Soziales Netzwerk Path greift ungefragt Adressbücher ab

Path

Mal wieder ist ein soziales Netzwerk im Kreuzfeuer der Kritik gelandet. Diesmal trifft es jedoch nicht Facebook oder Google +, sondern deren Alternative „Path“. Denn die zugehörige Anwendung für iOS schickt ungefragt die Adressbücher der Nutzer an die Unternehmens-Server. Die Verantwortlichen geloben jetzt Besserung.

Wer dem Datensammler Facebook entgehen will, der geht eben zu Path. Hier tauschen sich derzeit rund 2 Millionen Nutzer in kuschelig kleinem Kreis mit höchstens 150 Freunden aus – so oder so ähnlich dürften sich die User das soziale Netzwerk vorgestellt haben. Dass die zugehörige iOS-App dabei munter das komplette Adressbuch des Users an die Firmenserver sendet, stellt in der vermeintlich privaten Atmosphäre dann doch einen Vertrauensbuch dar.

Entdeckt wurde das Treiben von Arun Thampi, einem iOS-Entwickler aus Singapur, dem auffiel, dass Path sein gesamtes Adressbuch, inklusive Telefonnummern, Adressen und E-Mail-Kontakten an die eigenen Server geschickt hatte. Path-Chef Dave Morin bezog Stellung und erklärte, dass die Datensammlung lediglich als Feature zu verstehen sein, dazu dienlich, andere Path-Nutzer im Adressbuch ausfindig zu machen. Bei der Android-Version ist dieses Feature optional. iOS-Nutzer, deren Adressbuch bereits auf den Servern liegt, können diese per E-Mail an service@path.com löschen lassen.

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