Meditation macht das Hirn schneller

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Für viele Menschen ist Meditation nicht mehr und nicht weniger als Hippie-Quatsch. Damit machen Wissenschaftler der University of California Los Angeles (UCLA) jetzt Schluss. Sie haben herausgefunden, dass regelmäßiges, intensives Meditieren die Geschwindigkeit erhöht, in der das Gehirn Informationen verarbeitet.

Die Forscher haben mithilfe von MRT-Scans die Gehirne von 100 Personen beobachtet, von denen es sich die Hälfte regelmäßig meditiert. Bei den Meditierenden stellten sie eine stärker ausgeprägte Faltenbildung im Hirnoberflächengewebe fest. Man geht davon aus, dass mit stärkerer Faltenbildung auch eine Erhöhung der Verarbeitungsgeschwindigkeit einhergeht.

Die Forscher stießen auf einen direkten Zusammenhang zwischen der Anzahl der Jahre, seit denen jemand meditiert und der Intensität der Faltenbildung. Das legt nahe, dass sich die Leistungsfähigkeit des Gehirns durch regelmäßiges Gehirn steigern lässt. Wie Eileen Luders gegenüber dem Medical Express sagt: “Meditierende sind als Meister der Introspektion und des Bewusstseins bekannt, genauso wie sie für emotionale Kontrolle und Selbstregulierung stehen. Deshalb ist es nur sinnvoll, dass das Gehirn um so mehr Falten bildet, je länger jemand meditiert.”

Und wie lernt man nun meditieren? Apps, Bücher, Videos, oder muss es doch ein Kurs sein? Schreibt uns Eure Meinung in den Kommentaren. [Jamie Condliffe / Tim Kaufmann]

[Via Frontiers in Human Neuroscience, Medical Express, Bild via Shutterstock]

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  1. Interessanter Beitrag aber probelesen könnte man den trotzdem.

    “Das legt nahe, dass sich die Leistungsfähigkeit des Gehirns durch regelmäßiges Gehirn steigern lässt.”

    Und das ist nur die Spitze…

  2. “Das legt nahe, dass sich die Leistungsfähigkeit des Gehirns durch regelmäßiges Gehirn steigern lässt.”

    Muss ich jetzt jeden Tag etwas altes Hirn essen?

  3. interessanter Artikel… Diese Erkenntnisse sind aus mehreren Studien jedoch seit Jahren bekannt, in der breiten Öffentlichkeit jedoch nie durchgedrungen…
    zB. hier ein Link zu einem Studienergebnis eines Forscher-Teams aus Wissenschaftlern der Universität Gießen, des Massachusetts General Hospital und der Harvard Medical School in Boston:
    http://www.nmr.mgh.harvard.edu/~britta/SdF_2011_01_32_33.pdf

    hier noch ein Link einer deutschen Vereinigung mit vielen Verweisen zu internationalen Universitäten welche solche Forschungen durchführen:
    http://www.mindfulness-research.net/v2/

  4. Meditieren schaltet den allgegenwärtigen Autopiloten aus, mit dem wir aus dem Bett unter die Dusche in den Anzug ins Auto ins Büro und wieder zurück steuern bzw. gesteuert werden. Und mit einem klaren Kopf lässt sich besser denken. Find’ ich nachvollziehbar.

    @Michaeli: guten Appetit ;)

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