Neue DSLR-Kamera zu Weihnachten bekommen? So benutzt man sie

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Unser Kamera-Guide für alle, die eine neue Kamera in Betrieb nehmen wollen, klärt euch auf über die grundsätzlichen Funktion von DSLRs, die Erweiterungsmöglichkeiten und sinnvolle Einstellungen, die für gute Bilder sorgen.

Kamera aufrüsten

Wenn der oder diejenige, der euch die Kamera geschenkt haben, keine sehr erfahrenen Hobbyfotografen sind, fehlen dem Gerät sämtliche Accessoires. Das wichtigste zuerst. Wenn es eine DSLR oder eine spiegellose Systemkamera ist, wie zum Beispiel die Olympus PEN EP-3, sollte man an weitere Objektive denken. Zuerst eines mit einer Brennweite von 35 mm oder 50 mm (wenn es eine Vollformatkamera sein sollte). Diese Brennweite bildet ungefähr den gleichen Blickwinkel ab wie das menschliche Auge. Diese “Normalbrennweite” ist universell einsetzbar und ist zum Erlernen der unten beschriebenen Techniken ideal. Das Objektiv ist meist recht günstig, lichtstark, klein und leicht.

Besonders bei spiegellosen Systemkameras gibt es sehr schöne Pancake-Objektive. Das sind Modelle, die extrem flach sind und deshalb auch leicht zu transportieren sind. Diese Liste sollte helfen, gute Objektive für wenig Geld zu finden.

Kameragurt wegwerfen und neuen kaufen

Die Kameragurt, die die Hersteller beilegen, sind fast in allen Fällen Schrott. Wer wenig investieren will, kann sich ein Polster von Domke kaufen oder gleich einen neuen kaufen, wie den von Black Rapid oder Lumas Loop.

Kameratasche mit Bedacht auswählen

Die neue Kamera soll nicht gleich hässliche Kratzer bekommen? Dann ist eine gute Kameratasche Pflicht. Sie sollte gleich etwas mehr Platz bieten als für die Kamera allein. Wenn man später ein paar neue Objektive besitzt, will man ja nicht gleich eine neue Tasche kaufen. Uns gefiel diese Tasche von Domke zusammen mit diversen Modellen von Crumpler und diese Tasche von ONA.

2. Mit dem Einstellrad spielen

Mit zahlreichen Motivprogrammen überfrachtete Kameras sind heutzutage normal. Aber wer richtig fotografieren lernen will, braucht nur die Einstellungen, die die meisten besseren Kameras in einem Drehrad integriert haben. P, S (Tv bei Canon), A (Av bei Canon) und M. Diese Buchstaben stehen für die englischen Begriffe Program, Shutter priority, Aperture priority und Manual. Übersetzt in normales Deutsch bedeuten sie im Einzelnen:

Program: Dieser Modus ist letztlich ein Automatikmodus mit einigen manuellen Eingriffsmöglichkeiten. So kann man selbst die Lichtempfindlichkeit (ISO) einstellen oder den Blitz verwenden. Im einem echten Automatikmodus würde die Kamera alle Eingriffsmöglichkeiten sperren. Im Programmodus sollte man seine Kamera kennenzulernen.

Shutter Priority oder Zeitvorwahl ist eine Halbautomatik. Man wählt die Belichtungszeit aus und die Kamera setzt die richtige Blendenöffnung.

Die Blendenautomatik oder Aperture Priority ist ebenfalls eine Halbautomatik. Hier setzt man die Blende fest und die Kamera kümmert sich um die passende Belichtungszeit. Dieser Modus eignet sich hervorragen für fast alle Gelegenheiten. Ich empfehle ihn als Standardmodus. Mit der Blende kann man bestimmen, wie weit die Schärfentiefe geht. So lässt sich beeinflussen, wie der Hintergrund des scharfgestellten Objektes wirkt. Kleine Blendenzahlen sorgen für einen unscharfen Hintergrund, große Blendenzahlen sorgen für einen schärferen Hintergrund. Man darf bei großen Blendenzahlen nur nicht vergessen, dass die notwendige Belichtungszeit ebenfalls ansteigt und die Aufnahme schnell verwackelt wird. Richtschnur: Man kann in der Regeln eine Belichtungszeit freihändig halten, die ungefähr dem Kehrwert der Objektivbrennweite (KB) entspricht. Bei einem 100 mm Objektiv sollte also minimal mit einer 1/100 Sekunde belichtet werden (in der Praxis mit 1/125 s)

Die manuelle Einstellung lässt euch völlige Freiheit bei den Einstellungen von Blende und Verschlusszeit.

