Flugzeug wird durch Beton sicher gestoppt

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Es gibt einen einfachen Grund, warum diese Boeing 737, die auf dem Jiuzhai Huanglong Airport in China landete, nicht verunglückte, als sie über die Landebahn hinaus schoss. Sie sank in etwas ein, das zumindest im traditionellen Sinne kein Beton ist.

EMAS (Engineered Materials Arresting System) rettete die Boeing 737, als sie die Landebahn verließ und stoppte sie sicher. Das Manöver war ein Test, um die Effizienz des Materials zu testen – und es klappte ganz hervorragend.

EMAS ist eine Art aufgeschäumter Beton, der in Blöcken am Ende der Landebahn verlegt wird. Es sorgt dafür, dass in Notfällen ein Flugzeug gestoppt wird, dass darüber fährt. Dabei wird der aufgeschäumte Beton zerstört und die Bewegungsenergie des Flugzeugs abgebaut.

Während der letzten 15 Jahre gab es weltweit mehr als 30 Unfälle jährlich, bei denen ein ziviles Flugzeug über den Runway hinweg fuhr. Bei 25 Prozent dieser Fälle kam es zu schweren Unfällen mit hohen Sach- und Personenschäden. Mehr als 1000 Menschen starben seit 1995 bei diesen Unfällen.

EMAS ist weder in den USA noch sonst irgendwo Pflicht. Ende 2010 gab es weltweit nur 51 Runways von 35 Flughäfen in den USA, die mit diesen System ausgerüstet waren. Außerhalb der USA gibt es nur sehr wenige Flughäfen mit EMAS. Dazu gehören der Jiuzhai Huanglong in China sowie Madrid-Barajas in Spanien. [Jesus Diaz / Andreas Donath]

[Via Tiexue (Chinesisch) und Icao (PDF), Chinese Defense Blog]

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  1. Danke für den Artikel. Ich lese zum ersten Mal von diesem Zeug. Wenn es echt so gut ist, dann könnte ich mir vorstellen, dass das International Standart wird.

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