Spotify im Visier der Datenschützer

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Wenige Tage nach dem offiziellen Start von Spotify bekommen die schwedischen Musik-Streamer die Besonderheiten des deutschen Marktes zu spüren. So hat GEMA-Chef Harald Heker mittlerweile bestritten, dass es mit Spotify eine Einigung über die Vergütung für die angebotenen Songs gibt. Auch Datenschützer warnen wegen der Bindung an einen Facebook-Account vor der Nutzung des Dienstes.

„Das Telemediengesetz verpflichtet die Internetdiensteanbieter, eine anonyme oder pseudonyme Nutzung des Dienstes anzubieten. Ein solches Recht wird aber nicht gewährt, wenn sich der User vorher bei Facebook registrieren lassen muss“, so der Bundesbeauftragte für den Datenschutz Peter Schaar gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ).

Zwar sei es bei Facebook auch möglich, sich unter einem Fantasienamen zu registrieren. Die Mehrheit der User dürfte den Dienst aber schon allein aus praktischen Gründen mit ihren echten Daten nutzen. Problematisch sei auch der Status von Facebook als im Kern nicht deutscher Anbieter. „Da Facebook sich nicht an deutsches Datenschutzrecht hält, wie das Landgericht Berlin gerade bestätigt hat, kann man von der Nutzung des Dienstes Spotify nur abraten“, so Alexander Dix, in Berlin Beauftragter für den Datenschutz im Gespräch mit der NOZ.

[via: heise.de]

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