Sind Programmiersprachen beliebter als Fremdsprachen geworden?

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Es gab Zeiten, als man noch Abendkurse besuchte oder sich Bücher besorgte, um Fremdsprachen in der Freizeit zu erlernen. Aber die New York Times will uns glauben machen, Französisch und Spanisch seien Schnee von gestern und werden immer mehr von Python und Java ersetzt.

Es ist definitiv ein interessantes Konzept. Man kann die Tatsache sicherlich nicht leugnen, dass wir Menschen immer technisch-basierter geworden sind. Dazu kommt ein starker Übergang vom Nutzer zum Entwickler, da immer mehr Menschen selbst lernen wollen, wie sie bestimmte Geräte besser machen können. Eine Äußerung der New York Times:

„Parlez-vous Python? Was ist mit Rails oder JavaScript? Fremdsprachen kommen und gehen, doch die Sprache du jour ist der Programmiercode. Der Markt für Abendkurse, Online-Unterricht in Programmierung und Webdevelopment und sogar lehrende iPhone-Apps boomt geradezu. Diejenigen, die auf diesen Zug springen, sind überzeugt, dass sie sich auf eine Zukunft vorbereiten, in der das Internet die Grundlage für Unterhaltung, Bildung und nahezu alles andere sein wird. Das Wissen über die Zusammengehörigkeit der einzelnen digitalen Teile wird entscheidend sein, um sicherstellen zu können, dass man nicht im Mittelalter stecken bleibt.“

Doch ist es wirklich wichtig programmieren zu können? Viele Anbieter von Inhalten benutzen die Technologie praktisch in jeder wachen Stunde ihres Lebens und können nicht einmal eine Variable von einem Identifier oder einen Integer von einem String unterscheiden. Diejenigen mit einem technischen Know-How können ihr Wissen ja noch sinnvoll einsetzen, doch was soll der Rest der Menschheit mit der Fähigkeit einen Programmcode kompilieren zu können bloß anfangen?

Was denkt ihr, was beliebter ist: Fremdsprachen oder Programmiersprachen? [Jamie Condliffe/Helene Gunin]

[via New York Times]

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  1. So ein Quatsch: Die Menge programmierender Menschen ist immer eine Teilmenge sprechender Menschen. Und die Menge programmierender Menschen ohne die Menge der sprechenden Menschen ist wohl (fast) immer leer (sieht man von den stummen Menschen ab).

  2. Da hast du zwar recht, allerdings geht es
    nicht um “sprechende Menschen” im Allgemeinen, sondern um diejenigen die in der Lage sind sich in anderen Sprachen, außer ihrer Muttersprache, verständigen zu können.
    Da sieht das Ganze nämlich wieder anders aus.
    Kenne selber Leute die mir ratz-fatz ein Java-Applet schreiben, aber noch nicht mal der englischen Sprache mächtig sind ( abgesehen vllt. von if und else o.ä. ).

  3. Ach und liebes gizmodo-Team, ich bitte euch noch einmal eure iPhone-App zu überarbeiten.
    Es nervt jedesmal den Kommentar neu schreiben zu müssen wenn man mal ne Sms zwischendurch bekommt und sie beantwortet.
    Und ne iPad-App wäre auch nicht schlecht.

    Nur mal so ganz neben bei :)

  4. Wie bitte will man Fremdsprachen mit Programmiersprachen vergleichen? Fremdsprachen sind zum kommunizieren, Programmiersprachen zum entwickeln.

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