So nimmt man ein neues Smartphone in Betrieb

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Unsere kleine Anleitung für Smartphones ist für alle gedacht, die sich das erste Mal ein neues Gerät gekauft oder auf ein neues umsteigen wollen. Wie das mitsamt euren Daten geht, lest Ihr in unserem Bericht.

Nach dem Auspacken sind Smartphones erst nicht besonders smart – sie sind sogar ziemlich nutzlos. Wir haben eine kleine Checkliste zusammengestellt, die Euch helfen soll, das zu ändern.

Laden


Egal für welches Gerät ihr euch entschieden habt, sein schwächstes Glied ist der Akku. Ihn sollte man mit Respekt behandeln, um möglichst lange etwas von ihm zu haben. Man sollte bei modernen Lithium-Ionen-Akkus jedoch nicht das tun, was man früher mit NiMH-Akkus machte: Erst einmal voll aufladen. Die meisten Geräte werden mit 30 bis 60 Prozent Ladezustand ausgeliefert. Man sollte sie erst einmal entladen, um das Gerät dann voll aufzuladen. Wenn ihr wissen wollt, was im Inneren des Akkus vor sich geht, dem sei der (englischsprachige) Artikel unserer US-Kollegen empfohlen.

Datenumzug

Telefonbuch: Wenn man von einem iOS-Gerät zum anderen wechselt (oder von Android- zu Android-Handy) dann sorgt ein Sync mit dem Rechner dafür, dass alle Kontakte übertragen werden. Wenn man aber von einem alten Gerät zu einem Smartphone wechselt oder Betriebssystemgrenzen überspringt, dann gibt es einige Tricks, um dennoch die Daten zu retten.

Der einfachste Weg ist die Übertragung der Daten durch den Handyladen. Wenn man beim gleichen Netzanbieter bleibt, kann man durchaus zum Laden des Anbieters gehen und fragen, ob diese Dienstleistung angeboten wird. Dort arbeiten Leute, die diese Operation nicht zum ersten Mal machen. In der Regel kostet der Datentransfer nur Geld, wenn man von einem Netzanbieter zum anderen wechselt.

Wer ein altes Telefon nutzt, dass sein Telefonbuch auf der SIM-Karte ablegt, kann man es selbst versuchen. Die meisten Handys bieten die Möglichkeit, alle Einträge auf die SIM-Karte zu übertragen, die man dann in das neuen Gerät steckt und das Telefonbuch dort importiert. Wenn man sehr viele Telefonbucheinträge besitzt, passen sie gegebenenfalls nicht alle in einem Rutsch auf die Karte.

Eine sehr elegante Möglichkeit ist der Datentransfer über Google Sync und ein Protokoll namens SyncM. Google Sync arbeitet mit vielen Smartphones zusammen: iPhone, Nokia, Windows Mobile und Blackberry gehören dazu. Google Sync wird dabei dazu verwendet, die Daten von einem auf das andere Gerät zu übertragen.

Wer ein Android-Smartphone besitzt benötigt nur ein Google-Konto. Nach dem Login kann man die Telefonbucheinträge importieren. Das gilt auch für das iPhone von Apple. Wer noch nicht das kostenlose iCloud nutzt, sollte es in Betracht ziehen. Damit lassen sich alle Telefonbucheinträge von einem alten auf ein neues iPhone übertragen. Windows Phone ist ebenfalls in der Lage, Google Mailkontakte mit Windows Live einzulesen.

E-Mail

Um E-Mails von einem auf das andere Handy zu übertragen, benötigt man gegebenenfalls nur einige Minuten oder sehr lang. Wer Google Mail oder die iCloud nutzt, kann problemlos umsteigen. Die Hersteller Apple, Google und Microsoft haben Anleitungen bereit gestellt, wie der E-Mail-Import bei ihren Geräten funktioniert. Man sollte wenn es irgendwie geht, IMAP verwenden (und nicht POP3), wenn man seine E-Mailkonten auf dem Smartphone einrichtet, um mit dem Desktoprechner der Notebook synchron zu bleiben.

