Wie Hollywood künstlichen Schnee ohne Cornflakes erfand

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Immer wieder zur Weihnachtszeit kommt im Fernsehen "Ist das Leben nicht schön". Der von Regisseur Frank Capra inszenierte Film reiht zwar eine im Schnell gedrehte Szene an die andere, aber er wurde mitten im Sommer 1946 produziert. Und eigens für diesne Film wurde eine neue Art künstlichen Schnees entwickelt.

Das LIFE Magazine hat eine Reihe von bislang unbekannten Bildern vom Drehort des Films veröffentlicht und dies zum Anlass genommen, auch detailliert darüber zu berichten, wie der künstliche Schnee entstand. Vor „Ist das Leben nicht schön“ wurde Schnee in Filmen mit weiß bemalten Cornflakes simuliert. Das führte dazu, dass jeder Schritt im Schnee … knusperte. Wegen der daraus resultierenden Tonprobleme musste jede Szene nachsynchronisiert werden.

Um das Problem zu lösen tat sich Frank Capra mit Russel Sherman, dem Head of Special Effects der RKO Studios zusammen. Sie nutzten Foamite, das auch in Feuerlöschern und Matratzen zum Einsatz kommt, und versetzten es mit Wasser, Zucker und Seife. Heraus kam ein spraybarer, künstlicher Schnee, der sich rasch über alle möglichen Drehorte legen ließ. Etwas beunruhigend finde ich, dass auch Asbest zur Gestaltung des Films genutzt wurde. Das Leben war also nicht nur schön, sondern wurde durch die am Drehort herrschenden Rahmenbedingungen auch etwas kürzer, zumindest für Schauspieler und Crew. [Andrew Liszewski / Tim Kaufmann]

[Via Life, Coudal]

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  1. Schon interessant, wie sich die Herstellung von Kunstschnee für die Filmproduktion über Jahrzehnte entwickelt hat. Mittlerweile gibt es täuschend echten Schnee auf Papierbasis, der sowohl als liegender oder fallender Schnee verwendet werden kann.
    Diese Produkte werden mittlerweile seit über 20 Jahren im Filmgeschäft eingesetzt.

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