NSA: Anonymous könnte Stromausfälle durch Cyberattacken verursachen

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Die NSA sorgt sich, dass Anonymous durch Cyber-Angriffe auf die Netzinfrastruktur Stromausfälle in den USA verursachen könnte. Doch ganz so bedrohlich, wie sich das anhört, ist die Situation offensichtlich nicht.

Das Wall Street Journal schreibt, dass General Keith Alexander, Direktor der NSA in privaten Meetings beschrieben hat, wie Anonymous innerhalb der nächsten ein oder zwei Jahre die Fähigkeiten erwerben könnte, einen begrenzten Stromausfall zu provozieren. Diese Befürchtungen wurden bislang nicht öffentlich gemacht.

Anonymous ist derzeit eher durch Aktionen aufgefallen, bei denen große Unternehmen durch Veröffentlichungen bloßgestellt wurden. Aber die Behörden in den USA befürchten, dass es dabei nicht bleibt. Angeblich will Anonymous am 31. März im Rahmen der Operation Global Blackout große Internetausfällen verursachen, doch das erscheint zahlreichen Beobachtern als unmöglich und nicht authentisch.

Auch weitläufige Stromausfälle lassen sich nicht einfach so erzeugen. Dazu müsste schon ein großflächiger Angriff auf die Infrastruktur unternommen werden. Dagegen haben sich die Stromnetzbetreiber bereits gewappnet, teilte ein Experte dem WSJ mit.

Auch wenn es zu einen kleinen Angriff auf die Stromversorgung kommen sollte, wären die psychologischen Folgen jedoch recht groß. Bislang griff Anonymous eher Behörden und Firmen an, aber bei einem Stromausfall würde ein großer Teil der Öffentlichkeit betroffen sein. Und wie die angesichts solcher Angriffe reagiert, ist schwer einzuschätzen. [Jamie Condliffe / Andreas Donath]

[Via Wall Street Journal]

[Bild: Ben Fredericson (xjrlokix) / CC BY 2.0]

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  1. Ich hoffe, dass bei Anonymous niemand auf die Idee mit Stromausfällen kommt, oder dem Lahmlegen von wenig-bis-nicht zensierten Internetservern.
    Denn wenn die Gegenseite so etwas macht, und es Anonymous in die Schuhe schiebt, ist die Reaktion vorhersehbar: eine Hatz auf alle Menschen, die etwas verändern wollen!
    Konkret wäre das eine Möglichkeit, die 99% wieder zum Verstummen zu bringen (ausser viele Informierte wissen es vorher, und die Pressehatz trifft auf viele vorinformierte Leute, deshalb schreibe ich das hier!!)

    Eine andere Sache wäre die Möglichkeit, zensierte Server umgehend ganz auszuschalten – besser natürlich mit entsprechenden Infos zu versehen, die den UserInnen erklärt, was vorgeht – aber Mundpropaganda würde in solchen Fällen eher ausreichen, um die Bevölkerung wütend in die Richtung der Zensur zu machen.

    Für die westliche Welt ist der Zusammenbruch der 68-er Bewegung GENAU zu dem Zeitpunkt, wo das eine oder andere konkret formuiert war, und in Gesetze hätte umgesetzt werden können (anstatt unseres inzwischen verbreiteten verbalen Gutmenschentums) die Folie, auf der jede Bewegung mit dem Kaputtgemachtwerden rechnen muss:
    Die NEIN zu HartzIV-Demos wurden ANGEBLICH von den Neonazis übernommen, was der Presse Gelegenheit gab, sie totzuschweigen (den Aktiven wurde keine Chance gegeben, mit der komischen Behauptung fertigzuwerden, ein Sozialstaat nur für geborene Deutsche wäre möglich, oder wie sich eine eine ähnliche geburtsdefinierte Zuweisung von Arbeitsplätzen ausmachen würde – inzwischen ist ja auch noch klar, dass Behauptungen dieser Qualität ohne Verfassungssch(m)utzspitzel nie die Ebene von Suffgeschwätz verlassen hätte)
    Die französichen Aktionen gegen Arbeitslosigkeit, Diskriminierung und Sarkozys Angriff auf das 30-Std-Wochengesetz wurden als Radau und mutwillige Sachbeschädigung dargestellt in jeder anderen Sprache usw.

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