Kalender

Benutzer von Google Calendar und iCloud haben es hier wieder am einfachsten. Wer ein neues Android-Smartphone verwendet, muss sich keine Sorgen machen – die Geräte importieren die Kalender automatisch. Das iPhone synchronisiert zumindest von Hause aus sofort alles, was in iCloud steckt.

Musik und Fotos

Google und Apple haben sich der Cloud verschrieben. Dennoch: Um seine Fotos und die Musik schnell zu übertragen, muss man beim iPhone zuvor iTunes herunterladen und auf einem Mac oder Windows-Rechner installieren. Denn hierüber werden die Medien (und auch Videos, Bücher, Apps usw.) synchronisiert, ohne dass alles aus der Cloud gezogen werden muss. Für Windows Phone und Blackberry gibt es ebenfalls herstellerspezifische Software für den Desktop.

Videos

Um Videos vom PC oder Mac auf das Smartphone zu übertragen, benötigt man etwas, um sie zu encodieren, damit sie darauf laufen. Irgendwie will der Speicher mit seinen 32 GByte ja gefüllt werden… Als Konverter auf dem Mac bietet sich Handbrake an. Zielauflösung sollten 320×240 Pixel sein. Den Codec h.264 verstehen praktisch alle aktuellen Smartphones. Für den Windows-Rechner gibt es zum Beispiel den Konverter Super.

Zubehör

Kein Smartphone kommt mit allem, was man so braucht. Und ganz ehrlich – mit Hardware-Accessoires kann man es auch übertreiben. Es gibt aber dennoch einige sinnvolle Dinge.

Eine Hülle: Auch wenn eurer Handydisplay mit recht bruchsicherem Glas ausgerüstet ist – gegen böse Stürze hilft es nicht. Es gibt für iPhone unbeschreiblich viele Varianten von Hüllen. Bei anderen Geräten ist die Auswahl jedoch sehr begrenzt. Es empfiehlt sich, erst eine iPhonehülle auszusuchen und dann zu schauen, ob der Hersteller auch Modelle für andere Geräte anbietet. Wer will, kann auch noch eine Displayschutzfolie ordern, um sein Gerät vor Kratzern zu behüten.

Kopfhörer: Die mitgelieferten Kopfhörer eures neuen Smartphones stehen in keinem Verhältnis zu dem Preis des Telefons. Meistens sind sie billigster Müll. Wer ein gutes Gerät sucht und nicht viel Geld ausgeben will, sollte sich den Sennheiser HD280 anhören.

Speicher: Wer nicht gerade ein iPhone besitzt, kann mit kleinen Speicherkarten den Speicher des Smartphones aufrüsten. In der Regel sind es MicroSD-Karten. Sie kosten selbst mit 8 GByte nur wenige Euro.

Kabel: Ein zweites Lade/Sychronisationskabel ist eine sinnvolle Investition. Bei den meisten Smartphones reicht ein einfaches Mini- oder Micro-USB-Kabel, beim iPhone benötigt man einen iPod-Dock-Connector. Vertraut uns, ihr werdet euch ärgern, kein zweites Kabel zu besitzen.

Und nun wie immer: Welche Tipps habt Ihr für die anderen Leser auf Lager, was den Umstieg von alten Handys auf neue Geräte angeht? Welche sinnvolle oder auch überflüssigen Zubehörteile empfehlt Ihr?

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  1. Nehmt euch doch fürs neue Jahr vor euren Lesern weniger ihr Leben zu erklären und zumindest 1/10 Artikeln nicht voller Werbung zu stopfen.

      1. Im Artikel ist keine Werbung – die Programme sind soweit ich weiß kostenlos. Lediglich der Kopfhörer ist ein kommerzielles Produkt und der Hinweis darauf ist keine Werbung sondern führt zu einer redaktionell erstellten Bestenliste. Die Link zu den iPhone-Hüllen ist eine Zusammenfassung aller Artikel, die das Wort als Schlagwort enthalten.

  2. Es wäre schön, wenn nicht nur die Inbetriebnahme von SmartPhones erklärt werden würde. So könnten z.B, auch die Kostenfallen, die es doch bestimmt gibt, hier erklärt bzw. vor denen gewarnt werden. Ich bin bestimmt nicht der Einzige der nicht schon „alles“ weiß!

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