Ein klares Zeichen für den baldigen Tod von Mac OS X

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Wer noch Zweifel hegt, dass es Mac OS X so wie wir es kennen, bald an den Kragen gehen und iOS künftig Apples wichtiges Betriebssystem werden wird, sollte sich das obige Bild genauer anschauen. Es zeigt Apples Führungsmannschaft.

Es gibt bei Apples Firmenübersicht keinen Boss mehr für Mac OS X oder Mac-Technik. Craig Federighi, der Apples Chef des “Software Engineerings” ist, taucht in der Liste nicht auf. Federighi ersetzte Bertrand Serlet, den Vater von Mac OS X, nachdem dieser Apple im März 2011 verließ. Er war noch für das Mac Software Engineering verantwortlich.

Immerhin ist jetzt ein Jahr vergangen und Federighi ist immer noch nicht in Apples Götterhimmel aufgenommen worden. Serlet war bis zu seinem Ausscheiden dort zu finden. Auch sein Vorgänger Avie Tevanian, der den Posten von 1997 bis 2003 inne hatte, wurde ganz selbstverständlich aufgelistet.

Es ist nun auch klar, warum Serlet das Unternehmen verließ. Nach dem riesigen Erfolg des iPad und iOS wurde ihm klar, dass Scott Forstall und seine Jungs das Ruder übernehmen würden. Das iPhone und das iPad haben gewonnen und am Ende wird Mac OS X komplett iOS-ifiziert sein. Neue Touch-Eingabegeräte und -Methoden für Macs werden den Prozess noch beschleunigen. Am Ende wird ein einziges Betriebssystem stehen – für Macs und mobile Geräte wie das iPhone und das iPad.

Der Mac wird nicht verschwinden und OS X wird auch noch da sein, aber es wird sich vollständig verändern. Der iOS-Ansatz erlaubt Apple die totale Kotrolle über die Plattform und Mountain Lion sorgt dafür, dass auch unter OS X der Appstore immer wichtiger wird.

Der verstorbene Steve Jobs wusste schon vor mehr als einem Jahr, dass das iPad die Zukunft ist. Die Verkaufszahlen bestätigen ihn. Der komplette PC-Markt verändert sich wegen dem Tablet und alle Hersteller versuchen, mit mehr oder minder großem Glück, sich davon eine Scheibe abzuschneiden. Deshalb betrachtet Apple OS X als sekundär wichtig und sein Chef erscheint nicht mehr auf der Apple-Managerseite. [Jesus Diaz / Andreas Donath]

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    1. Interessantes Bashing gegen Microsoft.
      Dumm nur, das Apple damit angefangen hat (Denn im Gegensatz zum Schreiber gab es die letzten Jahre ein paar Dutzend Anzeichen dafür das Apple kein Interesse mehr am reinen Computer hat)

      Und so wie es aussieht, wird wohl eher MS gewinnen.
      Denn im Gegensatz zu diesem halbgaren WischiWaschi-wir-liefern-alles-malin-Jahresschüben-nach bei Apple ist MS wenigstens so konsequent einen Neuanfang zu wagen.

      Und da Windows 7 erhalten bleibt, 7 und 8 also parallel existieren werden, wird MS mit Windows 8 wohl mehr Erfolg haben. Denn nicht wenige Apple USer fragen sich schon etwas länger warum Apple das den Kunden eigentlich antut.

  1. Genau das ist der Grund, warum auf meinem Macbook nie Lion oder Mountain Lion laufen wird. Ich bin mit Snow Leopard zufrieden, will ein echtes Betriebssystem, mit dem ich auch Anwendungen ausführen kann, die nicht aus dem Systemeigenen Store sind. iOS ist schön, aber auf meinem “Hauptcomputer” will ich sowas wirklich nicht haben. Eigentlich wollte ich zwar nie wieder zu Windoof zurückkehren, aber da wird mir wohl nichts übrig bleiben.

    1. Nun zumindest bei Lion kann ich Sie noch beruhigen – auch wenn der Appstore darauf läuft, sind die Eingriffe von Apple, die im Artikel erwähnt sind, hier noch nicht vorhanden. Der Appstore reiht sich eher in das ein, was iTunes schon seit Jahren ist: Eine Option für den Erwerb von Software (bei iTunes eben Medien). Ich gehe eher davon aus, dass Apple künftig beides zusammenlegt – also iTunes und den Appstore. Und zu Microsoft: In Windows 8 gibt es auch einen “Appstore” ;)
      Das ist die Crux bei einer Modeerscheinung: Alle Anbieter machen mehr oder weniger mit und der Anwender kann dem kaum noch entgehen. Vielleicht ist für Sie ja Linux eine Alternative?

      1. Lion ist dennoch bereits ein Rückschritt in der Ergonomie.
        Hier wurden Rücksichtslos iOS Bedienelemente in OSX eingebaut. Kleine Applikationen Full-Screen auf einem 27″ iMac? Sich versteckende Scrolleisten, die invertiert sind und nicht mehr skaliert werden? Gruselig.
        Zusammen mit dem “Verzicht” auf Rosetta bedeutet das wohl nur eines: Snow Leopard war mein letztes Mac OS.
        Übrigens hat Apple schon eingesehen, dass der Mac tot ist. “Mac OS X” heisst bereits jetzt nur noch “OS X”…

        1. Aber man muss doch bei Lion keine App zwangsweise im Fullscreenmodus laufen lassen. Das invertierte Scrollverhalten lässt sich abschalten.
          Das Ende von Rosetta ist schmerzlich, aber haben Sie wirklich Anwendungen, für die es keine Updates gibt, die dann auch unter Lion laufen? Mir kam neulich so etwas unter: Fugu (ein SSH-Client), den ich tatsächlich noch in einer Rosetta-Version installiert hatte (aber auch da gab es ein Update).

  2. das gleiche schreibe ich schon seit einem jahr in anderen foren. es spricht soviel dass Apple kein OS X mehr haben möchte. es spricht mittlerweile auch sehr viel keine Apple produkte mehr zu kaufen. ich schäme mich, dass ich deren produkte bei kunden angepriesen habe.

  3. Für mich ist das die konsequente Zusammenführung zweier OS. Vom technischen Aufbau unterscheiden sich Smartphone und PC nicht sonderlich. Ich meine hier den grundlegenden Aufbau beide besitzen CPU, GPU, Speichermedium, Ein- und Ausgabemittel. Da diese sich immer weiter annähern macht es meiner Meinung nach nur Sinn ein OS für alle Geräte zu entwickeln.
    Das hier uns da die gewohnte Arbeitsweise angepasst oder geändert werden muss entspricht dem normalen Entwicklungsprozess. Der invertierte Bildlauf z.B. imitiert die native Bedienung des iPad oder die eines Dokumentes auf einem Schreibtisch – wie es Jobs so gern verglich.

  4. Lieber Andreas,
    wenn Du öffentlich schreibst und nicht im stillen Kämmerlein, dann lass bitte jemanden Deine Texte gegen lesen.

    Zitat: “Der komplette PC-Markt verändert sich wegen dem Tablett…”

    Aua, aua, wenn Deine Ohren nicht klingeln -meine schon. Da gibt’s im Deutschen einen Genitiv, den darfst Du gern mal verwenden, finde ich.

    mfg P.

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