Cloud Computing: Studie prognostiziert stark steigende Umsätze

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Coud Computing wird eines der wichtigsten Themen auf der CeBIT sein. Bei dem aktuell scheinbar explodierenden Angebot ist dies allerdings auch wenig verwunderlich. Wie nun aus einer Studie des Branchenverbandes Bitkom hervorgeht, soll mit der Ausdehnung des Marktes auch der Umsatz in diesem Jahr um gute 47 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro steigen.

„Cloud Computing ist zu einem echten Boom-Thema geworden. In den kommenden Jahren bleiben die Wachstumsraten aller Voraussicht nach im zweistelligen Bereich“, so Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf. Bis zum Jahr 2016 soll der Markt sogar auf rund 17 Millionen Euro anwachsen.

Am stärksten zulegen soll der Umsatz im Business-Bereich. So geben Unternehmen gut drei Milliarden Euro für Cloud Computing aus – im Vorjahr war es noch um ein Drittel weniger. Der Großteil der drei Milliarden wird dabei für Cloud-Dienstleistungen ausgegeben. Dazu gehören unter anderem Software-as-a-Service (das Bereitstellen von Computerprogrammen über das Internet), Platform-as-a-Service (die Bereitstellung von Entwicklungsumgebungen über das Internet) und Infrastructure-as-a-Service (die Bereitstellung von Speicher- oder Rechnerkapazität über das Internet). Für die etwaige Cloud-Hardware zahlen die Unternehmen 1,1 Milliarden. Die restlichen 500 Millionen entfallen auf Integration und Beratung.

So erfolgreich Cloud Computing im Geschäftsbereich auch ist, bei privaten Verbrauchern hat die „IT aus der Wolke“ den Durchbruch noch nicht richtig geschafft. So nutzt laut einer Umfrage im Auftrag der WirtschaftsWoche nur jeder vierte Deutsche entsprechende Cloud-Angebote. Hauptgründe hierfür seien vor allem fehlendes Interesse (61 Prozent) und Sicherheitsbedenken (41 Prozent).

Auch die Zahlungsbereitschaft sei bei Verbrauchern sehr gering. Generell gab nur jeder zweite Deutsche bei der Umfrage an, für Cloud-Services auch zahlen zu wollen. 19 Prozent davon würden bis zu fünf Euro monatlich für Cloud Computing bezahlen, 17 Prozent fünf bis zehn Euro und elf Prozent wären bereit, mehr als zehn Euro zu zahlen.

2012 werden Privatverbraucher laut Bitkom voraussichtlich 2,3 Milliarden Euro in Cloud-Services stecken. Dabei werden vor allem Unterhaltungsdienste, wie Online-Spiele oder Streaming-Dienste genutzt. Hier soll sich der Umsatz bis 2016 verdreifachen und auf über 6 Milliarden Euro ansteigen.

[via Bitkom]

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