Audi: Auf der Suche nach dem perfekten Sound für Elektroautos

Audi

Elektroautos bewegen sich nahezu geräuschlos über die Straße, was positiv für die Bekämpfung der Lärmbelästigung, aber sicher gefährlich für die Fußgänger ist, die ein entgegenkommendes Fahrzeug nichtmehr akustisch wahrnehmen können. Darum entwickelt Audi ein elektronisches Motorengeräusch für seine e-Tron Fahrzeuge.

Die Firma macht es sich dabei nicht so einfach, nur ein paar Mikrophone um einen R8 zu stellen und dessen Sound für die elektrischen Autos zu nutzen. Statt dessen entwickelte sie ein auf den R8s basierendes „e-Sound System“.

Wenn man das Gaspedal herunterdrückt, entsteht ein synthetischer Klang, der mit der Leistung des Elektromotors verbunden ist. Das Ergebnis klingt wie eine Mischung aus einem Science-Fiction Soundtrack und einer Symphonie am Höhepunkt – und ganz wichtig: futuristisch.

Die Geräusche kommen auch nicht aus dem Motorraum, sondern werden von Boxen unter dem Auto ausgegeben. Audi plant außerdem einen eigenen prägnanten Sound für jede Fahrzeugserie. [designboom , Presseportal]

[Oliver Schwab / Andrew Liszewski]

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  1. Ich hab zwar nichts dagegen. Aber ich finde, wenn man sowas macht sollte man schon aussuchen können, ob man jetzt nen Benzin-Motor geräusch, das Geräusch das die komponiert haben oder garkeinen Sound haben will.

  2. Solche Sound-Generatoren gibt es schon länger. Da kann man die Sounds vieler bekannter Sportwagen raussuchen und die dann verwenden. Optimal für sowas ist natürlich auch ein richtiger Subwoofer für die tieferen
    Frequenzen. Wenn ich so nen Audi hätte, würd ich mir nen Dampflok-Sound reinhauen lassen. Tschaka Tschaka Tschaka Tschaka – TSCHUUU TSCHUUUU

  3. PS Power klingt zwar nett, aber nach kurzer Phase des Staunens, ist man doch nur noch genervt von dem Motorbrummen.

    Viel schöner wäre es, wenn man nichts hören würde.

  4. @Lamy

    im Umkehrschluss müssten dann auch alle Fahrräder (inkl. e-Bikes), Skateboards und Inline-Skates mit Sound ausgestattet werden – der Sicherheit wegen…

    Das Auto macht auch so noch Geräusche genug – ich bin gegen weitere Akustische Umweltverschmutzung.

    Die Fußgänger werden sich auch wieder an geräuschlose KFZ gewöhnen, so wie sie an die vielen anderen geräuschlosen Verkehrsteilnehmer, allen voran die Fußgänger selbst.
    (Ganz gefährlich sind auch die raufenden Katzen in den Wohngebieten – die Hört man erst wenn´s zu spät ist und sind häufig mit mehr als 20 km/h unterwegs)

  5. Diese Diskussion ist absolut überflüssig. Audi investiert nicht als Langeweile einen Haufen Geld in diese Klangentwicklung. Zum Einen weiss man in der Firma selbst genau welche Gefahr von einem zu leisen KFZ ausgeht, zum anderen muss es dafür auch einfach eine gesetzliche Vorgabe geben.

    Ein Auto ist in den falschen Händen eine (u.U. tödliche) Waffe. Und das ist nicht übertrieben, stelle man sich vor das es z.B. auf der Autobahn schon reichen würde einmal das Lenkrad zu verreissen um damit etlichen Menschen das Leben zu nehmen. Wer das für übertrieben hält, sollte – meiner Meinung nach – keinen Führerschein bekommen.

    Und; Auch E-Bikes sollten ab einer gewissen Geschwindigkeit eine akkustisches Signal bekommen. Auch diese werden dann zum Geschoss.

    Es ist nicht nur der Passant der „ausgerechnet dieses eine Mal“ nicht in beide Richtungen geschaut hat, bevor er die Straße überquerte. Es ist ist auch der Autofahrer der es „ein wenig eilig hatte“ und sich noch nicht daran gewöhnt hat „das diese Auto ja nicht mehr zu hören sind“. Das erzählt der Fahrer dann der Polizei, wärend daneben der Leichensack geschlossen wird.

  6. so dumm dass die lautsprecher einbauen um eine negative eigenschaft der automobile nachzuahmen. ich bin töäglich vom strassenlärm beeinträchtigt und erhoffe mir in zukunft geräuschlos schlafen zu können.

  7. Bevor hier wieder die ICH-BIN-DAGEGEN Extremisten mit Mistgabeln und Fackeln über die Sound Designer herfallen: Erstmals kann sich die Emissionsakustik eines Fahrzeugs bis auf Wind und Abrollgeräusche frei kreieren lassen. Die Chance die dahinter steckt, haben die meisten hier noch gar nicht erkannt: Sobald ein Wagen nach 22h in eine bestimmte Wohngegend rollt, erkennt das GPS das und schaltet auf ein leiseres Fahrgeräusch, was die Anwohner schont. Alles mit wenig Zeilen Code zu erfüllen.

    Früher konnte man den Eigenklang des Motors nur grob über Schalldämpfer schwächen oder über Resonatoren „tunen“. Die Möglichkeiten heute sind nahezu komplett frei. Da wird noch viel kommen – wenn das Elektroauto denn kommt :)

  8. Wenn es sich wenigstens nicht so furchtbar nach C64 anhören würde. Muss man für viel Geld einen Sound entwickeln, der sich dann hinterher billig anhört?

    Naja. Wenigstens ist er für so einen überflüssigen Sportwagen.

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