Forscher entwickeln Cyborg-Ratten im Kampf gegen Gehirnschäden

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Schlaganfälle und die Parkinson-Krankheit können irreversible Schäden am Gehirn anrichten. Ein kontrovers diskutiertes Experiment soll nun zeigen, dass man die Funktion der beschädigten Bereiche mit Mikrochips ersetzen kann.

Im Rahmen des Experiments wurde ein Mikrochip unter die Kopfhaut einer Ratte verpflanzt, der mit Elektroden ausgestattet ist, die einen Zentimeter weit in den Hirnstamm des Nagers ragen. Der Chip erhält ein Eingangssignal vom Hirnstamm, analysiert es und schickt es weiter zu den motorischen Zentren des Gehirns.

Um die Effektivität des Chips zu testen, versuchten die Forscher eine Methode zu nutzen, die der entspricht, die Pavlov bei Hunden einsetzte. Die Ratten werden trainiert, ein Geräusch mit einem leichten Luftstoß in Richtung ihrer Augen zu verbinden, worauf hin sie blinzeln müssen. Bei einer Ratte mit beschädigten Hirnstamm ist diese motorische Funktion nicht vorhanden und kann auch nicht wieder erlernt werden, indem ein anderer Teil des Gehirns diese Aufgabe übernimmt.

Professor Matti Mintz von der Universität Tel Aviv beschrieb der BBC, was das Ziel ist: Man versuche den beschädigten Teil des Gehirns mit Hilfe von Elektronik zu ersetzen. In einer Simulation klappte das schon. Wenn man die Rückkehr bestimmter motorischer Funktionen trotz beschädigtem Gehirn sieht, dann wisse man, dass sie von der Apparatur stammen und nicht von anderen Teilen des Gehirns, so Mintz.

Die Tierschützer der National Anti-Vivisection Society sind allerdings gegen die Experimente, die sie als unethisch betrachten. [Andrew Tarantola / Andreas Donath]

[Via BBC News]

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