3. Finger weg vom eingebauten Blitz


Der eingebaute Kamerablitz sollte niemals benutzt werden. Niemals. Okay, vielleicht bei ganz wichtigen, nicht wiederholbaren, spontanen Ereignissen, bei denen man keine Wahl mehr hat.

Wenn so ein Fall eintritt sollte man:

einen Diffusor verwenden, um das Licht weicher zu machen. Schon ein Jogurtbecher oder ein Ausschnitt davon wirken wundern.

Slow-Synchro ausprobieren. Dabei wird beim Fotografieren eine recht lange Verschlusszeit zusammen mit dem Blitz verwendet. Dadurch werden sowohl Personen im Vordergrund als auch der Hintergrund des Bildes im Bild erscheinen.

4. Fotografiertechnik wie ein Ninja

Wie kann man verhindern, dass man ein Bild verwackelt? Mit einem hohen ISO-Wert. Viele moderne Kameras erreichen Lichtempfindlichkeiten, die im Zeitalter der Analogfilmfotografie undenkbar waren. Die Qualität ist zwar meist nicht “berauschend” aber immer noch besser, als ein verwackeltes Bild. Wer ein verrauschtes Bild drucken will, sollte einmal ein kleines Format wie 10×15 versuchen. Dann sehen die meisten Fotos sehr gut aus, auch wenn man auf dem Bildschirm das gleiche Bild vor lauter Rauschen kaum mehr sehen mag.

Außerdem sollte man sich natürlich eine Fototechnik angewöhnen, die Verwackler vermeidet. Dazu stellt man sich nicht breitbeinig hin sondern mit einem Fuß nach vorn und einem nach hinten. Die linke Hand untergreift das Objektiv und das Kameragehäuse, die rechte liegt eng am rechten Gehäuserand und der Auslösefinger liegt bereits locker auf dem Abzug. Die Ellenbogen sind stark angewinkelt und die Kamera wird leicht gegen den Kopf gedrückt. Fotografiert wird nicht mit angehaltener Luft sondern zum Ende des Ausatmens.

5. Verliebt euch in RAW

Wenn die neue Kamera einen RAW-Modus bietet, verwendet ihn. Rohdatenbilder sind unkomprimiert und bieten deutlich mehr Nachbearbeitungsmöglichkeiten als JPEGs. Wer auf letztere bei Schnappschüssen nicht verzichten will, sucht die Einstellung RAW+JPEG, bei der einige Kameras die Aufnahme in beiden Formaten ablegen. Vor allem bei Korrekturen von farbstichigen Bildern spielt RAW seine Stärken aus. Auch das Aufhellen unterbelichteter Bildpartien oder ganzer Fotos ist bei RAW in einer weiteren Bandbreite möglich als bei JPEGs.

So, und nun seid ihr dran. Welche Tipps habt ihr noch, um das Fotografieren zu verbessern, Einsteiger an das Thema heranzuführen ohne sie zu überfordern? [Andreas Donath]

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  1. Neue DSLR-Kamera zu Weihnachten bekommen? So benutzt man sie:
    1. Kamera nicht aufrüsten
    Wenn man neu in der digitalen Fotografie ist, bringt das meist mitgelieferte KIT-Objektiv genug Reserven für die ersten paar tausen Bilder. Danach, aber erst danach sollte man schauen, was einem fehlt.
    1.1 Ist esLichtstärke und damit die Möglichkeit zum freistellen durch geringe Tiefenschärfe? Dann ran an die genannten Festbrennweiten.
    1.2 Ist es mangelnde Telemöglichkeit? Dann ran an ein Telezoom.

