Brasilien: Mit RFID-Chips gegen Schulschwänzer

Brasilianisches Klassenzimmer

Um Schulschwänzer zu entlarven sind in der brasilianischen Stadt Vitoria da Conquisita die Schuluniformen von 20.000 Schülern mit RFID-Chips ausgestattet worden. Per SMS werden so die Eltern informiert, ob ihr Kind gerade ordnungsgemäß in der Schule sitzt oder nicht.

Bis jetzt ist das System nur in 25 der 213 öffentlichen Schulen in Vitoria da Conquista im Einsatz. Bis 2013 sollen jedoch bereits alle 43.000 Schüler der Stadt im Alter von 4 bis 14 Jahren mit den intelligenten Uniformen ausgestattet sein. „Wir haben gemerkt, dass viele Eltern ihre Kinder in die Schule bringen, aber oftmals nicht lange genug warten können, um zu sehen, ob diese auch wirklich das Gebäude betreten“, so der Bildungsverantwortliche der Stadt, Coriolano Moraes.

Betritt ein Kind das Schulgebäude, so teilt das System dies den Eltern des Kindes per SMS mit. Hat das Kind mehr als 20 Minuten nach Schulbeginn das Gebäude noch immer nicht betreten, werden die Eltern ebenfalls benachrichtigt. Sobald ein Schüler öfter als drei Mal schwänzt, müssen die Eltern eine Erklärung abgeben. Tun sie dies nicht, werden die Behörden benachrichtigt.

Die RFID-Chips selbst sitzen unter dem Schulwappen am Ärmel der Schüler und halten Belastungen wie Waschen und Bügeln stand. Die Entwicklung des Systems kostete die Stadtregierung rund 670.000 US-Dollar.

[via Huffington Post]

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  1. Wow, das ist doch echt verrückt. Wieso haben die Kinder kein Recht auf Privatspähre?
    Das eigentliche Problem sind doch die Eltern, die ihre Kinder nicht erziehen können.

  2. Ich denke das könnte durchaus negatives mit sich bringen.
    Die Grundidee für den Einsatz von RFID ist sicher nicht verkehrt,
    vielleicht wäre es sinnvoll diese RFID-Technologie für junge Kinder in Grundschulen einzusetzen um Entführungen oder Ähnlichem auf die Spur zu kommen.

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