Forschung: Wird hörbar, was wir denken?

Berkeley

Zugegeben - vom richtigen Gedankenlesen ist es noch ein gutes Stück entfernt. Forschern Universität von Kalifornien in Berkeley ist es aber immerhin gelungen, zu rekonstruieren was Menschen gehört haben. Abgelesen wurden die Wörter aus den Hirnwellen von Patienten.

Für die Studie wurden insgesamt 15 Patienten untersucht, die sich wegen Epilepsie oder eines Hirntumors operieren lassen mussten. Die notwendigen neurochirurgischen Eingriffe konnten die Wissenschaftler nutzen, um Elektroden direkt an der Hirnrinde, und damit an der für die Sprache relevanten Hirnregion, der Patienten anzubringen. Für die Studie wurden den Betroffenen anschließend verschiedene englische Wörter vorgelesen. Die im Gehirn entstandenen elektrischen Signale zeichneten die Forscher auf. Mithilfe eines am Computer erstellten Lautmodells, schafften es die Forscher die gehörten Wörter mit einer Treffsicherheit von 20 bis 30 Prozent zu rekonstruieren.

Die Forscher hoffen, dass es langfristig möglich sein wird, auf diesem Weg gedachte Wörter analysieren zu können, um beispielsweise vollständig gelähmten Patienten auf diese Weise eine Stimme zu verleihen.

Bleibt zu hoffen, dass sich die Technik nicht irgendwie zum Mainstream-Artikel entwickeln lässt.

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