    2. Kameragurt an der Kamera befestigen. Da genau gehört er hin. Bessere Gurte kosten gerne mal einen dreistelligen Betrag. Solange man noch gar nicht weiß welche Ausmaße die Kamera mit Objektiv haben wird, reicht der mitgelieferte. Ist die Austattung nach Monaten oder Jahren größer, DANN kann man über einen guten Gurt nachdenken.

    3. Blitzgeräte nach Bedarf kaufen.
    Der eingebaute Blitz reicht die ersten Monate zum üben. Fällt einem auf, dass man ihn kaum benutzt, sondern Fotos lieber mag, die auf vorhandenes Licht setzen steht ein lichtstarkes Objektiv an erster Stelle. Fotografiert man sehr viel mit dem Blitz dann zunächst ein gutes Blitzgerät kaufen.

    4. Fotografieren ohne Noise-Ninja
    Den Iso-Wert nur im absoluten Notfall ganz aufreissen. Nichts ist ärgerlicher als ein Foto bei dem das Rauschen und die flauen Farben nur mit massiver Bearbeitung und kleinem Ausdruck erträglich ist. Mit einer DSRL will man schließlich besoners gute Bilder machen. Stellt man nach einigen Monaten fest, dass die Bilder überwiegend im 4-stelligen Iso Bereich entstanden sind gibt es zwei Möglichkeiten:
    4.1 Die Motive sind überwiegend im Bereich unter 10m’? Dann Blitzgerät kaufen.
    4.2 Die Motive sind weiter weg? Dann lichtstarke Linse kaufen.

    5. Kameratasche.
    Kauft euch die günstigste Tasche die euch gefällt. Habt ihr dann nach vielen Monaten 2-3 Objektive, einen exterenen Blitz und diverses anderes Gerümpel, dann ran an die guten Taschen/Slingshots/Rucksäcke.

    6. Was der Autor vergessen hat:
    6.1 Stativ!
    Ein Stativ ist nicht cool. Ein Stativ wiegt einiges und ist unhandlich. Ein Stativ ist nicht billig. Aber es gibt einen Grund warum jeder vernünftige Fotograf mind. eins hat. Ein Stativ ermöglicht euch Fotos zu machen, von denen Leute ohne nur träumen können.

    6.2 Fernauslöser
    Wenn Langzeitaufnahme dann nur mit Selbst- oder Fernauslöser. Letztere sind super praktisch und kosten wenig.

    7. Wo der Autor recht hat.
    Modus “A” ist wie Wahl der Dinge und RAW ebenfalls.

    Soweit dazu, trotzdem schöner Versuch Herr Donath, leider wirkt der Artikel durch die diversen Produktlinks und Kaufempfehlungen auf mich wie eine Werbeanzeige :(

  2. Der “ich hab noch nie mit einer DSLR-Kamera geknipst”-Beschenkte soll gleich zu Beginn seines eventuell neuen Hobbys z.B. 60$ für nen Gurt oder 200€ für ne Tasche raushauen? Das dürfte zuerst mal nur die Marktwirtschaft freuen…
    Ich stimme hansihinterseer voll zu, haltet euch mal lieber erst an die Tipps von Der Bremer, arbeitet mit dem was ihr in der Hand habt, lernt die Möglichkeiten auszuschöpfen. Für Extras ist später immer noch viel Zeit.

