Ultrafester Kleber auf Molekularebene

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Wer schon einmal das zweifelhafte Vergnügen hatte, seine Finger mit Superkleber aneinanderzupappen, weiß, wie schmerzhaft das sein kann. Aber stellt euch vor, dass der Kleber auf molekularer Ebene eure Finger miteinander verschweißen würde. Dann würde nur noch ein Messer helfen, sie wieder zu trennen. Wissenschaftler entwickeln einen Superkleber, der genau das kann. Fleischfressende Bakterien helfen ihnen dabei.

Ein Wissenschaftlerteam der Uni Oxford hat einen Molekularkleber entwickelt, der vom Bakterium Streptococcus Pyogenes inspiriert wurde. Das Bakterium löst schwere Krankheiten aus, bei denen Fleisch zersetzt wird, berichtet PhysOrg.

Das Forscherteam war an einem einzelnen Protein interessiert, das dieses Bakterium nutzt, um Zellen aufzubrechen und neu miteinander zu verbinden, erläuterte Dr. Mark Howarth. Das Protein hat man sich zur Vorlage genommen, um einen Molekularkleber zu entwickeln, der nach dem gleichen Konzept arbeitet. Es funktioniert wie ein Schloss, wenn es mit seinem Partnerprotein in Verbindung kommt. Dadurch können auch sehr spezifische Kleber entwickelt werden, die ausgewählte Materialien miteinander verbinden und andere nicht. [Jamie Condliffe / Andreas Donath]

[Via PhysOrg; Bild: Will Fuller]

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    1. Nun, die sind ja auch naheliegend. Cyanoacrylat („Superkleber“) wird u.A. in der Chirurgie und in Santitätsdienst ja auch seit Jahrzehnten erfolgreich eingesetzt zum Wundverschluss und eine abgewandelte Version gibt es seit ungefähr 20 Jahren als Sprühpflaster in der Apotheke.

      1. Weil er nicht`s findet, mit dem er sich verbinden kann. Lass einmal einen Tropfen vom Sekundenkleber auf eine Glasfläche tropfen und schau wie lange der braucht bis er „ausgetrocknet“ ist. Du kannst auch nicht jeden Kunststoff mit Sekundenkleber kleben.

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