Menschliche Mutation als Ursache für tödlichen Grippeverlauf

Grippe

Seit Jahrzehnten hat man sich gefragt, warum manch einer eine Grippe einfach so abschüttelt, während andere an den Folgen der Erkrankung sterben. Einer neuen Studie zufolge soll ein mutiertes Protein den Unterschied ausmachen.

Forscher der Cambridge Universität haben herausgefunden, dass das Protein IFITM3, welches viele Grippeviren am Zelleintritt hindert, bei einigen Menschen mutiert ist. Wenn sich das Protein verändert hat, können sich Viren viel schneller im Körper verbreiten, tiefer in die Lunge eindringen und sich 10-mal schneller vermehren. Die Folge davon kann eine Lungenentzündung sein – die häufigste Todesursache bei besonders schweren Grippeerkrankungen.

Die in Nature veröffentlichte Studie zeigt, dass Patienten, die in Großbritannien aufgrund einer Grippeerkrankung auf die Intensivstation kamen, 17 mal häufiger dieses mutierte Protein aufwiesen, als es in Europa Durchschnitt ist. Die Forscher schlagen darum ein Medikament vor, dass das IFITM3 Protein nachahmt, um Grippeviren zu bekämpfen. [Nature via New Scientist]

Foto: James Thew/Shutterstock

[Oliver Schwab / Jamie Condliffe]

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