  3. Als ich von dem Artikel gehört hab wollt ich mir mal anschauen wie der so ist (ich besitze schon länger eine DSLR und wollte schauen ob der Artikel was für Einsteiger bringt) ich war allein schon geschockt als ich den 1. Part gelesen hab: 1. Niemand aber auch niemand verwendet ne Festbrennweite am Anfang und ich glaub auch nicht, dass das Kit Objektiv nicht reichen sollte (von dessen Dasein wurde im Artikel nicht mal was erwähnt!!! Zu 3. muss man eignetlich nur eins sagen TOTALER BULLSHIT Sorry man kauft sich am Anfang einfach noch keinen Aufsteck-Blitz. Man testet erstmal die Möglichkeiten des eingebauten Blitzes und wenn einem Der nicht ausreicht weil man z.B. Partyshooter ist oder dann erst was besseres kaufen!
    Zu 4. Den ISO Wert hoch schrauben O.o warum ist hier nicht aufgelistet dass man auch bei ordentlichen Lichtverhältnisen auch die Verschluss zeit auf z.B. 1/200 oder so stellen kann ???
    Zu 5. Klar jeder weiß das RAW (Rohdateiformat) die beste Einstellung ist aber JPEG ist für einen Anfänger ausreichen besonders wenn er/sie die Bilder nicht bearbeiten will.

    Nach meiner Meinung ein unnützer Artikel -.-‘
    MfG Felix448

  4. Die Ironie ist doch eigentlich das man eine 7D als Titelbild für einen Anfänger Ratgeber nutzt!
    Sorry aber die 7D ist alles, nur keine Kamera die ein Normalverdiener verschenkt oder geschenkt bekommt.
    Die kauft man sich wenn man bereits in der Welt der Fotografie angekommen ist.

    Ich muss meinen Vorrednern zustimmen.
    Die meisten Tipps die ich hier lese dienen nur einem Nutzen, noch mehr Geld ausgeben…

  5. Und ich habe sogar mal einen Artikel von einer Hochzeitsfotografin gelesen, dass sie nurnoch JPG statt RAW knippst. Bei RAW muss man soviel nachbearbeiten (min Schärfe und Kontrast), dass RAW einen Anfänger nur überfordert.

    Dann empfehle ich dem Anfänger eher eines der Tutorials:
    http://www.video2brain.com/de/search.htm?search_entry=Praxistraining+Fotografie
    und das wichtigste neben dem Stativ: Raus gehen und BILDER MACHEN! Statt sich direkt Gurte und neue Objektive zu kaufen. Da hat man locker 1 Jahr Zeit für. Solang man nicht weiß was Blende 1.8 Bedeutet, braucht man auch keine Festbrenner.

    Bald abonier ich gizmodo ab.

  6. Erstmal Danke für deinen Post und den ganzen Kommentaren. Dann will ich mich mal nicht hinter dem Ofen verstecken und auch paar Tips für Neueinsteiger geben.

    1. Ich finde eine Festbrennweite für den Anfang auch die beste Variante, wenn man den Kamerabody einzeln kauft. Ansonsten sind die Kit Objektive aber erstmal vollkommen ausreichend. Wartet mit der Anschaffung neuer Objektive, bis ihr selbst das erste mal die Grenzen eures Kit Objektivs erkennt.

    2. Viele denken, der P Modus ist der beste Einstieg in die DSLR Fotografie. Ich bin der Meinung, dass der P Modus keinerlei Lerneffekt hat. Macht euch mit der Einstellung der ISO vertraut (Automatik sollte ausgeschaltet sein) und geht dann direkt in den A Modus. Damit habt ihr die Bedienung erstmal auf zwei Einstellrädchen reduziert, und lernt gleich die Tiefenschärfe kennen.

    3. Geht raus und fotografiert. Man muss nicht direkt alles kennen. Die Belichtungsmessung kann am Anfang erstmal auf Matrixmessung stehen. Damit lassen sich schon schöne Fotos machen. Wenn ihr dann die ersten Fotos habt, wo das was ihr eigentlich richtig belichtet wolltet, zu hell oder dunkel geworden ist, dann macht euch mit der Spot- und Mittenbetonte Messung vertraut und wie man die richtig einsetzt. Wie gesagt, lernt erstmal Schritt für Schritt und nicht alles auf einmal.

    4. Es macht Sinn, sich erstmal auf eine Art der Fotografie zu beschränken, zum Beispiel Landschaften, Tiere, Portraits, Makro oder was euch sonst noch einfällt. Wenn ihr dann mal Lust habt irgendwas anderes zu fotografieren, könnt ihr das immer noch machen. Konzentriert euch aber erstmal auf ein Thema und ihr werdet sehen, dass eure Fotos immer besser werden.

