Blumenstillleben von van Gogh mit neuer Untersuchungsmethode entdeckt

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Das Kröller-Müller-Museum in den Niederlanden hatte jahrelang ein Gemälde von Vincent van Gogh in seiner Ausstellung ohne es zu wissen. Die Echtheit des Stilllebens mit Wiesenblumen und Rosen konnte nun mit der DESY Synchrotronstrahlungsquelle und der Makro-Röntgenfluoreszenzanalyse bewiesen werden.

Die Echtheit des Bildes war angezweifelt worden, u.a. wegen seiner für ein van Gogh-Gemälde ungewöhnlichen Gröβe von 100 x 80 cm und der Signatur, die sich an einer ungewöhnlichen Stelle befand. 2003 wurde dem Bild deswegen die Urheberschaft von van Gogh aberkannt.

Eine Forschergruppe von der TU Delft, der Universität Antwerpen, des DESY, des Van Gogh-Museums und des Kröller-Müller-Museums hat nun nachgewiesen, dass das Gemälde echt ist. Die Forschungsarbeiten wurden größtenteils an DESYs Synchrotronstrahlungsquelle DORIS durchgeführt. Das Kröller-Müller-Museum besitzt das Bild seit 1974.

Eine Röntgenaufnahme aus dem Jahre 1998 hatte bereits gezeigt, dass das Blumenstillleben über ein Bild von zwei Ringern gemalt wurde. Nun gelang es mittels Makro-Röntgenfluoreszenzanalyse (makro-RFA, englisch: Scanning Macro X-ray Fluorescence Analysis, MA-XRF), mehr Details über das verborgene Bild zu erfahren. Unter anderem wurde bewiesen, dass die verwendeten Farbpigmente vollständig denen entsprachen, die van Gogh zu dieser Zeit in anderen Gemälden verwendete, und es war möglich, van Goghs typische Pinselführung in dem verborgenen Bild zu erkennen. Auch die Ringer wurden von van Gogh gemalt und später überpinselt. [Jesus Diaz / Andreas Donath]

[Via KMM]

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