Erste Testfotos der Nikon D4: Bei schlechtem Licht sehr gut

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Wir haben im Vorfeld viel über die Fähigkeiten der Nikon D4 gehört, bei schlechtem Licht noch ordentliche Fotos zustande zu bringen. Wir haben die Monsterkamera einfach einmal ausprobiert. Die Resultate sollten auch den größten Kritiker überzeugen.

Kann diese Kamera wirklich bei ISO 12.800 gute Bilder machen? Um es vorwegzunehmen: Ja und nein. Die Fotos sehen für diese hohe Lichtempfindlichkeit wirklich sehr gut aus. Wenn man sie vergrößert, sieht man aber eindeutig das Rauschen und Farbabweichungen. Aber selbst das ist noch absolut im Bereich des Vertretbaren.

Die Bilder wurden in einem recht dunklen Büro bei schlechtem Licht aufgenommen. Bei ISO 200 und Stativeinsatz kann man sehr viele Details in den Bildern erkennen. Wie bei jeder Kamera ist es auch bei der D4 anzuraten, unter ISO 3.200 zu bleiben. Aber im Falle eines Falles ist es natürlich schön zu wissen, dass man auch problemlos den Empfindlichkeitswert herauf schrauben kann, ohne zu befürchten, nur noch Pixelmatsch zu erhalten.

Auf Flickr haben wir einige der Testbilder veröffentlicht. Wir sind auf eure Meinung gespannt (nicht zum Motiv…). Die Aufnahmen entstanden mit einer 50-mm-Festbrennweite. [Mario Aguilar / Andreas Donath]

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  1. Das Bildrauschen wird völlig überbewertet.

    1. Die meisten Bilder werden eh fürs Web verkleinert. Da sieht man vom Rauschen dann eh nichts mehr.

    2. Viele Bilder werden in A4 oder A3 ausgedruckt. Selbst auf A3 sieht man meist vom Rauschen nichts mehr. Je kleiner die Bilder gedruckt werden, desto weniger sieht man vom Rauschen.

    3. Bilder werden zu 99% eh immer verkleinert am Bildschirm angeschaut. Niemand schaut sich ernsthaft am Bildschirm einen 100% Ausschnitt an, es sei denn er sucht gezielt nach Bildrauschen.

    4. Lightroom z.B. ist mittlerweile echt gut im Entrauschen von Bildern, wenns denn sein muss.

    Das ISO 12800 Beispiel aus der Flickr Galerie ist der Hammer! Na klar sieht man das es etwas rauscht, aber das stört (meiner Meinung nach) so gut wie gar nicht. Absolut zu gebrauchen. Übrigens habe ich das Bild hier grad mal auf DIN A4 ausgedruckt. Vom Rauschen sieht man da nix mehr.

    Also keine Angst vor hohen ISO Werten. Selbst an meiner nun bald 5 Jahre 1D Mark 3 habe ich keinerlei Hemmungen auf ISO3200 zu gehen. Selbst ISO 6400 verwende ich ohne größere Bauchschmerzen.

    1. zu 4.:
      Lightroom kann entrauschen? Da musst du mehr wissen, als ich.
      Ich entrausche mit Camera RAW!

      Und was ist, wenn ich Bildausschnitte vergrößern will? Das Rauschen sollte auch nicht unterschätzt werden! ISO hochknallen ist immer eine Versuchung!

      Dann übersiehst du wohl auch noch folgendes: Was ist mit dem Rauschen, wenn ich Videos filmen will? Da kommt es viel deutlicher zum Tragen als bei Fotos!

      Ich habe eher den Eindruck, dass du das Rauschen unterbewertest!

  2. es stellt sich doch eher die frage wan ist rauschen sinnvoll und wann nicht?

    sinnvoll ist es nicht wenn man nachts architektur fotografieren will. will man das kauft man sich ein stativ und dann iso 200 und 30 sek belichten.

    sinnvoll ist es nicht auch, wenn man nachts people fotos für magazine macht. will man das kauft man sich ein ranger set und fertig ist.

    sinnvoll ist es aber wenn ich nachts meine freunde oder abends meine kleine in der küche beim abendbrot fotografiere. weil da will ich keine hochglanzfotos , sonder live&real. und das unterstützt das rauchen.
    das sieht man am besten an kriegsfotos. da gehört rauschen auch dazu, unterstützdens als stilmittel.

    und noch ein tip wegen dem rauschen.
    wenns mal arg ist. photoshop, eben dublizieren, körnung drüber, schwarz weiß, dublizierte ebene auf “weiches licht” … dan hat man eine ganz leichte körnung die jegliches rauschen verschluckt, zusätzliche schärfe und alles toll.

    in diesem sinne.

    1. Ich bin wie Sie und dem Vorredner der Meinung, dass das Bildrauschen beim Druck von kleineren Formaten und bei vielen Fotos auch auf dem Bildschirm keine so entscheidende Rolle spielt, wie es die Marketingmaschinerie und auch viele Fotozeitschriften es uns weiß machen wollen. Dennoch haben die hohen ISO-Werte, die die Kameras mittlerweile bei ordentlicher Qualität erzielen, durchaus ihre Berechtigung. Sowohl im Amateur- aber auch im Profibereich.

      Was nicht vergessen werden sollte, sind die kurzen Belichtungszeiten bzw. relativ weit schließbaren Blendenöffnungen, die durch die hohen Empfindlichkeiten möglich werden. Die Folge sind zum einen auch bei schlechtem Licht weniger verwackelte Fotos und zum anderen deutlich schärfere Bilder mit wenigen Bewegungsunschärfen. Für Amateure ist das interessant, weil auch die Kameraautomatiken, die bei ihnen so beliebt sind, auf diese Leistungsparameter zurück greifen können, wenn zum Beispiel das Licht schlecht ist oder ein “Kinder-” oder “Sportbelichtungsprogramm” aktiviert wurde.

      Im Reportage-Profibereich sind einfach viele Fotos nur möglich, wenn trotz miesen Lichtes oder hektischer Szenerie noch eine akzeptable Bildqualität dabei herausspringt. Ich kenne diverse Fälle aus der Vergangenheit, bei denen eigentlich recht wichtige Bilder nicht veröffentlicht wurden, weil sie wegen übelster Bewegungsunschärfen einfach unbrauchbar waren. Das Risiko ist bei diesen hochempfindlichen Sensoren einfach nicht mehr so hoch (bei richtiger Bedienung der Kameras…)

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