CES: MSI stellt Gehäuse für externe PCI-Express-Grafikkarten vor

MSI GUS II

Bei so manchem Nutzer löst das Notebook den Standrechner bereits komplett ab. Kein Wunder, denn für den Normalverbraucher bieten die mobilen Arbeitstiere oftmals mehr Rechenleistung, als überhaupt benötigt wird. Doch obgleich die reine CPU-Leistung vieler Notebooks bereits an die von Stand-PCs heranreicht, hinken sie in Sachen Grafikleistung ihren großen Brüdern meistens noch hinterher. Dem möchte MSI nun mit der auf der CES vorgestellten externen Grafiklösung „GUS II“ Abhilfe schaffen.

Der auf der Messe ausgestellte Prototyp der „Graphics Upgrade Solution II“ besteht aus einem großen Gehäuse, welches über ein externes Netzteil mit Strom versorgt wird. Im Inneren finden sowohl normal große, als auch doppelt breite PCI-Express-Grafikkarten Platz. Unterstützt werden jedoch nur Karten, welche eine maximale Leistungsaufnahme von 150 Watt besitzen. Per Thunderbolt-Schnittstelle kann die im Gehäuse verbaute Karte dann an einen entsprechenden Rechner angeschlossen werden. Bei der Vorführung auf der CES war dies etwa ein Macbook Pro.

Die Idee, externe Grafikkarten per PCI-Express mit Notebooks zu verwenden ist nicht neu. Bereits vor fünf Jahren stellte MSI ein Gehäuse für externe Grafikkarten vor. Damals geschah die Anbindung noch per ExpressCard, welche ähnlich wie Thunderbolt einen direkten Zugriff auf die PCI-Express-Ports ermöglicht. In den Jahren darauf folgten andere Hersteller wie Fujitsu, Shuttle und Asus mit eigenen externen Grafiklösungen. Durchsetzen konnte sich jedoch keine so richtig.

Ob es MSI diesmal schafft, den Massenmarkt für externe Grafikkarten zu begeistern, bleibt abzuwarten. Wann und zu welchem Preis das GUS II auf den Markt kommen soll, konnte MSI noch nicht sagen.

[via Golem]

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  1. Geil. Auf sowas habe ich gewartet. Reicht doch, wenn man per Kabel mit dem Gerät an den PCI-Slot kommt. Fraglich ist nur noch, wieviel von der Leistung bei verlängertem Weg per Kabel verloren gehen kann und ob Thunderbolt da alles mitmacht, was so abverlangt wird.
    Falls es klappt: man hole sich nen leistungsstarkes Ultrabook mit dem krassesten Prozzi (vorrausgesetzt es hat Thunderbolt) und dazu die Leistung der neusten Desktop-Graka :):):)
    Unterwegs protable und Zuhause ein Monster!

  2. Naja, meine verbaute GTX 570 ist 3 Slots breit.
    Ich find das ja ne gute Idee, aber das könnte von allem ein kleines bisschen mehr gebrauchen.
    Dafür, dass es n externes Netzteil braucht und nur 150 Watt GraKa’s unterstützt is n bisschen happig.
    Die Lösung mit dem Thunderbolt find ich ganz gut, aber die Schnittstelle ist in etwa 1% der aktuell verkauften Notebooks zu sehen!
    Gute Idee und relativ gute Umsetzung, aber daran kann man ja noch feilen.
    Vllt. wirds ja noch ne “Premium” Variante geben?!?

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