Spioniert Euch Euer Kindle bald aus?

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Dass Software, die heimlich den Standort ihres Nutzers aufzeichnet, ein Problem ist, wissen wir nicht erst seit dem Drama um iOS. Nun lässt ein neues Patent vermuten, dass Amazons Kindle und/oder ein vielleicht noch erscheinendes Amazon-Smartphone künftig Nutzer beobachtet, um auf den Standort abgestimmte Werbung anzuzeigen.

Das Patent beschreibt ein System, das die geografische Position des Nutzers aufzeichnet und daraus errechnet, wo er sich demnächst wahrscheinlich aufhält. Auf dieser Basis wird Werbung eingeblendet, zum Beispiel für Geschäfte, an denen der Nutzer demnächst wohl vorbeikommen wird. Die Werbung muss nicht zwangsläufig auf dem Mobilgerät erscheinen, sondern kann auch auf öffentlichen Displays angezeigt werden.

Unklar ist, anhand welcher Daten das System den künftigen Weg des Nutzers errechnet. Zu vermuten ist, dass Amazon hier GPS, verfügbare WLANs, das Mobilfunknetz und andere bereits bekannte Ortungstechniken heranzieht.

Im Patentantrag beschreibt Amazon auch Nutzungsszenarien für die Technik. So könnte man zum Beispiel anhand der Geschäfte, die ein Nutzer in einem Einkaufszentrum besucht, voraussagen, welches Geschäft er als nächstes anstrebt, und Einkaufsgutscheine auf sein Smartphone übertragen.

Würdet Ihr solche Werbung gut finden oder nervt es Euch, auf diese Art und Weise ausgehorcht zu werden? Sagt es uns über die Kommentarfunktion. [Jamie Condliffe / Tim Kaufmann]

[Via United States Patent and Trademark Office, CBS News; Image: charbel.akhras]

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  1. Nein, für irgendwelche lausige 5-EUR-Gutscheine, die eh lediglich einen Kaufreiz darstellen sollen und bei den Warenpreisen längst aufgeschlagen sind, möchte ich meine Selbstbestimmtheit nicht aufgeben und mich vor allem nicht mit noch mehr nervigem, wegzuklickenden Müll auf meinen Kommunikationsgeräten – und erst recht auf meinem LESEgerät – nicht rumplagen.
    Ich gebe mich aber keiner Illusion darüber hin, dass nicht , sehr, sehr viele auf diese rosaroten Bonbons hereinfallen und ins Auto des Werbeonkels einsteigen, um bürgerrechtlich vergewaltigt zu werden.

    Um’s kurz zu machen: Eine solche Option bedeutet einen verkauften kindle weniger..

    1. “… sehr viele auf diese rosaroten Bonbons hereinfallen und ins Auto des Werbeonkels einsteigen, um bürgerrechtlich vergewaltigt zu werden.”

      *madeMyDay*
      :D

  2. der kindle ist ein flop – kein pc – nur vorgekaufte bücher zum downloaden, dazu ausspioniert werden via eingebauten sensoren
    nein danke

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