Test: iTeufel Air – drahtloses Soundsystem für Apple-Fans

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iTeufel Air – der Name des Geräts sagt eigentlich schon, um was es geht: Ein Soundsystem, das Musik drahtlos von Apple-Geräten empfängt und abspielt. Als Zuspieler kommen iPad, iPhone oder iPod, aber auch PC und Mac mit iTunes zum Einsatz, die gleichzeitig als Fernbedienung fungieren: Laut, Leise, Start, Stopp, Vor und Zurück – das alles steuert man direkt auf dem Display von iPad und Co.

Die Daten werden per WLAN übertragen, dafür unterstützt das Gerät den Funkstandard 802.11b/g. Die 54 MBit/s brutto, die damit maximal möglich sind, reichen für das Streaming von Musik dicke aus. Der iTeufel Air bietet zwei Möglichkeiten an, per WLAN angesteuert zu werden: Ihr könnt iPhone/iPad/etc. direkt mit dem Lautsprecher verbinden. Das geht äußerst fix, hat aber den Nachteil, dass man die Verbindung zu jedem anderen WLAN verliert. Ins Internet kommt ihr dann zum Beispiel nicht mehr. Nehmt ihr den iTeufel Air mit auf Partys oder will ein Freund mal eben schnell Musik von seinem iPhone abspielen, ist der Ad-hoc-Modus super. Für den stationären Betrieb bietet sich aber eher die Option an, das Gerät mit dem WLAN-Router zu verbinden. Das dauert ein bisschen länger, ist aber recht simpel. Anschließend bieten alle AirPlay-kompatiblen Apps und Programme den iTeufel Air als Lautsprecher an: ausgewählt, „Play“ gedrückt, schon läuft die Musik über der den Äther. Das hat im Test gut funktioniert – bis auf eine Ausnahme: Im Ad-hoc-Modus riss die Verbindung zum Lautsprecher ab, wenn ich mich mit dem iPad etwa zehn Meter entfernte. Zugegeben: Da waren zwei dicke Wände dazwischen. Aber meinem WLAN-Router, der noch weiter weg steht, macht die Entfernung keine Probleme. Scheinbar sind die Antennen der iTeufel Air nicht die stärksten.

Klarer Sound mit Detail und Kraft
Die Akustik der Boxen hingegen ist zumindest für meine Ohren über jede Kritik erhaben. Dafür sorgen zwei Zweiwege-Lautsprecher (25-Millimeter-Hoch- und 80-Millimeter-Mitteltöner) mit je 20 Watt Sinus sowie ein Subwoofer (130-Millimeter-Tieftöner) mit 45 Watt Sinus. In der Summe ergibt dies einen Klang, der ausgesprochen klar und detailgetreu ist. Vor allem Klassik- und Jazz-Liebhaber dürften daran ihre Freude haben. Aber auch Pop und Rock hören sich wunderbar an. Basslastige Richtungen wie Hip-Hop oder Techno kommen hingegen nicht so gut weg. Teufel setzt mit dem iTeufel Air den Akzent auf den Hochtonbereich – ganz bewusst und sehr gelungen. Der Hersteller empfiehlt den Einsatz in Räumen bis 25 Quadratmeter. Der maximale Schalldruck von 102 Dezibel füllt aber auch größere Räume noch ausreichend. Kurz gesagt: Das Ding kann echt laut sein.

Keine Nachteile, lediglich Fakten
Echte Kritik gibt es von meiner Seite nicht. Einige Dinge sollte man aber vor dem Kauf wissen: Kabellos nimmt der iTeufel Air nur etwas von Geräten entgegen, die AirPlay-kompatibel sind. Konkret sind das iPhone, iPad oder iPod mit mindestens iOS 4.2.1 oder ein PC oder Mac mit mindestens iTunes 10.1. Andere drahtlose Schnittstellen wie etwa Bluetooth hätte der Hersteller – gerade bei diesem Preis – ruhig einbauen können. Wer diese vermisst, sollte also einen großen Bogen um unseren Testkandidaten machen. Zugegeben: Über den Eingang auf der Rückseite lassen sich beliebige Audioquellen per 3,5-Millimeter-Klinge anschießen. Der Reiz des „Kabellosen“ geht damit aber verloren. Zudem bietet der iTeufel Air keinen Equalizer, was wohl nur die Spielkinder unter uns stören dürfte, und keinen Ethernet-Anschluss, was angesichts der starken Verbreitung von WLAN kein Muss mehr ist.

Darüber lässt sich bekanntlich streiten
Das Design ist natürlich Geschmackssache. Die runde und doch eckige Form des Chassis, das schlichte Schwarz-Weiß, der edle Hochglanz-Look – all das macht sofort klar, dass es sich hier nur um Apple-Zubehör handeln kann. Der silberfarbene Fuß fällt allerdings total aus der Rolle. Da hat sich Teufel meiner Meinung nach im Farbtopf vergriffen. Aber wie schon gesagt: Geschmackssache.

Im Standby-Modus verbraucht das Gerät nur 0,5 Watt. Etwas mehr Leistung ist beim Sleep-Modus nötig, bei dem das WLAN-Modul weiterhin auf der Lauer liegt. Kommt ein Signal an, wacht auch der Rest des Systems auf und spielt die Musik nach einigen Sekunden Verzögerung ab. Dann kann der iTeufel Air in der Spitze schon mal bis zu 100 Watt ziehen.

Fazit
Der iTeufel Air ist kein Ausstattungskönig und mit knapp 500 Euro sicher kein Schnäppchen. Doch wer mit den Einschränkungen leben kann, bekommt ein drahtloses Soundsystem, das einen wunderbaren Klang liefert und sich extrem einfach einrichten lässt. Für HiFi-Fans mit Apple-Einschlag gebe ich eine klare Kaufempfehlung ab.

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  1. Sag mal kriegt Ihr hier mal auch eine dynamische Fotogalerie hin? Das is ja nicht zu fassen das bei jedem Bild die ganze Verf***** Seite neu geladen wird…

    ECHT 2008…

    1. Ich habe da mal ein kleines Script für Greasemonkey (Firefox) bzw. Tampermonkey (Chrome) zusammengebaut, das eine halbwegs vernünftige Galerie bei Gizmodo einbindet. Das Gejammer hier nach einer vernünftigen Galerie dauert ja schon ewig, aber es tut ja bei Gizmodo keiner was. Da muss man sich halt selber helfen. Viel Spaß damit…

      Zu finden unter userscripts.org/scripts/show/127153

  2. Argh, das Teil sieht ja mal zuu geil aus! Und dann auch noch drahtlos, gefällt mir wirklich gut. Zu schade dass ich kein iPhone habe – Gibt es keine Möglichkeit das von anderen Geräten oder nem iPod classic laufen zu lassen..?

  3. Guter Sound ist wichtig, reicht aber nicht:

    Wer stellt sich denn bitte für 500 Euro so einen häßlichen Klotz in die Wohnung? … stylischer Fernseher, stylisches Iphone … überhaupt alles ganz “nett” … und dann einen schwarzen klotz mitten drin?

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