    5. Habt ihr euch überlegt was ihr fotografieren wollt, dann ergibt sich auch die Frage nach dem Stativ von selbst. Für Landschaften, Makro oder Nachtfotografie auf jedenfalls ein Stativ. Das ist das einzige wo ihr auch nicht sparen solltet. Ich hab eins von Manfrotto, aber es gibt auch andere gute Hersteller. Geht in ein gutes Fotogeschäft und lasst euch da am besten beraten, weil auch die Stativköpfe sind entscheidend. Wenn ihr lieber im Urlaub fotografiert, auf Feiern oder euch mit Peoplefotografie beschäftigen wollt, lasst das Stativ erstmal weg, sonst steht es nur im Schrank und hat viel Geld gekostet.

    6. Das selbe was für das Stativ gilt, gilt auch für den Blitz. Wollt ihr Leute fotografieren oder Portraits, dann sollte da ein guter Blitz drauf. Im Gegensatz zum Stativ muss man beim Blitz nicht das teuerste nehmen, aber lasst euch trotzdem vorher beraten welcher für eure Zwecke am besten geeignet ist. Der Aufklappblitz ist wirklich nichts womit ihr fotografieren wollt.
    Eine Warnung nur Vorweg, die Blitzfotografie ist nicht gerade leichte Kost. Da sich hier auf Gizmodo aber wohl nur Nerds aufhalten, dürfte das eigentlich gehen. Es ist jedenfalls ein sehr spannendes Thema womit man sich lange beschäftigen kann.

    7. Den automatischen Weißabgleich ausschalten! Stellt da erstmal das Sonnensymbol ein und fotografiert in RAW. Den Weißabgleich könnt ihr in RAW dann hinterher noch ändern. Bei der Automatik habt ihr immer die Probleme, dass die Kamera für jedes Bild diesen neu bestimmt. Dadurch sieht das eine Foto gut aus, das nächste dann vielleicht völlig anders.

    8. Vergesst das Histogramm. Warum können Fotos nicht auch überbelichtet gut aussehen oder umgekehrt. Ein Foto ist dann gut, wenn es euch und anderen gefällt! Histogramm und viele andere Funktionen gehören mittlerweile zu jeder neuen DSLR dazu. Vergesst den ganzen Mist was eure Kamera sonst noch alles für Knöpfe hat. Fotografieren besteht nur aus den drei Einstellungen ISO, Blende, Verschlusszeit. Sobald ihr nicht mit dem P Modus startet bekommt ihr ein Gefühl dafür und habt alles was ihr braucht um gute Fotos zu machen.

    Allen neuen Fotografen die jetzt zu Weihnachten ihre erste DSLR bekommen habe wüschen ich viel Spaß damit und erstmal einen guten Rutsch ins neue Jahr.

    1. “7. Den automatischen Weißabgleich ausschalten! Stellt da erstmal das Sonnensymbol ein und fotografiert in RAW.”
      Ähh quark, absoluter Quark. Natürlich macht RAW Sinn und natürlich kann man da alles am Rechner bestens einstellen. Aber warum soll ich bei Kunstlicht die Vorgabe auf Sonnenlicht stellen. Das ist völlig unsinnig. Dann doch besser auf Auto, dann habe ich gute Chancen, dass mein Bild ohne Bearbeitung halbwegs passt. Feintuning am Rechner schön und gut, aber falsche Werte an der Kamera einstellen nur weil mans ja korrigieren kann? Quark.
      “8. Vergesst das Histogramm.”
      Auch quark. Man muss doch sehen, ob Lichter ausbrennen oder Schatten absaufen. Eine Beurteilung der Bildhelligkeit ist doch an dem kleinen Monitor gerade im Sonnenschein gar nicht möglich. Wenn du schon alles am Rechner nacharbeiten willst sollte man gerade darauf achten, dass nich Tonwerte des Motivs abgeschnitten sind. Ob man immer ein “ausgewogenes” Histogramm haben will, das ist eine gaaaanz andere Sache.

