Wie baut man ein Notebook in einen Hackintosh um?

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Kann Apples Mac OS X auf jedem Notebook installiert werden und funktioniert es dann wie ein ganz normaler Mac? Absolut nicht - es ist praktisch unmöglich einen Hackintosh zu bauen, der wie ein Mac läuft. Apple beherrscht es sehr gut, Hardware zu bauen. Kein anderes Notebook wird mit Mac OS X so gut laufen wie ein Original-Macbook, egal wie kompatibel die Hardware auch sein mag. Dennoch können einige Notebooks und Netbooks in sehr respektable Hackintosh-Rechner umgebaut werden und sollen als preiswerte Alternative zu einem echten Mac geeignet sein. Wir haben einen Experten befragt .

Im Rahmen des Umbaus kann man viele Fehler machen, die obendrein viel Zeit kosten. Deshalb haben wir einen Experten befragt, was man beachten soll, wenn man sich an ein Hackintosh-Projekt wagt. Hier ist sein Bericht:

“Zuerst haben viele Leute Netbooks mit Mac OS X bespielt – weil der Formfaktor gerade in war und Apple nichts vergleichbares anbot. Dann kam der Mac Book Air mit 11 Zoll. Der erste Hackintosh, den ich besaß, war ein HP Mini 1000. Er musste nicht modifiziert werden und lief fast wie ein echter Mac. Danach habe ich Notebooks von Samsung, Asus und HP ausprobiert. Doch die meisten mussten auch hardwareseitig umgebaut werden. Das beschränkte sich jedoch meist auf den Einsatz eines anderen WLAN-Moduls.

Auch wenn ich noch einen Hackintosh habe: Er lässt sich nicht mehr updaten und Kernel Panics sind nicht gerade selten. Zum Websurfen und Tippen ist er gut geeignet, aber es ist kein echter Mac.

Einen Hackintosh aufzubauen ähnelt einem Puzzlespiel, bei dem kleinste Teile korrekt miteinander harmonieren müssen, damit das Gesamtbild stimmt. Wenn Apple sich bei Updates entscheidet, dass deine Hardware nicht mehr unterstützt wird, hast du eben Pech gehabt. Häufig lässt sie sich auch nicht austauschen.”

Wie stellt man fest, ob ein Notebook als Hackintosh taugt?

“Die Hardware im Notebook muss mit OS X kompatibel sein. Ob dem so ist, findet man am besten heraus, wenn man sich die Spezifikationen einiger Notebooks ansieht. Intels mobile Core-i-Prozessoren sind kompatibel, weshalb man vornehmlich nach der Sound- und Grafikhardware und dem WLAN-Modul sowie der Ethernet-Konfiguration Ausschau halten muss. Am allerwichtigsten ist die Grafikunterstützung. Alles andere kann über USB nachgerüstet oder mit kompatibler Hardware ersetzt werden. Das gilt vor allem für das WLAN-Modul. Viele Probleme verursacht außerdem die Soundhardware. Man muss also
prüfen, ob die Komponenten nativ von Mac OS X unterstützt werden.

Beim Erstellen eines Hackintosh-Rechners muss man eine spezielle Datei namens DSDT erzeugen, die dem Betriebssystem alles zur Hardarekonfiguration mitteilt. Wenn man nicht weiß, wie man eine solche Datei erstellt benötigt man Hilfe, die man zum Beispiel in Foren wie tonymacx86 und InsanelyMac erhält. Wer ein Notebook besitzt, sollte den Produktnamen eingeben, um herauszufinden, ob schon andere daraus einen Hackintosh gemacht haben.”

Nach Angaben von tonymacx86 soll sich das HP ProBook 4530s XU015UT sehr einfach in einen Hackintosh umzuwandeln. Hier sollen WLAN, Audio, Ethernet, der Sleep-Modus, Zwei-Finger-Scrollen, die Mediensteuerung, die Displaydimmung, der Kartenleser, Bluetooth und das DVD-Laufwerk funktionieren. Die Tastatur erinnert sehr an die eines MacBooks und einen Ziffernblock gibt es obendrein. Mit UniBeast soll sich alles innerhalb einer Stunde einrichten lassen.

Dennoch – der Experte hält es nicht für empfehlenswert, ein normales Notebook für Mac OS X zu kaufen – wer damit ernsthaft arbeiten will, sollte sich einen richtigen Mac kaufen. Es gibt durchaus gute Angebote im Refurb-Bereich des Apple-Stores (generalüberholte Modelle mit Garantie) sowie gebrauchte Modelle bei Amazon und eBay. [Adam Dachis / Andreas Donath]

[Via Lifehacker]

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  1. Über euren Experten musst ich irgendwie leicht schmunzeln. Vor allem über: ” Er lässt sich nicht Updaten und Kernel Panic s sind auch keine Seltenheit”
    Beschäftige mich seit Mac OS 10.4.4 mit hackintosh. Selbst in anfänglichen AMD Zeiten hatte ich nie Probleme mit Updates noch mit Kernel Panics.
    Ich finde es auch nicht wirklich schwer einen Hackintosh aufzusetzen.
    Wer dem googlen mächtig ist hat sich in 5min passende Hardware zusammen gesucht.
    Es mag sein das es sich auf Note- und Netbooks schwieriger gestaltet da die Hardware fest verbaut ist ( bis auf paar Ausnahmen ) aber selbst dafür gibt es Listen.
    Ich kann aus Überzeugung sagen ( war mehrere Jahre auf insanelymac als Admin für den Deutsch Bereich zuständig ) OSX auf NON-AppleHardware ist so leicht wie nie.
    Und steht einem echten Mac nicht s nach.
    Von den einzelnen Distributionen mal abgesehen welcher jeder Laie mit ein paar Klicks installieren kann.
    In diesem Sinne. Frohe Weihnachten :)

    1. (Y) Gefällt mir, ich habe schon für Freunde Hackintosh Notebooks aufgesetzt und es ist wirklich sehr leicht bei nem passenden Notebook! :)

  2. Im Desktopsektor kann ein Hackintosh eine reizvolle Alternative sein, wenn es um Kriterien wie Rechenleistung pro €, Anzahl der internen Festplatten etc. geht.
    Im Mobilen Bereich würde ich persönlich um einen Hackintosh einen großen Bogen machen. Die Apple-Notebooks mögen teuer als im Windows-Lager sein, sind jedoch jeden € wert. Features wie eine exzellente Verarbeitung, die beleuchtete Tastatur, Ergonomie und eine hohe Akkulaufzeit kosten nun einmal Geld.

    Im Desktoplager sieht die Sache wieder anders aus:
    Der iMac ist vom Design her ein Gedicht, jedoch umständlich zu erweitern und das Display gibt es nur in spiegelnd. Obendrein ist er in meinen Augen sehr teuer.
    Der Mini: Siehe iMac ohne Monitor
    Mac Pro: Technisch veraltet und viel zu teuer.

    1. Naja, das ist ja wohl geschmackssache, ich finde es gibt viele Notebooks die vom Design her mithalten können. Außerdem muss mein Notebook doch nicht schick aussehen, sondern funktionieren!. Funktion vor Optik! und nur weil er dann noch etwas “edel” aussieht, kann man noch mal 100$ Extra drauflegen.

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