Kinect-Hack soll bei bei Bekämpfung von Phantomschmerzen helfen

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Rund 70 Prozent aller Amputierten haben ein sehr unangenehmes Problem mit Phantomschmerzen. Bisherige Behandlungsmethoden mit Arzneimitteln und der Spiegeltherapie haben nur begrenzte Erfolge gebracht. Ein neues System mit Microsofts Kinect und einer Computerbrille soll Abhilfe schaffen.

Das Kinect-System wurde von Benjamin Blundell an der Uni Manchester entwickelt. Der Patient wird mit Hilfe der VR-Brille in eine virtuelle Welt versetzt und verwendet das Microsoft-Eingabegerät Kinect als Steuerung für eine virtuelle Spielfigur. Dazu kommen noch einige Gyroskope am Stumpf und der Prothese. Das Gehirn des Patienten soll im Laufe des Spiels umlernen und das fehlende Gliedmaß nicht mehr in der imaginierten schmerzhaften Position wahrnehmen.

Das System muss noch durch zahlreiche Zulassungsparcours geschickt werden, bis es als Medizinprodukt auf den Markt kommen darf. Bei einem Test berichtete ein Patient jedoch schon, dass er nach dem Spiel erheblich weniger Schmerzen hatte als zuvor. [Andrew Tarantola / Andreas Donath]

[Via HackADay, PC World]

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