Amazonas-Pilz frisst unzerstörbaren Kunststoff

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Polyurethane werden für alle möglichen Kunststoffgegenstände verwendet - vom Gartenmöbel über Matratzen bis hin zu Skier und Kondomen so ziemlich alles, was man sich vorstellen kann. Das Problem: In der Natur baut sich der Kunststoff nicht ab. Doch nun hat man einen Pilz im Amazonas gefunden, dem PUR schmeckt.

Der Pilz mit dem wissenschaftlichen Namen „Pestalotiopsis microspora“ wurde im Regenwald von Ecuador von einer studentischen Forschungsgruppe unter der Führung des Biochemie-Professors Scott Strobel gefunden.

Es ist der erste Pilz, der auf Polyurethanen überlebt und das auch unter Sauerstoffabschluss kann. Das ist besonders wichtig, wenn man ihn in Mülldeponien einsetzen will. [Andrew Tarantola / Andreas Donath]

[Via Fastcoexist]

[Bild: andreas grahl (CC BY-SA 2.0)]

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    1. Darauf überleben dürften unter guten Bedingungen auch andere Pilze, Mikroben und Bakterien. Was wirklich interessant an
      Pestalotiopsis microspora ist, sind seine Fähigkeiten PUR als einzige Kohlenstoffquelle sowohl unter aeroben als auch anaeroben Bedingungen nutzen zu können. Es scheint, als sei eine Serin-Hydrolase für den Abbau von PUR verantwortlich, schreiben die Autoren des Papers http://aem.asm.org/content/77/17/6076 . Wenns stimmt und der Pilz sonst nichts unschönes anrichtet, wäre das natürlich ein sehr vielversprechender Ansatz, PUR abzubauen.

      1. man könnte versuchen aus den Pilzen irgendwie Energie rauszuholen in Form von Treibstoff oder Strom durch irgendein verfahren^^
        das wäre der Hammer

  1. Wunderbar als Waffe einzusetzen. Freigelassen wird das sicherlich ein Spaß für moderne Gebäude. Naja, früher war es der Pilz im Holz. Und bald gehen sie dahin, Luxushotels zerstört durch eingeschleppte Sporen.

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