Die Technik hinter dem explodierten Turbinen-LKW von Daytona

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Juan Pablo Montoya verlor vor zwei Tagen die Kontrolle über ein Fahrzeug beim Daytona 500-Rennen und fuhr in einen Pickup, der mit einer Turbine und 750 Litern Jettreibstoff bestückt war. Er ging sofort in Flammen auf.

Warum fährt auf einer Rennstrecke ein Truck mit einer Turbine aus einem Helikopter und einer riesigen Menge leicht brennbaren Treibstoff herum?

Der Jet Dryer ist ein riesiger Fön. Bei nasser Strecke wird das Fahrzeug eingesetzt, um die Fahrbahn zu trocknen. Diese seltsamen Gefährte gibt es seit den 70er Jahren und wurden von Roger Penske entwickelt. Die Fahrzeuge werden in großer Zahl bei Rennen eingesetzt, um die Strecke trocken und sauber zu halten.

Innerhalb von 2 Stunden können sieben dieser Fahrzeuge einen triefnassen Rennkurs wieder trocken pusten. Da der Sprit nicht gerade billig ist, wird die Technik aber recht sparsam eingesetzt. Normalerweise ist die Arbeit der Fahrzeuge unspektakulär. Wird der Schub aber zu hoch eingestellt, kann durchaus der Asphalt weggepustet werden. Das geschah 2008 einmal aus Unachtsamkeit.

Und natürlich ist es absolut nicht anzuraten, in einen solchen Riesenföhn zu fahren. Die Technik kann auch verwendet werden, um Schnee zu entfernen, sei es auf Rennstrecken, Parkplätzen oder Flughäfen. Die Hitze kann Eis auf einer Distanz von rund 13 Metern zum Schmelzen bringen.

Die Russen haben ebenfalls einen Jet Dryer entwickelt. Ein Triebwerk des Typs Klimov VK-1 d aus einer MiG-15 wurde dabei auf einen LKW montiert. Damit lassen sich sowohl Flugzeuge enteisen als auch Start- und Landebahnen auftauen. [Kyle Wagner / Andreas Donath]

[Via Jet Dryers, NASCAR, DarkRoastBlend]

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