Kurztest: Sony Mobile Entertainment Player Walkman NWZ-Z1000

Sony Walkman NWZ-Z1000

Statussymbol seit 1979: Mit dem Walkman hat Sony einst den Audiomarkt revolutioniert. Nun blasen die Japaner mit der modernen Multimedia-Variante NWZ-Z1000 zum Angriff auf den iPod Touch. Ob das gut geht?

Ich erinnere mich noch genau an meinen ersten Sony-Walkman Mitte der Achtziger Jahre. Zugegeben: Besonders klein war das Teil nicht. Dafür aber mit jeder Menge Hightech voll gestopft. Zum Beispiel mit einem wirklich ausgeklügelten Akku-Warnsystem: Wenn das Tape zu leiern begann, war es Zeit, die Batterien zu wechseln.

Auf derlei archaische „Tools“ müssen wir beim neuen Multimedia-Player der japanischen Elektronikschmiede natürlich verzichten. Dafür packt Sony allerhand anderen nützlichen Kram in seinen Walkman NWZ-Z1000. Etwa das Betriebssystem Android (Gingerbread 2.3.5), einen Tegra-2-Prozessor mit 1 GHz und 512 MB Arbeitsspeicher. Diese drei Komponenten harmonieren im Zusammenspiel nahezu perfekt: kein Ruckeln, kein Hängen, keine nervigen Verzögerungen.

Konkurrenz für den iPod Touch?

Seine Befehle erhält der Sony-Soundzwerg einfach und intuitiv über ein 4,3 Zoll großes Touchdisplay, an dessen WQVGA-Auflösung es mit 800 x 480 Pixel nix zu meckern gibt. Auch ansonsten lassen sich die Walkman-Pioniere aus dem Land der aufgehenden Sonne nicht lumpen und präsentieren ein hochwertig verarbeitetes und edel anmutendes Gerät. Das ist mit seinen rund 7 x 13 x 1 Zentimetern ein gutes Stück größer als der aktuelle iPod Touch, dem Sony mit dem Z1000 ab Mitte Februar offensichtlich Paroli bieten will.

Dazu haben die Tokioter Ingenieure ihrem schicken Neuzugang einen leistungsfähigen Musik-Player spendiert. Der nutzt die Technik des S-Master-MX-Verstärkers, den Sony ursprünglich für seine Heimkinosysteme entwickelt hat. Fünf unterschiedliche Surround-Modi und ein Equalizer mit vier Presets sowie zwei Slots für benutzerdefinierte Einstellungen ermöglichen sinnvolles Klangtuning. Bei der Gelegenheit lohnt sich auch gleich ein Fingertipp auf die Höchststufe des Clear-Bass-Reglers. Ansonsten ballern die Tiefen etwas kraftlos aus den mitgelieferten In-Ear-Ohrhörern (EX-Serie).

Sauberer Sound

Das stört den insgesamt positiven Höreindruck allerdings kaum. Sony wirft seine jahrzehntelange Erfahrung im Audio-Bereich in die Waagschale, präsentiert klare Höhen und ein stimmiges Stereobild. Auch dank Features wie DSEE, das hohe Frequenzen, die der MP3-Komprimierung häufig zum Opfer fallen, wiederbelebt. Keine Wunder sollte man sich hingegen vom eingebauten Mini-Lautsprecher erwarten, der in größerer Runde schnell an seine Lautstärke-Grenzen stößt. Um die Sitznachbarn in der U-Bahn mit Sido zu quälen reicht’s jedoch allemal – leider.

Füttern lässt sich der Z1000 mit MP3, WMA, AAC und Linear PCM. Wem das nicht genügt, bindet sich für knapp zehn Euronen monatlich an das Sony Entertainment Network (SEN) und den zugehörigen Service „Music Unlimited“. Der cloudbasierte Streaming-Dienst erlaubt den Zugriff auf rund zehn Millionen Songs. Dank DLNA, WiFi und Bluetooth steht auch dem Sound-Netzwerk in den eigenen vier Wänden nichts im Weg. Technikmuffeln bleibt die Radio-App, die ihre virtuelle Antenne nach dem UKW-Einheitsbrei ausstreckt.

Videoplayer und andere Apps

Glotzen statt kleckern: Mit dem Videoplayer hält Sony das hohe Niveau der Audiofeatures. Clips flimmern ruckelfrei über das 10,9-Zentimeter-Display, das Reflexionen wenig Angriffsfläche bietet und sich auch aus spitzen Winkeln relativ gut betrachten lässt. Das kommt auch beim Zocken gut. Die Spiele dafür lassen sich über WLAN vom Android Market ziehen. Einige Apps befinden sich bereits bei Auslieferung auf dem wahlweise 16 oder 32 Gigabyte großen Speicher des neuen Walkman. Beispielsweise Browser, E-Mail-Client, Kalender, Google Maps, Navigator, WLAN-Prüfer oder die Fotoanzeige. Wobei letztere eher ein Alibi-Dasein fristet – schließlich verzichtet der Multimedia-Player auf eine eingebaute Kamera.

Dafür lassen sich Bilder und Videos auch auf dem heimischen Flachbildfernseher bewundern – vorausgesetzt er wird vorher in die HDMI-Buchse des Z1000 eingeklinkt. Weniger sinnvoll ist dessen USB-Schnittstelle. Statt auf einen universellen Anschluss zu setzen, kocht Sony hier sein eigenes Süppchen. Da hilft nur: Das mitgelieferte Kabel in die Schublade mit den anderen 138 Exemplaren legen und nur nicht verschlampen!

Fazit: Sonys neuer Walkman NWZ-Z1000 hat technisch und optisch das Zeug, um Apples iPod Touch Dampf zu machen. Scheitern könnten die japanischen Konkurrenzpläne allerdings an der Preisgestaltung: Mit 309 Euro für das 32-GB-Modell und 269 Euro für die 16-GB-Variante ist der Z1000 alles andere als ein Schnäppchen.

[Sony]

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  1. Die absolut besten MP3-Player auf dem Markt. Die SPIELEN wenigstens MP3. Super Kopfhörer, lange Laufzeit… bei mir kommt nichts andere in die Tasche.

  2. du hast sowas von recht ich wöllte seit langem wiedermal nen neuen aber der alte geht immernoch ohne zu mucken!! sony for music!!!!

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