Wie man sein Gehirn mit einer 9-Volt Batterie elektrifiziert, um klüger zu werden

Gehirn

Die transkranielle Gleichstromstimulation kann unserem Gehirn zu mehr Leistung verhelfen. Die DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency) hat gezeigt, dass man damit besser bei Computerspielen wird, die U.S. Air Force schaffte es, die Dauer ihres Pilotentrainings für ferngesteuerte Drohnen zu halbieren, und Wissenschaftler aus Harvard nutzen sie zur Behandlung von Depressionen. Was ist dieses mächtige Gerät, das die Gehirnfunktionen manipuliert und wo gibts sowas zu kaufen?

Eigentlich ist es nicht viel mehr als eine 9-Volt Batterie, die über ein paar Kabel an einen Resistor und Elektroden gekoppelt werden muss – man könnte sich also eigentlich einfach selbst eins bauen. Was nicht heißt, man sollte es tun, denn obwohl es noch keine Berichte über Anfälle oder schlimme Nachwirkungen in Folge der Zufuhr von Strom ins eigene Gehirn ohne medizinische Aufsicht gibt, sollte man das doch lieber lassen. Gleichzeitig ist es aber schockierend einfach, sich selbst einen transkraniellen Gleichstromstimulator zu bauen.

Schon seit Jahren hört man von den Vorteilen der Stimulation des Gehirns mit Niedrigstrom und auch Wissenschaftler sagen, dass wir alle dazu Zugang haben sollten. Warum hat sich dann eigentlich noch keine Firma daran gemacht, ein solches Gerät für den Haushalt zu entwickeln? Was wäre, wenn jeder Zugang zu solch einer „Denkerkappe“ hätte? Würden Eltern die Hirne ihrer Kinder manipulieren? Würden Karrieresüchtige vom Pillen- zum Braindoping übergehen?

Vielleicht ist die Antwort darauf ja einfacher. Wahrscheinlich sieht wohl einfach niemand einen wirtschaftlichen Nutzen darin, ein Gerät zu bauen, das jeder Grundschüler für wenig Geld zusammenstöpseln könnte? Man könnte sich auch einfach eines der Geräte der Harvardwissenschaftler kaufen. Deren einziger Nachteil sind die Kosten von etwa 750 Euro.

Eigentlich garnicht mal so unvorstellbar, dass man in einen Laden geht und sich ein wunderschön designtes, schmerzfreies und schlauermachendes Gerät kauft. [Scientific American]

Foto: Neuropsychopharmacology

[Oliver Schwab / Kristen Philipkoski]

Tags :
  1. Und wenn man es noch besser haben will, kommt ne 12 Volt Batterie dran!

    Irgendwann hängen alle an ihren Notebook Netzteilen mit dran xD

  2. Wo ist die Bauanleitung? wie stark muss der ‚Resistor‘ sein?

    PS: euer „Resistor“ heißt auf deutsch Wiederstand. Immer diese halbgaren übersetzungen…

  3. gut, lasst mich euch helfen:
    9 Ω Widerstand (Farbcode Schwarz, Weiß, Schwarz, SIlber/Gold) = 1 Ampere ;)

    Bauanleitung kannst Du von mir kaufen (so ab 5mio öre würd ich sagen)

  4. ich geh die Tage mal in den Baumarkt und kauf die benötigten Teile… sind weniger als 5€ ;o)

    gut… plus Lötkolben für 15€ und ne alte Sonnenbrille oder so… ^^

  5. elektroden kann man selbst bauen, oder im elektro-shop kaufen, im medizin bedarf besorgen, oder im sexshop (elektro-stimulation?) oder oder… so schwer isses doch echt nicht.

    …und was das vertauschen der Pole angeht kannst Du es ka gerne testen… ;)

  6. das vertauschen der elektroden ist „egal“, es wird der teil des gehirns stimuliert an dem die negative elektrode angebracht wird. Also will man z.B. das sprachzentrum anregen plaziert man die negative elektrode dort wo das sprachzentrum ist….

    1. …. je kleiner die elektrode desto intensiver die stimulation an der einen stelle. je größer die elektrode desto größer der bereich der stimuliert wird allerdings mit weniger energie…

  7. Mich würd interessieren ob das nur das logische Zentrum positiv beeinflusst oder auch das kreative Zentrum. Eigentlich ist da ja kein Unterschied, läuft beides auf elektrische Signale im Hirn, aber, wie kann man sowas testen??

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising