Ridley Scott: Filme streamen nicht vergleichbar mit Kino oder Blu-ray

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Der bekannte Regisseur Ridley Scott schrieb kürzlich in der Huffington Post einen Artikel darüber, wieso das Streamen von Filmen immer noch den physischen Medien wie Blu-ray weit unterlegen ist.

Er ist der Ansicht, dass wir so schnell von der neuen und bequemen Streamingmethode gelockt werden und dabei vergessen, dass diese keine ausgezeichnete Video- und Tonqualität liefern kann. Für Scott übertrumpft das Filmerlebnis die Bequemlichkeit jederzeit. Was kann man von einem Regisseur sonst erwarten? Offensichtlich muss man ins Kino gehen, um einen Film so zu sehen, wie der Filmemacher es beabsichtigt hat. Was das Filmerlebnis zuhause angeht, schwört er auf Blu-ray.

Das Streamen mag in bestimmten Situationen „gut genug“ sein, doch Scott hat recht. Dabei geht eine Menge verloren. Der Grund dafür ist die Kompression. Theoretisch gesehen gibt es keinen Grund, wieso ein gestreamter Film nicht genauso hochqualitativ sein kann wie bei Blu-ray. Der einzige Engpass ist der aktuelle Stand des Breitband-Internets.

Um die Qualität des Originals möglichst genau zu reproduzieren, haben Blu-ray Filme eine Bitrate von 42Mbps. Auf der anderen Seite haben HD-Filme auf Plattformen wie Netflix eine Bitrate von nur 3,8 Mbps. In anderen Worten beinhalten diese Filme rund 1/10 der Bildinformationen des Originals. Solange wir zu Hause noch keine ultraschnelle Internetverbindung mit 100Mbps haben, wird es auch dabei bleiben.

Ridley Scott sagt, dass „physische Medien noch einige Jahre bestehen werden und erhalten werden müssen, weil es noch keine bessere Alternative gibt“. Wahrscheinlich hat er recht. DVDs weichen nun der Blu-ray-Disc, aber es wird lange dauern, bis das Streamen Blu-ray verdrängt. Doch bei schlechten Filmen, die man betrunken um 4 Uhr morgens ansieht, gibt er zu, dass das Streamen dabei durchaus funktioniert. [Brent Rose/Helene Gunin]

[via Huffington Post]

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  1. Die Menschen haben sich auch mit mp3 und musikstreaming angefreundet. Der Normalverbraucher sieht und hört den Unterschied nicht. Hauptsache es steht HD drauf.

    1. So ein quatsch, jeder der mp3 zum Musikhören benutzt hat einfach auch kein Musikgehör… der unterschied von CD zu wma (verlustfrei) zu mp3 (5XXkbps) ist frapierend… Für den Normalen Pop-Charts hörer mag es ja stimmen, dass 128kbps (I-Tunes und andere downloads) reichen, aber das sind ja auch Menschen die wohl auch mit Mono auf beiden Kopfhöreren (L+R) zufrieden wären…. Als Musiker und Cineast kann ich Ridley nur zustimmen… Es geht nichts über unkomprimiertes Bild und Tonmaterial, aber wenn die „alte“ eh nebendran am quatschen/staubsaugen ist, reicht auch ein streaming um sie zu übertönen.

      1. Darum sag ich ja, „es liegt im Auge/Ohr des Betrachters ;)“ da es jeder unterschiedlich aufnimmt. Ich produziere z.B. auch selbst Musik und lege auf und habe einige Erfahrungen im Zusammenhang mit PA gemacht.
        Von daher kann ich dir da sogar zustimmen, denn viele Kodierverfahren beinhalten neben der Komprimierung nach psychoakkustischen Modellen weitere Komprimierverfahren.
        Dennoch muss man auf der anderen Seite auch sagen, dass Kodierverfahren nach diesen Modellen so gestaltet sind, dass ein normalsterblicher bestimmte Teile eines Signals nie hören kann, solange das Signal nicht aufwendig aufgeteilt und/oder anderweitig verarbeitet wird. Das wäre nämlich so, als würdest du sagen, du kannst Röntgenstrahlung sehen, ist aber nicht möglich.
        Davon abgesehen ist doch die Frage, was noch unter „Original“ zu verstehen ist, denn es hängt einerseits vom Aufnahmeverfahren ab und andererseits von der Art und Weise, wie Daten gespeichert werden.
        Wird ein Stück digital aufgenommen, so ist dieses bereits komprimiert, bzw. von einer Analog-Aufnahme bereits abweichend. Und ich spreche dabei auch von „Super-Duper-HD-Aufnahmen“.

        Und ich wette das kaum einer den Unterschied zwischen 96khz und 192khz heraushören wird.

      2. tickst du noch richtig junge? „jeder der mp3 hört hat keinen musikgeschmack“. komm mal bitte klar auf dein leyben, dann kannste weiterkommentieren. nicht jeder kann sich den scheiß leisten, der dafür nötig ist, musik und film in solch einer quali zu genießen.

        ich mag filme und liebe musik und werde immer bei mp3 bleiben, solange es kein gechillteres format gibt. gute quali zu kleinem datenvolumen.

        ne musikcollection in wav oder flac oder sonstwas ist nicht drinne wegen der speicherkapazität, geschweige denn das geld für eine anlage, die das auch nur im entferntesten angemessen wiedergeben kann. wenn das möglich wäre, gerne, wieso nicht ich stehe auch auf qualität. aber gleich zu sagen, das diejenigen, die diese quali NICHT verlangen und sich mit weniger zufrieden geben, keinen musikgeschmack haben, ist einfach nur hochgradig geistesgestört. arbeite dran. wird schon.

        ob die quali abnimmt durchs kopieren und converten..? ja. und jetzt!?!?!?!?!?! das gehört dazu. aber nein, wer sowas macht sollte ins gefängnis, oder darf sich nicht „musiker“ oder „cineast“ nennen. aaalter.. wie gesagt, komm klar auf dein leben. ich versuchs auch.

  2. filme, die durch inhalt und drehbuch glänzen, können auch per stream noch genossen werden. filme, die nur duch bildgewalt und effekte funktionieren…. können dies nicht die aussage ist also viel zu pauschal und legt nahe, dass inhalt und drehbuch weniger zählen, als effekte und bildgewalt ;-)

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