per E-Mail. Klickt nun in iTunes auf „iTunes Match“ und auf „Subscribe for $24,99 Per Year“. Meldet euch mit eurem neuen US-Account an, gebt die Kreditkarten ein und klickt auf „Done“. Damit habt ihr iTunes Match freigeschaltet.

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  1. Wäre ja ganz schön, aber die Sache mit irgendeiner Adresse angeben und dann noch eine ausgedachte Telefonnummer ist ganz einfach Betrug, und wenn es sich dann noch “zufällig” um eine tatsächliche Adresse oder Telefonnummer von irgendjemand handelt der nichts davon weiß umso schlimmer. Solche Vorschläge sollte sich eine “seriöse” Website meiner Meinung nach nicht erlauben. Wenn iTunes Match in Deutschland noch nicht funktioniert muss man eben wohl oder übel abwarten.

  2. Aber ist man dann mit dem US-Store Account angemeldet, so kann man doch seine „legal“ erworbenen Einkäufe aus dem deutschen Store inkl. aller Apps nicht nutzen, oder?

    Oder hat iTunes-Match eine eigens einstellbare Login-ID (vergleichbar mit iCloud)

  3. Straftat klingt schon etwas hart…
    Ich würde hier eher „Anstiftung zu einem strafrechtlichen Vermögensdelikt“ wählen. Da man auf der Seite hier auchnoch Werbung schaltet, könnte man das ganze auchnoch Gewerbsmäßig einstufen.
    Naja, diejenigen, die das hier verfasst und letztendlich freigegeben haben, werden sich der möglichen rechtlichen Kosequenzen schon bewusst sein, oder etwa nicht?

  4. Da kommen die Gutmenschen wieder aus ihren Doppelhaushälfen gekrochen, um mit dem dicken Zeigefinger auf andere zu zeigen … und sich nachts Gigabyte an Pornos illegal herunterzuladen! *scheinheilig*

    1. Mit Scheinheiligkeit hat das wenig bis garnichts zu tun…
      Jeder ist selbst für sein Handeln verantwortlich, wenn ich mir privat ein paar Filmchen oder Lieder ziehe, ist das eine Sache, aber wenn ich hier auf ner kommerziell aufgestellten Seite ne Anleitung zum gemeinschaftlichen Betrug abdrucke, hat das (besonders für den V. i. S. d. P.) ne ganz andere Tragweite…

  5. Wo ist das Problem?
    Über bongous.com z.B. bekommt man legal eine US Adresse nebst Telefonnummer, an die man sich sogar Waren schicken lassen kann.
    Geschenk Kreditkarten werden von AMEX oder Visa auch ganz legal an Jedermann verkauft.
    Warum sollte es ein Problem sein, sich damit dann eine Apple ID zu erstellen.
    In den AGB steht jedenfalls nicht, dass man hierfür die US Staatsbürgerschaft haben muss.

    Also wer keine Ahnung hat sollte besser mal den Ball in Sachen Betrugs- und Stratftatsvorwürfen sehr flach halten.

    Ich praktiziere iTunes Match auch diese Weise seit dem Launch absolut problemlos, selbst die 2 verschiedenen Accounts sind unproblematisch (auch im deutschen Store gekaufte Musik wird ins US Match integriert)

    Heinz

  6. bongous.com stellt eine Lieferadresse zur Verfügung, das ist rechtlich auch i.O.
    Nur wenn du so ne Adresse als Rechnungsadresse angibst, ist das einwandfreier Betrug. Im Endeffekt hat der Nutzer nix zu Befürchten, aber es gibt genug geldgeile Anwälte, die auf ne Steilvorlage wie den Artikel hier nur warten…

  7. Es ist unfassbar, was einige apple-Fanatiker alles anstellen, um sich nochmehr an apple auszuliefern. Schon bald wird zu lesen sein, wie die ersten Anwälte user im Namen der Musikindustrie verknacken.
    Demnächst kann man bestimmt beantragen, dass apple die Vormundschaft über einen übernehmen kann. Aber auch das würde einen hype auslösen.
    Ich hoffe nur, irgendwann bekommen die User mit, was passieren kann, wenn man alle, aber absolut alle seine Daten einem gewinnorientierten Konzern ausliefert. Geheimdienste brauchen für sowas unmenschliche Methoden, apple nur software ;-)

    1. Du scheinst ja echt ein Problem mit Apple zu haben… Du nennst Dich sonst nicht vielleicht SvenC?
      Wenn Du übrigens den Namen Apple gegen z.B. Google oder Amazon austauscht, passt der Text genauso gut (m.E. sogar noch besser).

  8. Ich würde behaupten, es handelt sich hier um eine rechtliche Grauzone mit der Adresse von bongous.
    Sehr fragwürdig ist es, sich irgendeine Adresse aus Google-Maps zu kopieren.
    Jeder muss selber wissen, was er da tut.

  9. wie sie alle plötzlich seriös wirken wollen und sich empören über illegale machenschaften im Internet.
    Bildleser die sich für seriös und anständig halten und noch nie ein song illegal heruntergeladen haben oder ihr iPhone gejailbreaked haben geschweige denn sich ein film bei kinox.to angeshcaut haben.
    ICH HEUCHLER

  10. Meine Freunde, beruhigt euch doch erstma und lest die AGB von Apple ;)
    Wenn da nicht explizit drin steht dass man die eigene Adresse angeben muss ist das zumindest nach Deutschem Recht nicht straftbar, im schlimmsten Fall kommt es zur Auflösung des Vertrages, wer mir mit Paragraphenverweis das Gegenteil beweisen kann dem back ich ein Eis ;)

  11. der Aufwand ist unnötig. Heute wurde bekannt, dass die Gema einen neuen Vertrag aufgesetzt hat, der erlaubt Streaming Angebote in Deutschland zu nutzen. iTunes Match wird also bald legal hier verfügbar sein.

  12. Ich verstehe das Problem der User hier überhaupt nicht!
    Anleitung zum Betrug! Ihr habt sie doch nicht alle. Wen betrügt man denn um was?

    Es geht um einen Service, der ja auch bezahlt wird! Ich habe 100 CD’s hier. Wenn ich diese per Match verfügbar machen möchte, schade ich nicht den Musikern und ich schade auch Apple nicht.

    Apple wird es auch nicht stören, wenn wir uns auf Umwegen aus DE anmelden! ;-) Es bringt ja Umsatz!

    Die einzigen, die es stören wird, sind solche Vereine wie die Gema! Aber das sind die selber schuld! Die hätten sich ja bemühen können und es würde schon Verhandlungen mit Apple geben.

  13. Also mit diesem Verkäufer habe ich eine sehr schlechte erfahrung gemacht, wo im Artikel erwähnt wird (www.buyfrompowerseller.com) ! Warte nun seit 4 Tagen auf den Code und es hat sich nichts getan! Nicht mal dann, wenn man den Verkäufer über Skype oder Yahoo anschreibt! Geschweige über die Homepage vom Verkäufer über Contact nachfragt! Ich würde bei diesem nie mehr etwas kaufen und auch niemanden weiterempfehlen! Habe inzwischen bei PayPal ein Konflikt ausgelöst! Es wurde von Seiten Paypal inzwischen als abgeschlossen bezeichnet aber der Verkäufer hat noch nicht mal das Geld zurück bezahlt für die i Tunes Cards, wo ich bezahlt hatte!

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