IBM entwickelt 33 Millionen € Computer für das größte Radioteleskop der Welt

LOFAR

Das Square Kilometer Array-Teleskop wird nach seiner Fertigstellung 2024 das weltweit grösste und empfindlichste Radioteleskop sein und jeden Tag eine Million Terabytes an Daten ausspucken. IBM versucht sich nun an der Herstellung eines ebenbürtigen Computers.

Das Teleskop wird aus 15000 kleinen Antennen und 77 größeren Stationen bestehen, mit deren Daten der Urknall erhellt werden soll. Laut Schätzungen werden an einem Tag rund ein Exabyte – das sind 1 Milliarde mal 1 Milliarde Bytes – an Funksignalen aufgenommen. Das ist das doppelte des täglich auftretenden Datenverkehrs im Internet.

Diese Daten müssen natürlich analysiert werden, die dazu nötige Software hat sich bereits etabliert, in diesem Fall braucht es aber einen ganz besonders leistungsfähigen Computer. Darum will IBM 32,9 Millionen € in einen Supercomputer stecken, der der Aufgabe gewachsen ist. Das Gerät wird unter anderem mit spezialisierten Beschleuniger-Prozessoren, 3-dimensional gestapelten Chips, neuen Magnetbandspeichersystemen und Silizium-Nanophotonik arbeiten. Und IBM hat weniger als 12 Jahre, um den Computer fertigzustellen. [IBM]
Foto: SKA

[Oliver Schwab / Jamie Condliffe]

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  1. 12 Jahre… Statt in Südafrika oder Australien (Standort steht noch nicht fest), sollten die das in China/von Chinesen bauen lassen. Dann steht das Ding in einem Jahr. Und das sogar im IBM-Blau.

    Angeblich werden für den Bau so 3,5 Mrd € veranschlagt. Gnihihipffff. Rechnet mal das Doppelte….

    Interessant ist doch die Tatsache, dass damit im Prinzip nur Experimte durchgeführt werden, die der Menschheit auf absehbare Zeit (~20 Jahre) nix bringen. Und das trotz „Weltwirtschaftskrise“. Nicht, dass ich gegen diese Forschung wäre (ganz im Gegenteil, den LHC find‘ ich auch gut – sofern uns kein schwarzes Loch frisst), aber die Priorisierung/Weichenstellung für die Gelder lässt einen doch schmunzeln :)

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