Ein Laser leert ein bedrucktes Papier

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Forscher an der University of Cambridge haben einen neuen Weg gefunden, um gedruckte Dokumente zu recyceln. Dabei wird einfach der Toner mittels einem Laserpuls von den Blättern weggedampft. Bei diesem Prozess kann eine ganze Seite gelöscht werden, die dann wieder bereit zum Drucken ist.

Vielleich erinnert sich der ein oder andere noch, dass Toshiba bereits an einer ähnlichen Technik gearbeitet hat. Dabei wurde ein spezieller Toner benutzt, welcher durch Erhitzung von einem Seitenblatt entfernt werden konnte. Doch der Nachteil bei diesem Ansatz war, dass wirklich jeder Drucker diese spezielle Tonerformel benutzen musste.

Die Methode aus Cambridge dagegen funktioniert mit den vorhandenen Tonerzutaten, die bei jedem aktuellen Kopierer und Drucker weltweit eingesetzt wird. Ebenfalls wird das reguläre alte Druckerpapier unterstützt.
Nach einigem Ausprobieren fanden die Wissenschaftler in Cambridge heraus, dass sich grünes Laserlicht mit einer Wellenlänge von 532 Nanometern am besten eignet, wenn es in Zeitabschnitten von vier Sekunden abgefeuert wird. Auf diese Weise hat es den Toner auf der Oberfläche erfolgreich verdampft, ohne die Papierfasern darunter zu beschädigen.

Diese Technik kann zwar mehrmals an einem Blatt angewandt werden, jedoch wird das Papier nach vier bis fünf Laserbehandlungen gelblich, da die Fasern beschädigt werden. Und genau wie bei Toshibas Versuch, welcher eine besondere Maschine für die Erhitzung des Papiers benötigte, müssen diese Laser entweder in das entsprechende Gerät eingebaut werden oder sie erfordern ein seperates Gerät, um die Blätter zu leeren. [Andrew Liszewski/Helene Gunin]

[via New Scientist]

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  1. […] ohne die Papierfasern darunter zu beschädigen.

    Diese Technik kann zwar mehrmals an einem Blatt angewandt werden, jedoch wird das Papier nach vier bis fünf Laserbehandlungen gelblich, da die Fasern beschädigt werden. […]

    Die eigenen Artikel bitte genau durchlesen bevor man sie veröffentlich …

  2. […] müssen diese Laser entweder in das entsprechende Gerät eingebaut werden oder sie erfordern ein seperates Gerät […]

    Potzblitz.. man braucht Geräte… voll Retro *gähn*

  3. Zwei Fragen drängen sich auf:
    1.) Wieviel Energie wird für das Leeren eines Blattes in Relation zur Herstellung eines neuen Blattes benötigt
    2.) Alles was verdampft muss ja irgendwo bleiben. In der Raumluft möchte ich den „Qualm“ nicht haben und selbst bei effektiven Filtern muss das Zeug und diverse Austauschfilter irgendwo entsorgt werden.
    Ob das Verfahren unterm Strich sinnvoll ist gilt es sicherlich noch zu ermitteln.

    Das umweltfreundlichste Papier ist jenes, das gar nicht bedruckt wird. Viele Prozesse, zum Beispiel das leidige Rechnungssammeln fürs Finanzamt sollten dem Stand der Technik angepasst werden. Natürlich mit einem Maximum an Datenschutz.

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