HP verlangte utopischen Preis für webOS

HP-TouchPad

Mehr als zwei Wochen nach der Bekanntgabe HPs, webOS unter die Open-Source-Lizenz stellen zu wollen, hat der Technologie Blog Venture Beat nun den Preis erfahren, welchen HP von eventuellen Käufern verlangt hat.

1,2 Milliarden US-Dollar wollte HP für das angeschlagene mobile Betriebssystem haben. Dies berichtet Venture Beat unter Berufung auf eine mit den Verhandlungen vertrauten Quelle. Das ist der gleiche Betrag, den das Unternehmen zuvor für die Übernahme von Palm gezahlt hatte. HP war anscheinend nicht bereit, webOS unterhalb des Einkaufspreises zu verkaufen um so keinen Verlust aus der ganzen Sache zu ziehen. Dass Palm seit der Übernahme signifikant an Wert verloren hatte, ignorierte das Unternehmen offensichtlich.

So wundert es eigentlich nicht, dass HP keinen Käufer für Palm, beziehungsweise webOS, finden konnte. Gespräche gab es hingegen ausreichend. Zu den Interessenten zählten unter anderem Amazon, Oracle, HTC, Samsung und sogar Facebook. Jedoch war keiner bereit gewesen, das mobile Betriebssystem für den Preis von mehr als einer Milliarde US-Dollar zu übernehmen. Beim Gespräch mit Facebook soll man HP sogar ausgelacht und anschließend aus dem Raum hinauskomplementiert haben, so Venture Beat.

Die Zukunft von webOS liegt somit in der Hand der Open-Source-Community. Ob diese aus dem angeschlagenen Betriebssystem jedoch etwas anderes als ein Nischenprodukt machen kann, bleibt stark anzuzweifeln.

[via VentureBeat]

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  1. Die Entscheidungstragenden bei HP haben es auf ganzer Linie von Anfang an verbockt! Da war leider nur heiße Luft, leere Versprechen und inkompetentes Handeln zu erkennen.

    Sehr schade! Das OS war für mich ein Sprung nach vorne in der mobilen Welt.

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