Laut einer Studie bauen Entwickler lieber an iOS als an Android weiter

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Die Android Befürworter behaupten häufig, dass das Open-Source-Ökosystem, das von einer Vielzahl von Geräten unterstützt wird, viel mehr Potenzial besitzt als Apples iOS. Denkt mal an die Möglichkeiten! Nun, eine neue Studie zeigt, dass all dieses Potenzial viele Möchtegern-Entwickler abschreckt, da sie nicht wissen, für welche Android Version sie programmieren sollen.

„The Register“ berichtet, dass das Interesse an der Erstellung von Apps für Android Tablets und Smartphones rückläufig ist. Die Entwicklerplattform „Appcelerator“ führt vierteljährliche Umfragen bei seinen Nutzern durch und fragt, wer von ihnen an welchem Betriebssystem „sehr interessiert“ ist. Während der Gesamtanteil der Entwickler, die an Android interessiert sind, weiterhin leicht ansteigt, stagniert er praktisch im Vergleich zum iOS, das ein explodierendes Interesse seitens der Nutzer und Entwickler genießt. Nahezu 90% der Entwickler bevorzugen iOS, während sich nicht einmal 80% für Android-Smartphones und nur 64% für Android-Tablets interessieren.

Das Problem ist die Anzahl der aktuellen Versionen von Android, die aufgrund der vielen Android-Geräte nötig sind. Die Entwickler können sich bei den meisten iOS Nutzern darauf verlassen, dass sie ihre Betriebssystemversion up to date halten. Doch die Android-Nutzer haben alles auf ihren Geräten, von Froyo über Gingerbread bis hin zu Ice Cream Sandwich.

Android ist aber dennoch noch weit entfernt von einem Todesstoß. Die Nutzerzahlen steigen zumindest weiter an… [Mario Aguilar/Helene Gunin]

[via Appcelerator]

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    1. Ob Samsung oder HTC ist doch vollkommen egal. Selbst wenn die sich auf eine Version beschränken; sobald da wieder der Bootloader offen gelegt wird, installiert jeder Hinz und Kunz seine eigene Android Version. Dann dürfen sich die Android Besitzer nicht wundern, wenn die Entwickler alle in das Apple Lager wechseln.

      Wer das nicht versteht, der muss mal eine App für Android programmieren. Wenn die nur 80% der Geräte unterstützt, dann bekommt man haufenweise negative Kritik im Store was das doch für ein Müll ist, läuft nicht, Beschiss, Geld zurück. Das macht ein Entwickler einmal mit, dann überlegt er es sich dreimal ob er nochmal für diese Plattform eine App rausbringen soll.

  1. Und auch hier wird wieder eine Studie nur halb richtig interpretiert (was mich hier auch nicht wundert). Ich zitiere mal aus einem Forum:

    Es wurden *nur* Appcelerator Titanium Entwickler befragt!

    Also eine Umfrage, mit einer eindeutig nicht repräsentativen
    Stichprobe, zumindest nicht für die Grundmenge der Entwickler mobiler
    Anwendungen. Alle Ergebnisse dieser Studie beziehen sich bestenfalls
    auf die Grundmenge der Nutzer des Titanium Frameworks!

    So könnte man also auch interpretieren, dass vor allem iOS Entwickler
    lieber das Titanium Framework als die native Entwicklungsumgebung
    nutzen. Aber auch diese Interpretation wäre natürlich nur reine
    Spekulation.

    Was ich mit diesem Beispiel aufzeigen möchte? Solche ‚Umfragen‘ sind
    eigentlich völliger Unsinn und dienen nur der Eigenwerbung, hier z.B.
    von Appcelerator.

    Aber wie man an diesem Artikel sieht, klappt das ganz prima:

    Allerdings setzt der größte Teil von ihnen auf hybride Anwendungen,
    die plattform-spezifische GUI-Elemente verwenden. Appcelerator bietet
    mit Titanium ein Framework für solche Misch-Apps an.

    http://www.heise.de/ix/news/foren/S-Es-wurden-nur-Appcelerator-Titanium-Entwickler-befragt/forum-224536/msg-21593756/read/

  2. das kann ich als app entwickler für beide systeme nur bestätigen! für android ist es in der unübersehbaren abänderung der systeme unmöglich eine app für alles ordentlich laufen zu lassen. negative kritik ist da vorprogrammiert. ios entwickelt sein system stetig weiter, man wird mit einbezogen und kann updates rechtzeitig platzieren. es muss sich dringend standartisiert was ändern bei android, sonst ist das eine verschachtelte totgeburt auf raten und ios die zukunft! viele entwickeln und programmieren aus diesem grund lieber apps für das ios, auch wenn die zahlen für android (noch) steigen.

  3. Bitte? Hab ich etwas verpasst?
    In einem artikel hieß es vor nicht allzu langer Zeit iOS-Apps würden öfter abstürzen (Forbes berichtete). Das wurde damit erklärt dass unter den Apple-Produkten mehr unterschiedliche Versionen kursieren würden und viele auf alten Versionen sitzenbleiben würden obwohl sie updaten könnten.

    Jetzt heißt es bei Android gäbe es mehr Versionen und das wäre schlechter?

    http://www.forbes.com/sites/tomiogeron/2012/02/02/does-ios-crash-more-than-android-a-data-dive/

    1. Hast du den Artikel vollständig gelesen und 1 und 1 zusammengezählt?

      Ich entwickle selbst mobile Apps in einem IT Unternehmen mit > 10.000 Angestellten allein in Deutschland.
      Bei uns geht der Trend klar hin zu iOS. Und wenn du als Entwickler beides hinter dir hast, beide Systeme und die Deployment Prozesse kennst fängst du irgendwann an mit den Augen zu rollen. Es mag beides nicht perfekt sein, doch kann dich der Versuch eine attraktive Android App zu releasen schon ganz schön verzweifeln lassen.

      Die Apple-Vs-Android-Fanboy Phase verpufft dabei ganz schnell. Und betrachtet man nur aus Entwicklersicht mal den Spaß an der Arbeit.. Da sind wir uns zumindest intern alle einig. Die strengen Vorschriften von Apple zahlen sich langfristig ganz deutlich aus.

      Mag sein dass Endkunden happy sind, dass es Android in allen Formen / Preisen und Speccs gibt. Darunter leidet aber über kurz oder lang in jedem Falle die Qualität der Apps, die bereit gestellt werden können

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