Jubiläum: X-37B seit einem Jahr im Orbit

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Die amerikanische Air Force hat mit ihrem experimentellen Raumgleiter X-37B einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung gemeistert. Seit mehr als 365 Tagen kreist der unbemannte Flugkörper nun offenbar problemlos um die Erde. Weiter offen ist dagegen, für welche Zwecke das vergleichsweise kleine Raumschiff einmal eingesetzt werden soll.

Die Air Force betont vor allem das zivile Potenzial der X-37. Unter anderem könnte eine vergrößerte Variante einmal Astronauten zur Internationalen Raumstation (ISS) transportieren oder helfen deren Versorgung zu sichern. Weniger pazifistische Szenarien sehen die X-37 eher als einen hoch mobilen Spionage-Aufklärer oder als Jäger feindlicher Satelliten.

Die X-37B hat eine Ladefläche, deren Abmessungen in etwa der eines Pickup-Trucks entsprechen. Zur besseren Energieversorgung kommen Solarzellen zum Einsatz. In einen Orbit gebracht wird der Flieger von einer konventionellen Trägerrakete, zurück geht es wie beim ausgedienten Space Shuttle im Gleitflug. Angesichts starker Kürzungen im Budget für Weltraum-Projekte der USA ist die X-37 besonders auf eine möglichst hohe Kosteneffizienz getrimmt.

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