OS X 10.8 Mountain Lion: iOS und Mac OS X nähern sich immer stärker an

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Er erschien praktisch aus dem Nichts: Mit Mountain Lion, der neuen Version von Apples OS X hatte niemand gerechnet. Entwickler können eine Vorschauversion ab sofort herunter laden, während die Version für Endverbraucher im Spätsommer 2012 erscheinen soll. Mit der neuen Version verschwimmen die Grenzen zwischen iOS und Mac OS X immer mehr.

Die zentralen Programme wie Messages, Notizen und ToDo-Listen und sogar ein Benachrichtungscenter und Air Play halten nun auch auf dem Mac Einzug. Bisher waren sie eine Domäne von iOS. Und natürlich synchronisieren die Apps ihre Daten auch über die Grenzen der Betriebssysteme hinweg.

Die Entwickler-Vorschau von OS X Mountain Lion enthält über 100 neuen Funktionen. Mountain Lion ist stark auf iCloud ausgerichtet und verfügt über eine neue Messages-App, die iChat ersetzt und es ermöglicht, Texte, Fotos und Videos zwischen Macs und iOS-Geräten auszutauschen. AIM, Jabber, Yahoo! Messenger und Google Talk werden weiter unterstützt. Messages können Mac-OS-X-Nutzer ab sofort herunterladen, ohne auf den Berglöwen warten zu müssen.

Reminders und Notes sollen Aufgaben und Notizen über alle Geräte hinweg zu erstellen und zu verfolgen. Das Game Center von iOS kommt auch auf den Mac und ermöglicht es, an Multiplayer-Spielen teilzunehmen. Dadurch ergeben sich vollkommen neue Spielmöglichkeiten, die iPhone, iPad und den Mac miteinander verbinden können. Das Benachrichtigungssystem und das Notification Center erlauben einen zentralen Zugriff auf Meldungen aus Mail, Calendar, Messages und Reminders. Natürlich können auch Apps von Drittherstellern darauf zugreifen.

Mit den sogenannten Share Sheets lassen sich Links, Fotos und Videos über Betriebssysteme und Apps hinweg einfach austauschen. Eine besondere Verbeugung macht der Berglöwe vor dem Microbloggingdienst Twitter, der stark in das Betriebssystem integriert wird. Aus Safari, Quick Look, Photo Booth, Vorschau und allen anderen dafür programmierten Apps kann fortan getwittert werden.

Eine iOS-Funktion, die bislang nur iPhones und iPads an Apple TV anbinden konnte, soll nun auch Macs mit dem Fernseher verknüpfen. Die Rede ist von Airplay. Dadurch kann schnurlos ein 720p-Videostream von allem, was auf dem Mac läuft, auf das Apple TV und damit an den Fernseher geschickt werden.

iCloud ist in Mountain Lion zum Einrichten zwar nicht unerlässlich, erleichtert aber den Datenaustausch von Kontakten, Mails, dem Kalender, Messages, FaceTime und Find My Mac enorm. Außerdem können nun wie bei Dropbox auch Dokumente in der Cloud gesichert und von allen angeschlossenen Geräten abgerufen werden.

Die neue Sicherheitsfunktion Gatekeeper ermöglicht die Kontrolle darüber, welche Apps auf den Mac heruntergeladen und installiert werden dürfen. So kann der Anwender wie bislang Apps aus jeglicher Quelle herunterladen oder sicherheitshalber nur solche aus dem Mac App Store und Apps von Entwicklern, die eine persönliche Entwickler-ID haben.

Mountain Lion unterstützt OpenGL und OpenCL und erstmals auch GLKit, das aus iOS 5 bekannt ist. Was das Update kosten wird und zu welchem Datum das neue Betriebsystem erhältlich sein wird, gab Apple noch nicht bekannt. [Tim Kaufmann]

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