      1. Beim Weißabgleich hast du natürlich recht, aber die meisten Aufnahmen werden doch wohl draussen gemacht. Auf Tante Inges Geburtstag würde ich auch Kunstlicht einstellen. Hier geht es doch um den Einstieg in die Fotografie. Mit dem Sonnensymbol und RAW kann man eigentlich am Anfang erstmal nicht viel verkehrt machen, bis man sich sicher ist, welche Einstellung am besten ist.

        Beim Histogramm in der Kamera könnten wir endlos diskutieren. Die einen sagen, man braucht es, die anderen meinen es ist überflüssig. Ich gehöre auch zu den Leuten die sagen, man braucht es (in der Kamera) nicht.

  7. Ich habe ein Stativ von hama. Es hat “nur” 30 Euro gekostet! Und es hat eine Arbeitshöhe von 1,90m. Das kommt mir, Länge 2m sehr entgegen. Und wenn es kaputt geht kaufe ich mir ein neues. So einfach.

  8. Ich hab mir vor ungefähr vier Monaten meine erste DSLR zugelegt, eine Canon 600D mit 17-55mm. Habe die ersten paar Tausend Fotos schon hinter mir, aber über “Einsteigertipps” freue ich mich immer noch :-) Mein erster Gedanke bei diesem Artikel: WTF warum soll ich nen anderen Gurt kaufen und was soll ich mit einer Tasche für 200€??
    Mag ja sein, dass ich in ferner Zukunft das Bedürfniss habe mir einen neuen Gurt zuzulegen, doch als ich über das erste Zubehör für meine Kamera nachgedachte habe ich nicht mal im entferntesten an einen neuen Gurt gedacht. Bis jetzt hat der mitgelieferte Gurt seine Aufgaben zu meiner vollen Zufriedenheit erfüllt.
    Als Tasche hab ich mir die große Kameratasche von Canon gekauft, top Qualität und genug Platz für meine Kamera und zukünftiges Zubehör für 70€, außerdem hab ich mir noch eine Holstertasche zugelegt für Ausflüge bei denen meine Kameratasche zu groß ist.
    Weiteres Zubehör, dass ich mir zugelegt habe:
    -Fernauslöser
    -Reinigungsutensilien (Putztuch, Blasebalg und Pinsel)
    -ein Buch über meine Kamera
    Meine nächsten geplanten Anschaffungen sind ein Stativ und ein Blitz, der einebaute ist echt nicht das Wahre^^. Als nächstes Objektiv werde ich mir wahrscheinlich das 55-250 von Canon zulegen, ich denke damit bin ich dann in nächster Zeit gut bedient :)

  9. Ich würde den meisten Einsteigern nachdem sie ihre Kamera und Kitobjektiv kennengelernt haben ein Ultraweitwinkel empfehlen. Die meisten werden von den neuen Perspektiven begeistert sein.

  10. Wenn ich den abschnitt mit den Kameragurt lese, muss ich wirklich fragen, habt ihr sie noch alle? Es gibt kaum etwas sinnloseres, als einen teueren Kameragurt… vorallem wenn man mit einem Stativ unterwegs ist Stativ platte an der stelle festgeschraubt hat, wo eigentlich so ein doller Gurt dran sein soll. Der andere Gurt ist ja wohl mehr für kleine Kompakt Kameras gebaut…. also leute… das ist wieder super wie Anfängern das leben direkt schwer gemacht werden…

    Geht RAUS und macht Bilder….. erstmal Learning by doing!!!! Dann nachlesen wie man sich verbessern kann… z.b. im dslr-forum usw…..

  11. Ich besitze seit einem halben Jahr eine Systemkamera und freue mich daher über Tipps für Newbies. Ich habe mir recht schnell noch eine 50er Festbrennweite gekauft. Ich finde, das kann für Anfänger wirklich sinnvoll sein, da man zu einem sehr günstigen Preis (<200€) eine recht hochwertige Optik bekommt, mit deren Hilfe man abschätzen kann, ob man bessere Objektive als das Kit braucht und was die hohen Lichtstärken bringen. Das Objektiv habe ich übrigens fast immer drauf – wird nur noch abgschraubt, wenn ich den Weitwinkel des Kits benötige.
    Eine wirklich empfehlenswerte Seite für echte Neulinge ist http://www.fotolehrgang.de/
    Da hab ich meine gesamten Grundkenntnisse her.

  12. auch wenn es hier nicht gerne gehört wird, aber das Licht geht nunmal durch das Objektiv.
    Die Kamera soll nur aufnehmen.
    Dieser Zoom-Fetisch ist was für Totalanfänger. sorry.
    (sach nur: Telezoom mit 300 und f/6.5 … gibt sicher tolle Fotos – im Handy-Style).

    Also … -> das Kit-Dingen ab nach eb*y und ein gebrauchtes, älteres 50er Festbrenn mind. f/1.8 besser f/1.4 holen + UV-Filter.
    Dann – üben, üben üben.

    Wenn du mit dem alten 50er klar kommst, dann kannst Du immer noch mal ein, zwei Gläser holen.
    (Warum haben wohl Pofis immer zwei Knipsen mit unterschiedlichen Objektiven umhängen ?!?!?!!?, oder nen Koffer voller Gläser).
    Warscheinlich weil die alle doof sind und das ‘gute’ Kit-Dinggen nicht nehmen …
    ja – Es gibt gute Zoom’s – ja! kosten ab 1000,- (gebraucht…) f/2.8 und besser.

    Zum Gurt und Tasche: Gurt ja. Einen mit Neopren und ohne Logos (!!!!!!!).
    Erspart einem zum einen die doofen Gespräche beim Knipsen (ahhh du Da. abbba , du meine Nikkkon ist besser als deine Cannnon – und umgekehrt…!)
    und der Hals schmerzt auch nach 4h Fotosafari nicht.
    Gute Gurte gibt es ab 15 Euro im ‘Amazonas’.
    Taschen – keine Ahnung. Ordentlicher, wasserdichter Rucksack und fertig.

    Stativ auch ja – aber das sollte man wirklich vorher Ausprobieren !!!!!! (Messe z.B.)
    Alu?, Plaste?, Carbon? etc … , Kugelkopf oder nen einfachen Schwenker, wie lang, Packmaß (wichtig) und Gewicht. ist nen Gurt dabei ???
    etc etc etc ……. es gibt tausende Stative auf dem Markt. Ist halt wie ne Hose. Sollte seinem persönlichem Zweck dienlich sein und nicht weil es ein Gizzo ist.
    (Gizzos sind gut.! – ist nur ein Beispiel)

    Tom

  13. noch was … wer seine Objektive so vedrecken lässt wie auf dem zweiten Foto (das gute Nikkor) sollte sich zum Thema Fotografie raus halten.
    tom

  14. Ich finde der Artikel vergisst eine wichtige Sache:

    Die Fotos macht nicht die Kamera, sondern derjenige, der sie bedient. Ich kenne (leider) genug Leute, die zwar eine DSLR haben und sich dazu auch ganz viele, ganz tolle Gadgets gekauft haben. Aber wenn ich die Bilder sehe, die hinten raus kommen, bekomme ich das kalte Grausen.
    Die Kamera ist und bleibt ein Handwerkszeug. Wenn ich mit einer Kettensäge nicht umgehen kann, kann ich mit zwar eine supertolle Über-Stihl zulegen, säge mir aber immer noch das Bein ab…

  15. Ich habe eine Idee. Tasche und Speicherkarte braucht mal wohl. Und einen Displayschutz für ein paar euro auf eBay!

    Dann kauft man ein schönes Buch über Komposition, Bildaufbau, und wieso man überhaupt Fotos machen soll.

    Dann geht man mal raus und übt übt übt !!!!!

    Der Topfotograf Terry Richardson ist übrigens damit berühmt geworden, dass er ständig den Kamera-blitz benutzt hat. Es gibt sogar ein DSLR Mount, speziell für ihm, womit man den on-camera-Blitz mit einen externen Blitz nachmachen kann. Die kaufe ich mir irgendwann in den nächsten 2 Jahren….

