Insolvenzgerüchte : Fotopionier Kodak steht kurz vor der Pleite

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Keinen Gewinn in den Kassen, wertlose Aktien und ein drohender Ausschluss von der Börse: Der einstige Foto-Gigant Kodak soll laut dem Wall Street Journal kurz vor dem Aus zu stehen.

Mit der Erfindung von Filmkartuschen gelang dem Unternehmen seinerzeit der Durchbruch. 1888 brachte Kodak gar die erste Kamera für Endverbraucher unters Volk. Doch mit dem Umbruch von analoger zu digitaler Fotografie scheint das Unternehmen so einige Schwierigkeiten zu haben.

Bereits seit 2007 ist es dem Hersteller nicht mehr gelungen Gewinn zu schreiben, der Aktienkurs liegt dauerhaft bei unter einem Euro. Am Mittwoch sackte der Kurs gar auf das Rekordtief von 45 Cent. Das gefällt auch der New Yorker Börse nicht, die derartige „Penny Stocks“ nur begrenzte Zeit in Kauf nimmt. Kodak hat sechs Monate Zeit, um seine Aktien aus dem Tief zu holen, sonst droht der Rauswurf.

Kodaks Hoffnung ruht derzeit auf einem Portfolio aus rund 1100 Patenten, die das Unternehmen seit Juli 2011 zum Verkauf anbietet.  Laut Medienberichten versucht Kodak außerdem mehrere hundert Millionen Dollar für seine Online-Fotoplattform zu bekommen. Möglich ist aber auch, dass die Patente schlussendlich über eine Auktion im Zuge eines Insolvenzverfahrens verkauft werden. Schon im Herbst letzten Jahres erklärte Kodak, das dem Unternehmen bald das Geld ausgehen könnte. Zu dieser Zeit dementierte Kodak die Insolvenzgerüchte jedoch. In dem jüngsten Bericht des „Wall Street Journal“, gibt sich das Unternehmen weitaus weniger selbstsicher. Da heißt es lediglich, dass Kodak keine Marktgerüchte kommentiere.

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