Sonys „Smart Outlets“: Kostenpflichtige Steckdosen an öffentlichen Plätzen

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Letzten Monat hat Sony angekündigt, sogenannte "Smart Outlets" für Steckdosen auf den Markt bringen zu wollen, die NFC und RFID benutzen, um den angeschlossenen Benutzer zu identifizieren, dessen Verbrauch zu dokumentieren und für den Stromverbrauch Geld zu kassieren. Eigentlich soll die Technik in Zukunft beim Auftanken von Elektroautos genutzt werden.  Vorläufig scheint aber der Einsatz in Flughäfen und an anderen öffentlichen Plätzen viel wahrscheinlicher. Somit könnten Flughafenbetreiber künftig Geld damit verdienen, wenn wir unser Smartphone aufladen müssen.

Da der Betreiber jetzt einfach den Strom abschalten kann, sofern sich der Benutzer nicht authentifizieren kann, eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten. Zum Beispiel könnte der Strom nach einem bestimmten Verbrauch abgeschaltet werden oder ein Abrechnungsmodell auf Minutenbasis eingeführt werden. Der einzige Grund, warum wir bisher nicht für Strom an öffentlichen Plätzen bezahlen mussten, ist vermutlich das Fehlen einer entsprechenden Technologie. Nun könnte ein ähnliches System eingeführt werden, wie es uns bereits von Hotel- und  Flughafen-WLANs bekannt ist. [Klaus Deja / Kif Leswing]

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[via ArsTechnicaIntomobile]

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  1. na toll, zieht den Leuten doch einfach noch mehr Geld aus den Taschen.
    Zum Auftanken des E-Wagens macht das Sinn, der Strom wird ja schließlich produziert und muss bezahlt werden. Aber um am Flughafen für Kleingeräte extra zur Kasse gebeten zu werden, halte ich für reinste Gier.
    Müssen wir bald zahlen, wenn wir auf das 00 wollen + EXTRA für Wasser, damit man sich Hände waschen darf?

  2. Was soll man denn da groß bezahlen, wenn man ein Handy oder Ähnliches auflädt? 0,1 cent?
    Es sollte eine Grenze dafür geben wieviel Strom verbraucht werden darf, bis man dafür bezahlen muss. Bei kleinereren Geräten macht das kaum Sinn.

  3. Moin,
    ist ja auch total lächerlich da bräuchte man eine Amortisierungsdauer von 30000Jahren (grob geschätzt) um überhaupt die Anschaffungskosten über den exorbitant hohen Stromverbrauch eines Smartphones wieder reinzu holen…ohne Worte!

  4. Naja, es ist ne Dienstleistung. Vergleich: Was kostet nen Glas Wasser „Zuhause“ und was kostet es in einer Bar?
    Also wenn da eine Aufladung vom Handy nen Euro kostet, dann gibt es sicherlich reichlich Abnehmer dafür. Und da ist dann schon Geld zu verdienen…

    Klar, nen Euro für ne Aufladung wäre „Wucher“. Aber zur Not frisst der Teufel Fliegen. Oder kauft sich Wasser in ner Bar ;)

  5. Ihr macht Euch echt Sorgen um das GELD?
    Klartext:
    Pissen kosten auf dem Frankfurter Haupbahnhof 1€.
    Das ist egal, ob man schon eine teure Fahrkarte gekauft hat, oder ob man seinen Obulus dort schon in Form überteuerter Waren entrichtet hat.

    Beim Smartphone-Aufladen wird das bei flachendeckender Möglichkeit (z.B. mit kabellosen Ladestationen) zu weiterem Abnehmen der Akku-Kapazitäten führen – die Tanks der Autos werden ja auch immer kleiner (trotz viel geringeren Verbrauchs schafft es quasi niemand von HH nach MUC ohne aufzutanken!).

    Damit wird es irgendwann immer mehr zur „Pflicht“, solche Ladestationen zu nutzen.

    Was das NFC, RFID, Nutzeridentifikation DANN heisst, haben wir alle in GATACA und ähnlichen Filmen gesehen…

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