Rikscha fährt mit Elefanten-Mist

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Was macht ein Zoo eigentlich mit den Exkrementen seiner Tiere? Der Zoo in Denver im US-Bundesstaat Colorado hat eine thailändische Rikscha so umfunktioniert, dass sie den Mist als Treibstoff verwenden kann.

Der Denver Zoo hat sich fast ein Jahrzehnt damit beschäftigt, eine bessere Entsorgungsmöglichkeit für den Tiermist zu entwickeln. Normalwerweise muss der für viel Geld in Deponien gebracht werden. Das 20 Jahre alte Tuk-Tuk ist eine motorbetriebene Rikscha, die eigentlich mit einem Dieselmotor ausgestattet ist. Nun hat man darin eine Art Holzvergaser eingebaut, der aus den Abfällen, die zuvor in Pellets gepresst werden, ein brennbares Gas gewinnt.

Die Pellets werden in einer aneroben Umgebung erhitzt. Dadurch entsteht ein brennbares Gas, das dann in einem Motor verbrannt wird. Der lädt Akkus auf, mit denen die Elektromotoren des Tuk-Tuk angetrieben werden.

Als das neue Elefantengehege geplant wurde, entstand auch die Idee für die ungewöhnliche Abfallverwertung. Drei Ingenieure haben für das normalerweise dieselbetriebene Tuk-Tuk einen alternativen Antrieb entwickelt, berichtete die Zoosprecherin Tiffany Barnhart. Letztlich fanden sie heraus, das als Treibstoffquelle der Abfall des Zoos verwendet werden kann – solange er keine Metalle oder Glas enthält. Im Jahr fallen 1,5 Millionen Tonnen Müll im Denver Zoo an. Mit Hilfe der Gassynthese könnte nun 20 Prozent des Energiebedarfs des Zoos gedeckt werden. Außerdem lassen sich 150.000 US-Dollar Müllgebühren einsparen.

Die Hybrid-Rikscha soll zeitgleich mit der Eröffnung des neuen Elefantengeheges am 1. Juni 2012 der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

[Via Denver Post, Syngas Wiki, Autoblog.; Bilder: : Helen H. Richardson, The Denver Post]

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