James Camerons neues U-Boot soll den Filmemacher zum tiefsten Punkt der Meere bringen

Deapsee-Challenger

James Cameron tritt als Regisseur neuen Technologien immer mit offenen Armen entgegen. Mit seinem neuesten Spielzeug, dem Deepsea Challenger U-Boot, will er jetzt zum Challengertief, dem tiefsten Punkt der Weltmeere, tauchen.

Seit er sich ans Filmen der am Meeresgrund liegenden Teile der Titanic gemacht hat, entwickelte sich bei Cameron eine gewisse Obsession für die Unterwasserwelt. Jetzt hat er in Zusammenarbeit mit National Geographic das elektrisch angetriebene U-Boot Deepsea Challenger entworfen und gebaut, dass etwa 11 Kilometer tief tauchen können soll.

Der letzte Trip ins Challengertief wurde im Jahr 1960 vorgenommen, als Don Walsh und Jacques Piccard an Bord des Bathyscaph Trieste bis zum Meeresgrund vorgedrungen sind. Die Fahrt dauerte damals noch fünf Stunden, Camerons U-Boot soll sie in zwei Stunden schaffen. Und während Walsh und Piccard nur 20 Minuten vor Ort verweilen konnten, soll die Deepsea Challenger sechs Stunden am Ziel bleiben können, was viel mehr Zeit zur Erkundung und Erforschung bedeutet.

Selbstverständlich plant Cameron auch, Bild- und Filmmaterial an die Oberfläche zurückzubringen. Das winzige U-Boot ist mit vier hochauflösenden Kameras und einer etwa 2 Meter breiten LED-Wand ausgestattet, die aufgrund der schlechten Lichtverhältnisse in 11 Kilometern Tiefe vonnöten ist. [National Geographic via The Scuttlefish]

[Oliver Schwab / Andrew Liszewski]

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  1. Ich sage es gerne auch noch mal, wie beim letzten Beitrag zu einem ähnlichen Thema, das Challengertief ist nicht die tiefste Stelle!

  2. Man sollte aber genau googlen und wird Unstimmigkeiten finden. Der Artikel über den Marianengraben in der deutschen Wikipedia weisst die Witjastiefe als tiefsten Punkt aus.

    Liest man dagegen Artikel über den Challenger Deep in der englischen Wikipedia, wird die Witjastiefe als ein Punkt in der Challenger Tiefe dargestellt. Die Witjas (oder auch Vityaz) ist ein Sowjetisches Schiff gewesen, welches die Challenger Tiefe vermessen hat. Also nur zu einem anderen Ergebniss an der gleichen Stelle kam. Jetzt wurde diese Stelle erneut vermessen und halt eine andere Tiefe gemessen.

    Somit wäre noch immer die Challenger Tiefe die tiefste Stelle….. auch schon 1957 als die Witjas dort war, sie haben sie nur noch tiefer gemessen als alle Messungen vorher und nachher.

  3. Vielen dank für die Information das 6 Stunden länger sind als 20 Minuten. Da wäre ich persönlich nicht drauf gekommen. Captain Obvious.

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