Warum Spechte keine Gehirnschäden bekommen

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Wenn man als Mensch versuchen würde, Holz mit dem Kopf zu hacken, würde man sich ernsthafte Verletzungen zuziehen. Spechte hacken den ganzen Tag auf Holz herum und erleiden überhaupt keine Schäden. Mit modernen Technik wurde das Rätsel nun gelöst.

Alte Theorien zur Anatomie des Spechtes gingen von extrem kräftigen Muskeln, einer besonders schonenden Hacktechnik oder einem Schutz des Vogelhirns mit einer Membran aus.

Fan Yubo und seine Teammitglieder an der Beihang University in China haben das Rätsel geknackt.

Die Forscher arbeiteten drei Jahre lang daran, dem Specht sein Geheimnis zu entlocken. Dabei wurde neben der Skelettmechanik auch die Mikrostuktur der Knochen und des Schnabels untersucht. Dabei kam heraus, dass die Evolution den Spechten eine eigene Nanofabrik geschenkt hat, mit der die Knochenstruktur besonders widerstandsfähig wird.

Der Schädel des Spechtes ist im Vergleich zu dem einer Lärche deutlich stabiler. Daran ist eine schaumartige Struktur im Schädelknochen verantwortlich, die ihn vor Verformungen schützt. Es handelt sich um ein schwammartig aufgebautes System aus feinen Knochenbälkchen (Trabekeln), die beim Specht nicht nur deutlich größer sind als bei anderen Vögeln sondern auch enger zusammen liegen.

Der Spechtschädel ist im Bild die Abbildung A und der der Lärche wird in Abbildung B gezeigt. Der Schnabel des Spechts ist in Abbildung C zu sehen und der der Lärche in D.

Die Forscher hoffen, dass ihre Ergebnisse zum Beispiel auch für die Konstruktion besserer Sturzhelme für Motorrad- und Fahrradfahrer von Nutzen sind. [Kristen Philipkoski / Andreas Donath]

[Via Science China Press]

[Bild: Marco Hebing / CC BY 2.0]

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  1. Das erklärt immernoch nicht warum die Spechte keine Hirnschäden bekommen, die Spechte prallen ja trotzdem permanent mit der Hirnmasse gegen die Schädeldecke.

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