Facebook: Nutzer sollen vor Arbeitgebern geschützt werden

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Gemeinsam mit US-Abgeordneten hat das soziale Netzwerk Facebook Arbeitgeber dazu aufgefordert, bei der Auswahl neuer Mitarbeiter nicht mehr auf private Internetkonten zurückzugreifen. Sollte ein Unternehmen in Zukunft dennoch nicht Abstand davon nehmen, so prüfe Facebook ein juristisches Vorgehen. Dies kündigte der für den Datenschutz verantwortliche Manager, Erin Egan, kürzlich in einem Interview an.

Mit dem Statement reagiert Facebook auf einen Bericht des Wall Street Journals, laut dem es in den USA immer öfter zu der Aufforderung kommt, dem künftigen Arbeitgeber vollen Einblick in das private Facebook-Konto zu geben. In der Praxis würde dies oftmals eine Aushändigung der Login-Daten an den potenziellen Arbeitgeber bedeuten. Auch auf einigen Universitäten habe es sich bereits eingebürgert, Sportler dazu zu verpflichten, sich mit dem Coach oder einem Richtlinienbeauftragten bei Facebook anzufreunden, damit dieser einen Überblick über die Freizeitaktivitäten des Students behalten kann, heißt es in einem Artikel des Magazins Mashable.

„Diese Praktiken verletzen das Recht auf Privatsphäre und gefährden die Sicherheit der Nutzer und deren Freunde“, so Egan gegenüber Mashable. Arbeitgeber, die ein solches Vorgehen praktizieren, müssten damit rechnen, wegen einem Verstoß gegen die Datenschutzrichtlinien rechtlich zur Verantwortung gezogen zu werden.

In Kalifornien hat Senator Leland Yee bereits einen entsprechenden Gesetzentwurf ins Parlament eingebracht. „Arbeitgeber haben berechtigte Fragen zur beruflichen Leistung eines Bewerbers“, sagte Yee gegenüber Reuters am vergangenen Freitag. „Aber sie können diese Informationen auf die übliche Weise finden, ohne das Verfahren abzukürzen oder die Privatsphäre der Menschen zu verletzen.“

[via Wall Street Journal, Mashable, Reuters]

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  1. Wenn ich mich irgendwo bewerbe und mein potentieller neuer Arbeitgeber möchte meine Zugangsdaten dann würde ich umgehend meine Bewerbung zurück ziehen.
    Das Klima das in solch einer Firma herrschen muss kann man sich ja vorstellen. Unternehmenskultur, zumindest eine solche hinter der die Mitarbeiter stehen wird es da nicht geben.
    Sicherlich ist es recht attraktiv für den Arbeitgeber zu wissen wen man sich ins Haus holt, mein Privatleben gehört jedoch nicht dazu. Der Deal lautet: Meine ARBEITSKRAFT für dein Geld und nicht mein gesamtes Leben. Am Sichersten ist da den FB-Account vor der Bewerbung still zu legen.

  2. ist doch nur augenwischerei, nach vorne sich „gut“ darstellen aber hintenrum alle privaten infos verarbeiten was auch die weitergabe an dritte bedeutet. facebook: nach wie vor – nein danke :)

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