  16. Ich transportiere meine 7D in ner Einkaufstasche von Aldi. Eine 7D hält mehr aus als man denkt! 200 Euro für ne Tasche, euch habens ins Hirn gekackt! Und einen Gurt??? Für was??? Der 7D Gurt ist einer der besten Gurte der Welt, Canon hat hier keinen Vertrag mit irgendeinem Chinesischen Billigunternehmen sondern die werden in Schweden produziert (könnt gerne mal googlen=Recherchieren, aber ich glaube das ist euch ein Fremdwort) bei der gleichen Produktionsfirma wo auch Volvo Sicherheitsgurte gefertigt werden. Und Volvos sind nicht umsonst die sichersten Autos der Welt.

    Und dass nicht mal erwähnt wird dass eigentlich ein Stativ das um und auf eines jeden (Einsteiger) Fotografen ist, ist sowieso eine Frechheit.

    Ich besuche Gizmodoo nur mehr ab und zu aber immer wieder stolpert man über wirklich sehr schlechte Artikel wie diesen!!

  17. Ich hoffe das liest jetzt noch jemand….

    Also für Totalanfänge ganz kurz, wurde ja schon einiges gesagt:

    Erstens: Der Artikel ist Mist gepaart mit Werbung.

    Zweitens: Die mitgelieferte Optik ist für eure Zwecke auf jeden Fall ausreichend. Nutzt sie um zu lernen.

    Drittens: Die erste Investition sollte ein Pflegeset sein. Das gute, alte Baumwollshirt seinen Zweck erfüllt, 30 Euro für ein Pflegeset sind keine schlechte Investition.

    Viertens: Das Billigste Stativ reicht für den Anfang aus solange es eine Wasserwaage hat.

    Fünftens: Die nächste Investition findet ihr meistens nicht im Fotoladen, sondern im Buchladen. Kauft euch Fachliteratur von Profis. Im Internet findet ihr zwar viel, aber auch viel Blödsinn geschrieben von Menschen, die gar keine Ahnung haben. ( – sobald ihr die Grundlagen von Fotografie verstanden habt hilft euch das Internet sowieso nicht mehr weiter. Fortgeschrittene Techniken und Dinge wie Bildkomposition lernt man eben nicht über das Netz.)

    Sechstens: Die Kamera ist immer und überall dabei. Das ist am Anfang vielleicht ein bisschen “nerdig” aber wer nicht übt, der macht keine Fortschritte.

  18. Erst einmal vielen Dank für die vielen teilweise sehr konstruktiven, spannenden und lehrreichen Hinweise. Die teilweise geäußerte Kritik, dass es nicht notwendig ist, einen guten Gurt und eine gute Tasche zu besorgen, kann ich teilweise nachvollziehen, doch aus eigener Erfahrung: Ein gepolsterter Gurt, der den Nacken entlastet von den teilweise doch recht schweren Kamera-Objektivkonstruktionen macht sich schon bezahlt (Stichwort Nackenschmerzen nach mehrstündiger oder gar mehrtägiger Fototour). Eine gute Tasche kauft man einmal, von schlechten Taschen hat man meist einige ;)

    Zu den Objektiven: Ich kann wirklich empfehlen, neben dem oft mitgelieferten Standardzoom erst einmal eine 35 bis 50 mm Festbrennweite mit hoher Lichtstärke zu verwenden, wenn man das Fotografieren lernen will und gute Bilder machen möchte. Das man nicht gleich mehrere Objektive kaufen sollte, versteht sich finde ich von selbst.

    Dass ein gutes Stativ viel zur Bildqualität beiträgt, kann ich bestätigen. Vielleicht sollte man dazu mal einen eigenen Artikel verfassen. Ich plane so etwas für dieses Jahr, benötige jedoch noch etwas Zeit.

  19. Da kann ich nur zustimmen. Der erste Artikel ist wirklich polarisierend und beleuchtet das Thema nicht ansatzweise aus vernünftigen Blickpunkten. Kommt mir eher vor wie schöne Schleichwerbung ….

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