MIT: Neues Fehlerkorrekturverfahren soll Handyempfang verbessern

Zwischenablage01

Es spielt keine Rolle, wieviele Signalmasten euer Mobilfunkanbieter in der Stadt platziert hat - die Empfangsqualität kann dennoch an manchen Stellen ziemlich mies sein. Forscher des MIT haben nun eine Möglichkeit gefunden, den Empfang mit Hilfe eines neuen Fehlerkorrekturverfahrens zu verbessern.

Error Correcting Codes (ECC) (Fehlerkorrekturcodes) sollen dafür sorgen, dass am Ende
trotz Störungen noch ein akzeptables Signal ankommt und ihr eurer Gegenüber auch noch verstehen könnt. Dabei wird eine Testnachricht geschickt, um zu prüfen, wie verrauscht der Kanal ist. Je stärker das Rauschen ist, desto länger muss die Testnachricht sein. Das Problem dabei: Man läuft ständig wechselnden Störungen hinterher und muss die Testnachricht ständig anpassen.

Die Lösung des MIT ist beeindruckend simpel. Man verwendet zwar lange Testnachrichten, zerstückelt sie aber in Teile. Gregory Wornell, ein Professor am Department of Electrical Engineering and Computer Science am MIT erklärt:

„Die Übertragungsstrategie ist folgende: Zuerst senden wir den ersten Teil der Testnachrichten. Wenn der zu kurz ist, schicken wir den zweiten Teil und so weiter. Wir wiederholen die Übertragung dabei nicht: Wir schicken immer nur den nächsten Teil des Codewords. In der Gesamtheit ergibt sich eine viel bessere Fehlerkorrektur als bei der Wiederholung einzelner Teile.“

Die Technik ist aber noch in der Erprobungsphase. Bis also euer Mobilfunkempfang wirklich besser ist, wird noch einige Zeit vergehen. [Andrew Tarantola / Andreas Donath]

[Via MITNews, TNW, Foto: Christian Allinger, CC BY 2.0]

Tags :
  1. Gabs da nicht so eine ähnliche Idee, die die Standortinformationen nimmt, und dadurch auswertet wann zu einem anderen Masten gewechselt und gleichzeitig der am nächsten ausgewählt werden soll?

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising